28.02.18, 09:05

EUR/USD testet Support

Am deutschen Aktienmarkt dominierten am Dienstag trotz eines schwächeren Euro die roten Vorzeichen. Der neue Fed-Chef Jerome Powell signalisierte in seiner Rede am Nachmittag vor dem US-Repräsentantenhaus eine Fortsetzung des moderaten geldpolitischen Straffungskurses. An den Märkten setzte sich eine leicht falkenhafte Interpretation der gesamten Anhörung durch. Der DAX schloss 0,28 Prozent tiefer bei 12.491 Punkten. Der MDAX der mittelgroßen Werte büßte 0,23 Prozent auf 26.334 Punkte ein. Für den TecDAX ging es gegen den Trend um 0,11 Prozent nach oben auf 2.622 Zähler. Unter den 110 größten Werten gab es 48 Gewinner (44%) und 60 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 60 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX betrug 92,6 Millionen Aktien (Vortag: 80,7) im Wert von 3,91 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,82). Bei der Sektorenperformance hatten Banken die Nase vorne (+1,12%), gefolgt von Technologiewerten (+0,74%) und Medientiteln (+0,45%). Am deutlichsten verloren Telekommunikationswerte (-1,60%), Konsumwerte (-1,07%) und Chemiewerte (-1,02%). Spitzenreiter im DAX war Fresenius SE mit einem Aufschlag von 4,42 Prozent. Neben der Vorlage von Rekordzahlen wirkte das mögliche Scheitern der von Analysten kritisch gesehenen Übernahme von Akorn in den USA beflügelnd. RWE verbesserte sich dahinter gestützt von Übernahmespekulationen um die Tochter Innogy um 1,36 Prozent. ProSiebenSat.1 Media notierte 1,29 Prozent fester. Beiersdorf hielt nachrichtenlos die rote Laterne mit einem Abschlag von 2,67 Prozent. Henkel büßte 2,37 Prozent ein. BASF fiel um 2,11 Prozent. Hier enttäuschte die Dividendenanhebung um lediglich 10 Cent auf 3,10 EUR. Im TecDAX haussierte Aixtron nach positiv aufgenommenen Jahreszahlen um 12,77 Prozent.

An der Wall Street gerieten die Indizes mit der Spekulation auf einen möglicherweise steileren Zinspfad der Fed im Handelsverlauf deutlicher unter Druck. Der Dow schloss 1,16 Prozent tiefer bei 25.410 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 gab um 1,26 Prozent auf 6.900 Zähler nach. 75 Prozent der Werte an der NYSE verbuchten Verluste. Das Abwärtsvolumen lag bei 86 Prozent. 96 neuen 52-Wochen-Hochs standen 56 neue Tiefs gegenüber. Alle Sektoren endeten im negativen Terrain. Am kräftigsten fielen die Verluste bei Immobilienwerten und Herstellern zyklischer Konsumgüter (Consumer Discretionary) aus.

Am Devisenmarkt wertete der US-Dollar nach dem Auftritt des neuen Fed-Chefs Powell gegenüber allen anderen Hauptwährungen auf. Der Dollar-Index stieg bis zum Ende des New Yorker Handels um 0,57 Prozent auf 90,36 Punkte. Der Euro präsentierte sich gegenüber fast allen anderen Majors schwächer. EUR/USD gab um 0,67 Prozent auf 1,2233 USD nach. Das Devisenpaar testet damit nun den wichtigen Supportbereich bei 1,2206/1,2213 USD, der aus dem Februar-Tief und der 50-Tage-Linie resultiert. Darunter wäre ein unmittelbarer Rutsch in Richtung 1,2089/1,2092 USD möglich. Der kurzfristige Abwärtstrend bleibt unterhalb des Widerstands bei 1,2325-1,2355 USD intakt.

Der S&P GSCI Rohstoffindex notierte belastet vom festen US-Dollar 0,79 Prozent tiefer bei 450,09 Punkten. Brent-Öl verbilligte sich um 1,48 Prozent auf 66,50 USD. Comex-Kupfer verlor 1,25 Prozent auf 3,16 USD. Gold handelte mit einem Abschlag von 1,03 Prozent bei 1.319 USD (1.078 EUR). Silber, Platin und Palladium verloren zwischen 1,23 und 1,99 Prozent.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf 0,46 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete ebenfalls einen Basispunkt höher bei 0,67 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,07 Prozent tiefer bei 159,26 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes kletterte um vier Basispunkte auf 2,90 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte boten heute früh durch die Bank ein schwaches Bild. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 0,86 Prozent auf 177,45 Punkte. Neben den schwachen Vorgaben von der Wall Street belasteten auch enttäuschende Konjunkturdaten aus China und Japan. Der chinesische Einkaufsmanagerindex für die Industrie gab im Februar um einen Punkt auf 50,3 Punkte nach und befindet sich somit nur noch knapp oberhalb der Expansionsschwelle. Analysten hatten im Schnitt lediglich einen Rückgang auf 51,2 Zähler erwartet. Der entsprechende Index für den Servicesektor fiel derweil von zuvor 55,3 auf 54,4 Punkte. Allerdings könnten die genannten Daten durch die Lage des chinesischen Neujahrsfestes verzerrt worden sein. Die Industrieproduktion in Japan sackte im Januar um 6,6 Prozent gegenüber dem Vormonat ab. Dies war der stärkste Rückgang seit März 2011, als die drittgrößte Volkswirtschaft von den Folgen des Erdbebens, Tsunamis und der Nuklearkatastrophe in Fukushima getroffen wurde. Daneben enttäuschten auch die Einzelhandelsumsätze Nippons mit einem stärker als erwarteten Rückgang.

Heute sind von der Makroseite vor allem die Verbraucherpreise in der Eurozone sowie die Daten zum US-BIP relevant. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von Bayer, SAP, Aareal Bank, Klöckner & Co, Dürr, Salzgitter, Dialog Semiconductor, MLP, Erste Group Bank, Hapag-Lloyd, Repsol, Brain Technology Research and Information, Carrefour und Isra Vision Systems.

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