08.03.18, 09:02

Lufthansa fliegt nach Empfehlung

Der deutsche Aktienmarkt regierte zur Wochenmitte nur anfänglich nervös auf den in der Nacht gemeldeten Rücktritt von Donald Trumps obersten Wirtschaftsberater Gary Cohn. Im weiteren Verlauf setzte sich die Hoffnung durch, dass die vom US-Präsidenten angekündigten Strafzölle nicht in vollem Umfang in die Praxis umgesetzt werden. Der DAX schloss 1,08 Prozent höher bei 12.245 Punkten. MDAX und TecDAX verbesserten sich um 0,38 respektive 1,07 Prozent. Unter den 110 größten Werten gab es 80 Gewinner (73%) und 30 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen lag bei 69 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX lag bei 95,8 Millionen Aktien (Vortag: 107,7) im Wert von 3,95 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 4,19). Mit Blick auf die Sektoren-Performance lagen Rohstoffwerte (+2,39%) vorne, gefolgt von Softwaretiteln (+2,23%) und Pharma & Healthcare (+1,66%). Gegen den breiten Aufwärtstrend büßte der Index für den Telekommunikationssektor (-0,23%) moderat ein. An der DAX-Spitze sprang die Lufthansa-Aktie nach einer positiven Analysteneinschätzung um 3,69 Prozent nach oben. Fresenius SE gewann nachrichtenlos 3,20 Prozent hinzu. Vonovia verbesserte sich einen Tag nach der Bilanzvorlage um 2,78 Prozent. Deutsche Post notierte nach schwächer als erwarteten Zahlen 0,25 Prozent fester. Am anderen Ende des DAX-Tableaus verbilligten sich Volkswagen, Deutsche Telekom und Beiersdorf als einzige drei Verliererwerte zwischen 0,13 und 0,63 Prozent.

An der Wall Street notierte der Dow Jones Index zur Schlussglocke 0,33 Prozent tiefer bei 24.801 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 konnte hingegen um 0,23 Prozent auf 6.929 Zähler zulegen. 50 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im Plus und 46 Prozent im Minus. Das Abwärtsvolumen überwog mit 56 Prozent. 96 neuen 52-Wochen-Hochs standen 47 neue Tiefs gegenüber. Stärkste Sektoren waren Technologie und Healthcare. Am deutlichsten verloren Hersteller nicht-zyklischer Konsumgüter (Consumer Staples) und Energiewerte.

Am Devisenmarkt hielten sich die Ausschläge in sehr engen Grenzen. Der Dollar-Index notierte nach zwischenzeitlicher Markierung eines 3-Wochen-Hochs gegen Ende des New Yorker Handels nahezu unverändert bei 89,59 Punkten. Der Euro wertete gegenüber allen anderen Hauptwährungen mit Ausnahme des Pfund Sterling auf. EUR/USD stieg um 0,06 Prozent auf 1,2411 USD. Bei den anderen Majors fielen das Pfund Sterling durch Stärke und der Franken durch Schwäche auf.

Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise gab um 1,49 Prozent auf 441,54 Punkte nach. Brent-Öl sackte um 2,11 Prozent auf 64,40 USD ab. Nach wöchentlichen Daten der EIA stieg die US-Ölproduktion auf ein Rekordhoch von 10,4 Millionen Barrel pro Tag. Die Rohöllagerbestände kletterten um 2,4 Millionen Barrel (Konsensschätzung: 2,7). Der Preis für US-Erdgas stieg um 1,24 Prozent auf 2,78 USD. Comex-Kupfer verlor 0,74 Prozent auf 3,14 USD. Gold gab um 0,78 Prozent auf 1.325 USD (1.068 EUR) nach. Silber, Platin und Palladium verloren zwischen 1,58 und 1,87 Prozent.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite um drei Basispunkte auf 0,46 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete nach einem volatilen Geschäft zwei Basispunkte tiefer bei 0,66 Prozent. Der Euro-Bund-Future ging 0,08 Prozent höher bei 159,28 Punkten aus dem Handel und formte vor der heutigen EZB-Sitzung einen Inside Day (Handelsspanne komplett innerhalb der Vortagesspanne). Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes notierte einen Basispunkt höher bei 2,89 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh ganz überwiegend freundlich. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 0,83 Prozent auf 175,33 Punkte. Stützend wirkten neben der Hoffnung auf Ausnahmen von den angekündigten US-Strafzöllen auch besser als erwartete Konjunkturdaten. Das japanische BIP stieg im vierten Quartal laut der zweiten Schätzung um aufs Jahr hochgerechnete 1,6 Prozent (Konsensschätzung: 0,9). In der ersten Veröffentlichung waren lediglich 0,5 Prozent geschätzt worden. Die Exporte aus China stiegen im Februar gegenüber dem Vorjahr um 44,5 Prozent (Konsensschätzung: 13,6).

Heute richtet sich der Fokus auf die EZB-Sitzung und die neue Stabsprojektion der Notenbank für Wachstum und Inflation in der Eurozone. Daneben sind von der Makroseite lediglich die Daten zum deutschen Auftragseingang relevant. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von Merck KGaA, Linde, Continental, LEG Immobilien, Stada, Uniper, Axel Springer, Hugo Boss, Engie und Drägerwerk.

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