Der deutsche Aktienmarkt musste am Donnerstag kräftige Kursverluste hinnehmen. Belastend wirkten ein festerer Euro sowie enttäuschende Unternehmenszahlen. Der DAX endete 1,96 Prozent tiefer bei 12.191 Punkten. MDAX und TecDAX büßten 1,83 und 2,57 Prozent ein. Unter den 110 größten Werten gab es 101 Verlierer (94%) und lediglich sieben Gewinner. Das Abwärtsvolumen (exklusive der Steinhoff-Aktie) betrug 98 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX lag bei 117,2 Millionen Aktien (Vortag: 96,3) im Wert von 5,30 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,77). Alle Sektoren endeten im Minus. Am deutlichsten verloren Software (-2,59%), Konsum (-2,54%) und Technologie (-2,54%). Im DAX gab es keine einzige Gewinneraktie. Die rote Laterne hielt Beiersdorf (-4,58%) nach negativ aufgenommenen Geschäftszahlen. Im TecDAX bildete die Aktie von Freenet mit einem Abschlag von 6,88 Prozent das Schlusslicht. Analysten bemängelten hier vor allem den vorsichtigen Ausblick. Das Papier unterschritt eine wichtige Unterstützungszone und markierte ein 2-Jahres-Tief. Im MDAX konnte Kion nach Zahlen um 3,77 Prozent vorrücken. Steinhoff sackte am anderen Indexende um 11,77 Prozent ab. Zalando verlor nach Zahlen und enttäuschenden Zielen für das laufende Jahr 6,08 Prozent.
An der Wall Street sackte der Dow Jones Industrial um 1,67 Prozent auf 25.609 Punkte ab. Der von Technologiewerten geprägte Nasdaq 100 endete 1,51 Prozent tiefer bei 6.751 Punkten. Für schlechte Stimmung und eine gestiegene Risikoaversion sorgte die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, ab nächster Woche gegenüber allen anderen Ländern Strafzölle auf die Einfuhr von Stahl und Aluminium zu verhängen. Dies weckte unter den Marktteilnehmern die Befürchtung, dass die protektionistischen Maßnahmen in einen Handelskrieg münden könnten. 58 Prozent der Werte an der NYSE verbuchten negative Vorzeichen. Das Abwärtsvolumen lag bei 63 Prozent. Es gab 16 neue 52-Wochen-Hochs und 170 neue Tiefs. Einzig der Versorger-Sektor konnte sich ein marginales Plus erkämpfen. Am deutlichsten verloren Industriewerte und Finanztitel.
Am Devisenmarkt notierte der Dollar-Index nach einer Berg- und Talfahrt gegen Ende des New Yorker Handels 0,33 Prozent tiefer bei 90,31 Punkten. Belastet wurde der Greenback von der Sorge vor einem möglichen Handelskrieg sowie von Aussagen des neuen Fed-Chefs Jerome Powell, wonach es derzeit keine Hinweise auf eine Überhitzung der US-Wirtschaft gebe. Der Euro konnte gegenüber allen anderen Hauptwährungen aufwerten. EUR/USD stieg um 0,55 Prozent auf 1,2259 USD und eroberte damit die am Vortag unterschrittenen Unterstützungen bei 1,2200 USD und der 50-Tage-Linie zurück. Im Tagesverlauf hatte das Währungspaar noch ein 7-Wochen-Tief bei 1,2156 USD markiert.
Der S&P GSCI Rohstoffindex fiel um 0,53 Prozent auf 441,04 Punkte. Brent-Öl verbilligte sich um 0,83 Prozent auf 64,19 USD. Der Preis für US-Erdgas stieg nach Veröffentlichung der Lagerbestandsdaten um 0,79 Prozent auf 2,69 USD. Comex-Kupfer notierte 0,18 Prozent tiefer bei 3,10 USD. Gold handelte 0,25 Prozent höher bei 1.321 USD (1.074 EUR) und damit deutlich erholt vom im Tagesverlauf markierten 9-Wochen-Tief (1.304 USD). Silber rückte um 0,74 Prozent auf 16,45 USD vor. Platin und Palladium standen hingegen kräftig unter Druck mit Abgaben von 1,95 und 5,94 Prozent.
Am Rentenmarkt profitierten die Staatsanleihenkurse von den schwachen Aktienmärkten und der Sorge um die Folgen der protektionistischen Haltung der Trump-Regierung. Die Renditen gingen entsprechend zurück. Die Umlaufrendite notierte drei Basispunkte tiefer bei 0,42 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen gab ebenfalls um drei Basispunkte auf 0,64 Prozent nach. Der Euro-Bund-Future schloss 0,36 Prozent fester auf einem 5-Wochen-Hoch bei 160,06 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes sackte um sechs Basispunkte auf ein 3-Wochen-Tief bei 2,81 Prozent ab.
Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh auf breiter Front schwächer. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 1,18 Prozent auf 173,67 Punkte. Besonders deutlich unter Druck stand der Nikkei 225 (-2,50 %). Bei den Einzelwerten zeigten vor allem Stahlwerte und Automobiltitel signifikante Schwäche aufgrund der von den USA angekündigten Strafzöllen.
Heute stehen der Verbraucherstimmungsindex der Universität Michigan sowie eine Grundsatzrede der britischen Premierministerin Theresa May zum Brexit im Anlegerfokus.
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