
Energie: Die Ölpreise haben von ihrem 3-Wochenhoch am Montag mittlerweile gut einen US-Dollar abgegeben. Brent handelt bei 66,4 USD je Barrel, WTI bei 62,8 USD je Barrel. Der festere Dollar und der vom API gemeldete Aufbau der US-Rohölvorräte um knapp 1 Mio. Barrel wirken belastend. Damit wurde der Lagerabbau in der Vorwoche wieder rückgängig gemacht. Sollte der heutige Lagerbericht des US-Energieministeriums dies bestätigen und neben steigenden US-Rohölvorräten auch eine weiter steigende US-Ölproduktion zeigen, dürften die Preise weiter nachgeben. Außerdem dürften Reuters und Bloomberg im Laufe des Tages ihre OPEC-Produktionsschätzungen für Februar bekanntgeben. Das gestrige Urteil des deutschen Bundesverwaltungsgerichts, Fahrverbote in Städten grundsätzlich zuzulassen, schmälert die Attraktivität von Dieselfahrzeugen immens, auch wenn noch lange nicht klar ist, ob und wie die betroffenen Städte diese Möglichkeit nutzen werden. Fakt ist: Nur 2,7 Mio. der 15 Mio. Diesel-PKW auf Deutschlands Straßen erfüllen die hohen Umweltstandards. Aber auch wenn der eine oder andere gezwungen wäre, kurzfristig umzusteigen und Benziner klar im Vorteil sind, ist festzuhalten: Noch wächst in Deutschland der Absatz an Dieselkraftstoff. Mit einem Plus von rund 2% im letzten Jahr ist er sogar leicht stärker gewachsen als der gerade mal knapp halb so hohe Absatz von Benzin (Grafik des Tages). Die gute Konjunktur treibt die Dieselnachfrage auch dieses Jahr. Nicht zuletzt aufgrund der aktuellen Kälte ist es deshalb wenig verwunderlich, dass der Crack-Spread Gasoil-Brent mit 13 USD je Barrel derzeit eher hoch ist.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CE9J1Y | Faktor Long | WTI Oil Future | Faktor: 8 |
| CE9J22 | Faktor Long | Brent Oil Future | Faktor: 8 |
| CE7XGS | Faktor Short | WTI Oil Future | Faktor: -8 |
| CE5YRG | Faktor Short | Brent Oil Future | Faktor: -8 |
Edelmetalle: Der Goldpreis ist nach der gestrigen Anhörung des Fed-Vorsitzenden Powell vor einem Kongressausschuss unter Druck geraten. Powell äußerte sich zuversichtlich zu den Aussichten der US-Wirtschaft und dem Erreichen des Inflationsziels. Eine Zinserhöhung bei der nächsten FOMC-Sitzung im März ist dadurch so gut wie sicher. Weitere Zinsschritte dürften im Jahresverlauf folgen. Die Aussagen Powells haben zu einem Anziehen der Zinserhöhungserwartungen, einem Anstieg der Anleiherenditen und einer Aufwertung des US-Dollar geführt. Gold verlor daraufhin seit gestern Nachmittag mehr als 1% und fiel in der Nacht bis auf 1.313 USD je Feinunze. Noch stärker als Gold stand gestern Platin unter Druck, das sich um fast 2% auf 980 USD je Feinunze verbilligte. Hier dürfte auch das gestrige Diesel-Urteil des Bundesverwaltungsgerichts eine Rolle gespielt haben (siehe Energie oben). Dadurch sinkt die Attraktivität für die Anschaffung eines Dieselautos weiter, was sich bremsend auf die Platinnachfrage auswirken dürfte. Platin kommt in Katalysatoren von Dieselmotoren zum Einsatz. Palladium verlor gestern zwar ebenfalls kräftig, erholt sich aber heute bereits wieder und ist inzwischen fast 70 USD je Feinunze teurer als Platin.
China hat im Januar auf Nettobasis 51,6 Tonnen Gold aus Hongkong importiert. Das waren jeweils ca. 20 Tonnen mehr als im Vormonat und im Vorjahr und zugleich die höchste Importmenge seit sechs Monaten. Eine Rolle dürfte dabei das chinesische Neujahrsfest gespielt haben, in dessen Vorfeld die Juweliere ihre Bestände aufgefüllt haben dürften.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CD5B2X | Faktor Long | Gold-Future | Faktor: 6 |
| CD5B34 | Faktor Short | Gold-Future | Faktor: -6 |
Industriemetalle: Der chinesische Einkaufsmanagerindex (PMI) für das Verarbeitende Gewerbe ist im Februar deutlich schwächer ausgefallen als erwartet. Der PMI ist mit 50,3 auf den niedrigsten Stand seit Juli 2016 gefallen und liegt nur geringfügig über der Schwelle, die Expansion von Kontraktion unterscheidet. Dies, gepaart mit einem stärkeren US-Dollar, der nach Kommentaren des neuen Fed-Vorsitzenden Powell merklich zugelegt hat, und fallenden Aktienmärkten belastet heute die Metallpreise. Zur negativen Stimmung unter den Einkäufern dürfte auch die Entscheidung der chinesischen Parteiführung beigetragen haben, die Amtszeit von Staatspräsident Xi Jingping nicht länger auf zwei Fünfjahres-Perioden zu begrenzen. Diesen Vorschlag des Zentralkomitees wird der Nationale Volkskongress, der nächste Woche in Peking zusammentritt, sicherlich bestätigen. Auch wenn dies spätestens nach dem 19. Kongress der Kommunistischen Partei Chinas im letzten Oktober keine wirkliche Überraschung mehr ist und Xi aktuell bereits so viel Macht auf sich vereint hat wie vor ihm nur Mao Zedong, dürfte der Investitionsentscheidung von Unternehmen in China zusetzen. Denn damit würde nicht nur das seit 40 Jahren geltende Prinzip der „kollektiven Führung“ aufgegeben, auch würden die Chancen für größere politische und wirtschaftspolitische Reformen wie eine Öffnung des Marktes merklich sinken. Der Fokus dürfte dagegen langfristig vor allem auf Stabilität, Nachhaltigkeit und Risikovermeidung liegen, kein Grund also für Konjunktureuphorie und höhere Wachstumsraten.
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