Energie: Die Ölpreise starten nach den merklichen Verlusten in der Vorwoche mit leichten Pluszeichen in die neue Handelswoche. Brent steigt auf 65 USD je Barrel, WTI auf knapp 62 USD je Barrel. Für Preisauftrieb sorgen Nachrichten aus Libyen. Dort musste das größtes Ölfeld des Landes, Sharara, wegen der Unterbrechung einer Pipeline zum wiederholten Mal in den letzten Monaten die Produktion vorübergehend einstellen. Das Ölfeld produzierte zuletzt mehr als 300 Tsd. Barrel Rohöl pro Tag und stellt damit etwa ein Drittel der libyschen Ölproduktion. Die Dauer der Pipelineschließung ist noch ungewiss. Die Ursache ist die Verschmutzung der Umwelt, was auf ein Leck hindeutet. Seit gut einer Woche ist bereits ein kleineres Ölfeld geschlossen, so dass sich die Ausfälle in Libyen aktuell auf knapp 400 Tsd. Barrel pro Tag belaufen. Dies addiert sich zu den Produktionsausfällen in Venezuela in ähnlicher Größenordnung und trägt zu einer Angebotsverknappung am Ölmarkt bei. Die aktuellen Produktionsausfälle überdecken aber lediglich, dass der Ölmarkt wegen der stark steigenden US-Ölproduktion eigentlich reichlich versorgt ist. Die Bohraktivität in den USA erreichte in der letzten Woche erstmals seit April 2015 wieder die Marke von 800 aktiven Ölbohrungen. Laut einem mittelfristigen Ausblick der Internationalen Energieagentur dürfte der Anstieg der US-Ölproduktion bis 2020 etwa vier Fünftel des Anstiegs der globalen Ölnachfrage abdecken. Dies dürfte auch Thema beim heutigen Treffen von OPEC-Offiziellen mit Vertretern der US-Schieferölindustrie am Rande der CERAWeek-Energiekonferenz in Houston sein.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CE9J1Y | Faktor Long | WTI Oil Future | Faktor: 8 |
| CE9J22 | Faktor Long | Brent Oil Future | Faktor: 8 |
| CE7XGS | Faktor Short | WTI Oil Future | Faktor: -8 |
| CE5YRG | Faktor Short | Brent Oil Future | Faktor: -8 |

Edelmetalle: Gold setzt seine Erholung zu Wochenbeginn fort und steigt auf knapp 1.330 USD je Feinunze. In Deutschland ist die Regierungsbildung wohl auf die Zielgerade eingeschwenkt, nachdem die SPD-Mitglieder einer großen Koalition zugestimmt haben. Bundeskanzlerin Angela Merkel soll nächste Woche für eine weitere Amtszeit gewählt werden, die Regierung soll bis Ostern stehen. In Italien dürfte sich die Regierungsbildung nach den Parlamentswahlen vom Wochenende hingegen noch deutlich schwieriger gestalten als in Deutschland. Denn die unklaren politischen Verhältnisse nach der Wahl scheinen keine schnelle Regierungsbildung zu ermöglichen. Die hiermit verbundenen Unsicherheiten dürften zu einer soliden Nachfrage nach Gold beitragen. Die spekulativen Finanzanleger haben sich bei Gold sowie Silber und Platin zuletzt aber zurückgezogen. Laut CFTC-Statistik wurden die Netto-Long-Positionen bei Gold in der Woche zum 27. Februar um 15% auf 150 Tsd. Kontrakte abgebaut. Bei Silber bestanden zum Datenstichtag rekordhohe Netto-Short-Positionen, da die spekulativen Finanzinvestoren ihre Wetten auf fallende Silberpreise ausgeweitet hatten. Auf die Preise hatte dies jedoch kaum Auswirkungen – sowohl Gold als auch Silber waren in der Berichtswoche weitgehend unverändert.
In den USA lagen die Fahrzeugabsätze im Februar gemäß Daten der Ward’s Automotive Group deutlich unter Vorjahr. Die saisonbereinigte und annualisierte Verkaufsrate ist um 2,1% auf 16,96 Mio. Fahrzeuge gefallen.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CD5B2X | Faktor Long | Gold-Future | Faktor: 6 |
| CD5B34 | Faktor Short | Gold-Future | Faktor: -6 |
Industriemetalle: Die Sorgen über einen möglichen Handelskrieg, die Ende letzter Woche für Unruhe nicht nur an den Metallmärkten gesorgt haben, sind auch zum Wochenauftakt noch präsent. Nachdem die Handelspartner der USA wie zum Beispiel die EU und China Gegenmaßnahmen auf die geplanten US-Importzölle auf Aluminium und Stahl erwägen, hat US-Präsident Donald Trump darauf wiederum mit einer Ausweitung der Zölle auf andere Güter gedroht. Im Visier steht dabei anscheinend die europäische Autoindustrie. Das Thema wird die Märkte wohl noch eine ganze Zeit lang beschäftigen. In Bezug auf die Rohstoffpreise im Allgemeinen und auf die Metallpreise im Speziellen hat sich die erste große Aufregung jedoch etwas gelegt. Die Metallpreise geben zwar zum Wochenauftakt in der Breite nach, allerdings nur moderat. Kupfer kostet knapp 6.900 USD je Tonne, Zink handelt bei gut 3.300 USD je Tonne. In China hat heute der Nationale Volkskongress begonnen. Einer der zentralen Punkte ist die geplante Verfassungsänderung, die dem Staatspräsidenten Xi Jinping eine unbegrenzte Amtszeit ermöglichen soll. Bereits bekannt gegeben wurde, dass die chinesische Wirtschaft analog zum letzten Jahr auch 2018 um rund 6,5% wachsen soll. Im letzten Jahr wurde diese Zielvorgabe sogar deutlich übertroffen (6,9%). Dieses Jahr dürfte es unseres Erachtens schwieriger werden, das vorgegebene Ziel zu übertreffen. Denn China plant auch, erstmals seit 2012 das Haushaltsdefizit zu verringern. Sollten in diesem Zuge die Staatsausgaben reduziert werden, dürfte dies auch die Rohstoffnachfrage belasten.
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