08.03.18, 09:31

Risiken für den Euro nach unten gerichtet mit Blick auf EZB

EUR: Was ist eigentlich mit dem Euro los? Dieser hat in den letzten Wochen relativ wenig von sich reden lassen, was zum einen daran liegt, dass sich der Devisenmarkt aktuell auf die von den USA angedrohten protektionistischen Maßnahmen und somit in erster Linie auf den US-Dollar fokussiert. Zum anderen hat sich der Euro zuletzt aber auch schlicht und ergreifend kaum bewegt, wie unsere Währungsindizes zeigen. Zumindest heute könnte sich das im Rahmen der EZB-Sitzung für kurze Zeit ändern. Schließlich dürfte der EZB-Rat dieses Mal vor allem darüber diskutieren, wann er seine offizielle Sprachregelung ändert und den Weg in Richtung eines Ausstieges aus der expansiven Geldpolitik weiter ebnet. Der Markt wird speziell auf Hinweise achten, wann die EZB plant, das Anleihekaufprogramm zu beenden. Denn das gilt als notwendiger erster Schritt, bevor die Notenbank damit beginnt, ihre Zinsen zu erhöhen. Zuletzt konnte die Gemeinschaftswährung von Spekulationen auf ein baldiges Auslaufen der Anleihekäufe und darauf folgende recht zügige Zinserhöhungen tendenziell profitieren. Wir befürchten allerdings, dass die Markterwartungen angesichts der nach wie vor enttäuschenden Inflationsentwicklung im Euroraum zu optimistisch sind. Und so gehen wir auch für heute davon aus, dass sich die Notenbanker – allen voran EZB-Präsident Mario Draghi – eher vorsichtig geben werden und letztlich auf eine Änderung der Kommunikation vorerst verzichten. Auch angesichts des womöglich drohenden Handelskrieges mit den USA erscheint Abwarten für den Moment nicht die schlechteste Idee zu sein. Die Risiken für den Euro sind für heute insofern eher gen Süden gerichtet.

USD: Apropos Handelskrieg: Medienberichten zufolge soll US-Präsident Trump eventuell noch heute die angedrohten Strafzölle auf Stahl und Aluminium offiziell verabschieden. Laut Trumps Handelsberater Peter Navarro würden die Zölle nach der öffentlichen Bekanntmachung innerhalb von 15-30 Tagen für die meisten Länder in Kraft treten. Zumindest die beiden Nachbarländer der USA, Mexiko und Kanada, könnten – so deuteten es Vertreter der US-Administration gestern an – von den Strafzöllen ausgenommen werden. Sowohl CAD als auch MXN reagierten verständlicherweise positiv auf diese Nachricht. Doch einen Haken gibt es natürlich: Die Ausnahmeregelung soll zeitlich begrenzt sein. Damit ist klar, dass die US-Regierung die Strafzölle als Druckmittel in den laufenden NAFTA-Verhandlungen nutzen will, um eine schnelle Einigung auf ein für die USA günstiges Abkommen zu erzielen. Sollte Trump tatsächlich seine Drohung heute wahrmachen, dürfte sich der Fokus dann vor allem auf die Gegenreaktionen der Handelspartner richten. Je stärker diese reagieren, desto weniger dürfte der US-Dollar von den Importzöllen profitieren. Denn letztlich kommt es vor allem auf den relativen Inflationseffekt der Zölle an. Erhöht sich auch die Inflation bei den Handelspartnern aufgrund von Importzöllen auf ihrer Seite, würden auch hier die Notenbanken mit Zinserhöhungen reagieren, was ihre Währungen wiederum stützen würde.

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CAD: Für die Bank of Canada (BoC) ist der sich zuspitzende Handelskonflikt mit den USA ein zunehmender Unsicherheitsfaktor für ihren Wirtschaftsausblick – wie sie gestern nach ihrer Sitzung verlauten ließ. Abgesehen davon zeichnete sie aber ein positives Bild der kanadischen Wirtschaft. Auch die Inflation liegt aktuell im Zielband der Notenbank. Lediglich die schwachen Lohnzuwächse geben ihr noch zu denken. Alles in allem stehen die Weichen weiterhin auf Zinserhöhungen. Doch den nächsten Zinsschritt dürfte sich die BoC wohl solange aufsparen, bis mehr Klarheit über den Ausgang der NAFTA-Verhandlungen besteht. Im Umkehrschluss heißt das: Je länger die Unsicherheit darüber anhält, desto mehr dürfte der Markt seine Zinserhöhungserwartungen runterschrauben, worunter der CAD dann leiden würde. Die wirklich kritische Phase steht der kanadischen Währung zweifellos noch bevor.

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