Der deutsche Aktienmarkt stand zum Wochenausklang kräftig unter Abgabedruck. Für schlechte Stimmung unter den Anlegern sorgte die Befürchtung negativer Auswirkungen eines drohenden globalen Handelskonflikts, nachdem US-Präsident Donald Trump Strafzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte angekündigt hatte. Ferner hielten sich die Börsianer im Vorfeld der Wahlen in Italien sowie des SPD-Mitgliederentscheids über die große Koalition am Wochenende mit Käufen zurück. Der DAX schloss mit einem Abschlag von 2,27 Prozent bei 11.914 Punkten. Auf Wochensicht verlor der Leitindex 4,57 Prozent. MDAX und TecDAX büßten am Berichtstag 2,19 und 3,11 Prozent ein. Unter den in den drei Indizes enthaltenen 110 Aktien gab es lediglich vier Gewinner (4%) und 104 Verlierer. Das Abwärtsvolumen betrug 99 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX betrug 124,2 Millionen Aktien (Vortag: 117,2) im Wert von 5,40 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,87). Alle Sektoren verzeichneten Verluste. Am kräftigsten verloren Rohstoffwerte (-3,24%), Banken (-3,20%) und Industrietitel (-3,07%). Einziger DAX-Wert im Plus war nachrichtenlos Beiersdorf mit einem Aufschlag von 0,69 Prozent. Das Papier erholte sich damit leicht vom Kurssturz des Vortages, der in Reaktion auf die Geschäftszahlen des Konsumgüterkonzerns stattfand. ThyssenKrupp sackte am Indexende belastet von der Ankündigung von Stahlzöllen um 4,07 Prozent ab.
An der Wall Street konnten sich die Indizes von im Tagesverlauf notierten 2-Wochen-Tiefs deutlich erholen. Der Dow endete 0,28 Prozent tiefer bei 24.538 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 sowie der marktbreite S&P 500 verabschiedeten sich mit Zugewinnen von 0,89 und 0,50 Prozent aus dem Handel. 61 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im Plus. Das Aufwärtsvolumen lag bei 68 Prozent. Es gab 27 neue 52-Wochen-Hochs und 165 neue Tiefs. Mit Blick auf die Sektoren-Performance lagen Healthcare und Technologie vorne. Die deutlichsten Einbußen waren bei Immobilienwerten und Versorgern zu beobachten.
Am Devisenmarkt präsentierte sich der US-Dollar gegenüber fast allen anderen Hauptwährungen schwächer. Hier belastete die Furcht vor einer Schwächung der US-Wirtschaft durch eskalierende Handelskonflikte. Der Dollar-Index notierte 0,39 Prozent tiefer bei 89,97 Punkten. EUR/USD legte um 0,40 Prozent auf 1,2316 USD zu. Mit Blick auf die anderen Majors fiel der Yen durch Stärke auf, nachdem der japanische Notenbankchef Haruhiko Kuroda die Möglichkeit angesprochen hatte, dass die BoJ ab dem Jahr 2019 mit einer geldpolitischen Straffung beginnen könnte. Der Kanada-Dollar büßte auf der anderen Seite gegenüber allen anderen Hauptwährungen deutlich ein. Die von Händlern als Loonie bezeichnete Währung litt unter der Sorge vor den Auswirkungen der protektionistischen US-Politik sowie unter schwächer als erwarteten Daten zum Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal.
Der S&P GSCI Rohstoffindex endete gestützt vom schwächeren Greenback 0,12 Prozent höher bei 441,56 Punkten. Brent-Öl verteuerte sich um 0,85 Prozent auf 64,37 USD. Baker Hughes berichtete vom sechsten Wochenanstieg aktiver US-Ölbohrungen in Folge. Die stark beachtete Kennzahl kletterte um eins auf 800 und damit auf den höchsten Stand seit April 2015. Der Preis für US-Erdgas notierte 0,11 Prozent tiefer bei 2,70 USD. Comex-Kupfer handelte gut behauptet bei 3,12 USD. Die Edelmetallpreise profitierten nicht nur vom schwächeren Dollar, sondern auch von der gestiegenen Risikoaversion mit Blick auf die sich abzeichnenden Handelskonflikte. Gold verbesserte sich um 1,39 Prozent auf 1.323 USD (1.072 EUR). Silber, Platin und Palladium konnten zwischen 0,76 und 1,38 Prozent zulegen.
Am Rentenmarkt sank die am Vormittag festgestellte Umlaufrendite um einen Basispunkt auf 0,41 Prozent. Im Tagesverlauf kam es zu einem Richtungswechsel, den Händler auf die Äußerungen des japanischen Notenbankchefs Haruhiko Kuroda zu einer möglichen strafferen Geldpolitik zurückführten. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete nach zwischenzeitlicher Markierung eines 5-Wochen-Tiefs bei 0,61 Prozent einen Basispunkt höher bei 0,65 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss nach dem Erreichen eines 5-Wochen-Hochs bei 160,21 Punkten 0,28 Prozent tiefer bei 159,62 Punkten und rutschte damit wieder unter die tags zuvor überwundene 50-Tage-Linie. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes kletterte am Ende um fünf Basispunkte auf 2,86 Prozent. Vom im Tagesverlauf notierten 3-Wochen-Tief bei 2,79 Prozent konnte sie sich somit deutlich erholen.
Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh überwiegend schwächer. Der MSCI Asia Pacific Index fiel den fünften Tag in Folge um diesmal 0,86 Prozent auf 172,94 Punkte. Im nachrichtlichen Fokus stand der Beginn des jährlichen Volkskongresses in China. Die zweitgrößte Volkswirtschaft setzte sich ein Wachstumsziel für das laufende Jahr von 6,5 Prozent. Im vergangenen Jahr konnte das BIP um 6,9 Prozent zulegen und damit erstmals seit sieben Jahren wieder Fahrt aufnehmen.
Von der Makroseite stehen heute die Servicesektor-Einkaufsmanagerindizes für Deutschland, die Eurozone, Großbritannien und die USA im Blickpunkt. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von Siltronic, QSC und bet-at-home.com.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CD6U5Q | Long | Thyssen Krupp AG | Faktor: 5 |
| CE8SJ2 | Short | Thyssen Krupp AG | Faktor: -5 |
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