01.03.18, 13:04

Wettersorgen treiben Weizenpreise nach oben

Energie: Die Ölpreise stehen weiter unter Druck: Der Brentölpreis notiert heute Morgen auch bedingt durch einen Kontraktwechsel knapp unter 65 USD je Barrel, der WTI-Preis rutscht nach den Lagerdaten sogar um 2 USD auf 61,5 USD je Barrel. Der Abbau der Cushing-Vorräte hat sich zwar fortgesetzt. Die Lagerbestände dort liegen erstmals seit Ende 2014 unter 30 Mio. Barrel. Die übergeordneten Belastungsfaktoren dominieren aber: Zum ersten sind die US-Rohölvorräte insgesamt aufgrund einer „Normalisierung“ der Netto-Importe um 3 Mio. Barrel gestiegen und damit stärker als erwartet bzw. deutlich stärker als vom API am Vortag berichtet. Zum zweiten klettert die US-Rohölförderung auf Wochenbasis wenngleich derzeit in Tippelschritten von Rekord zu Rekord. Für Dezember meldete die EIA zwar einen leichten Rücksetzer gegenüber dem Rekordniveau im November, der aber lediglich vorübergehenden Ausfällen im Golf von Mexiko anzulasten war. Zum dritten stiegen die Benzinvorräte gegen den für diese Jahreszeit üblichen Abwärtstrend sogar deutlich um 2,5 Mio. Barrel. Die Crack-Spreads fielen enstprechend. All diesen belastenden Faktoren hatte die laut Reuters-Schätzung im Februar auf ein 10-Monatstief gefallene OPEC-Produktion wenig entgegenzusetzen. Mit 32,28 Mio. Barrel pro Tag wurden 70 Tsd. Barrel pro Tag weniger produziert als im Vormonat. Vor allem wegen Venezuelas Produktionseinbußen lag die tägliche OPEC-Fördermenge 450 Tsd. Barrel unter dem im Kürzungsabkommen avisierten Niveau. Dem steht die vom Tief im Sommer 2016 um 1,8 Mio. Barrel pro Tag gestiegene US-Produktion gegenüber: Der Markt ist also ausreichend versorgt.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9J1Y Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8
CE9J22 Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8
CE7XGS Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8
CE5YRG Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: Der Goldpreis gibt weiter nach und nähert sich dem Februar-Tief von knapp 1.310 USD je Feinunze. Ein Unterschreiten dieser Marke würde technische Anschlussverkäufe auslösen und einen Test von 1.300 USD zur Folge haben. Hauptbelastungsfaktor für Gold ist weiterhin der steigende US-Dollar, genau wie der fallende US-Dollar bis Mitte Februar der wichtigste Preistreiber war. Heute hält der Fed-Vorsitzende Powell den zweiten Teil seiner Anhörung vor dem US-Kongress. Für gewöhnlich ist dies lediglich eine Wiederholung der zuvor gemachten Ausführungen und sollte daher keine Neuigkeiten liefern. Spannender dürfte die Veröffentlichung des Preisindex für die Konsumausgaben sein, da dieser das von der Fed bevorzugte Inflationsmaß ist. Bei einem unerwarteten Anstieg des Kernindex würden die Zinserwartungen weiter zunehmen und Gold weiter abrutschen. Hinter den aktuellen Verkäufen dürften vor allem Spekulanten stehen, da die Gold-ETFs weiterhin keinerlei Abflüsse melden. Sehr schwach ist nach wie vor die Nachfrage nach US-Goldmünzen. Im Februar wurden laut US-Münzanstalt lediglich 5.500 Unzen verkauft. Das waren 80% weniger als im Vorjahr und das niedrigste Februarniveau seit 11 Jahren. Eine Erholung nach dem sehr schwachen Vorjahr lässt sich somit bislang nicht erkennen. Ebenfalls schwach waren im Februar die Verkäufe von US-Silbermünzen. Diese erreichten 942.500 Unzen und lagen damit 22% unter dem Vorjahr bzw. dem niedrigsten Februarniveau seit 2008.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2X Faktor Long Gold-Future Faktor: 6
CD5B34 Faktor Short Gold-Future Faktor: -6

Industriemetalle: Der schwache Einkaufsmanagerindex für Chinas Industrieunternehmen, eine höhere Risikoaversion und ein stärkerer US-Dollar ließen den LME-Industriemetallindex gestern um über 1% fallen. Der Leitwolf der Metalle, Kupfer, rutschte unter die psychologisch wichtige Marke von 7000 USD je Tonne. Nicht nur die Nachfragesorgen, sondern auch eine entspannte Versorgungssituation zwingen wohl viele Anleger ihre recht positive Haltung zu überdenken. So lag die Kupferproduktion in Chile, dem weltgrößten Kupferminenproduzenten, im Januar mit über 500 Tsd. Tonnen 6,3% höher als im Vorjahr. Die Anleger sind – wie die Positionierungsdaten an LME und COMEX zeigen – bei allen Industriemetallen mehr oder weniger stark optimistisch gestimmt. Ihr Rückzug könnten eine kurzfristige Preiskorrektur beschleunigen.
Im Fokus des Marktes steht auch der sich zuspitzende Handelsstreit zwischen den USA und dem Rest der Welt, nachdem die Regierung Trump weitere Strafzölle und Mengeneinschränkungen, diesmal für Stahl und Aluminiumerzeugnisse, erwägt. Dabei decken z.B. die Stahlimporte rund ein Viertel der US-Nachfrage ab. Diese Schritte würden also nicht nur ausländische Erzeuger, sondern auch die US-Konsumenten empfindlich treffen. Im Januar sind die US-Stahlimporte laut des amerikanischen Eisenerz- und Stahlinsituts (AISI) um 17% ggü. Dezember auf knapp 2,9 Mio. Tonnen gestiegen. Insbesondere die Importe der Stahlprodukte, die über 80% der gesamten Stahlimporte ausmachen, sind dabei stark um 23,8% gestiegen.

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