27.02.18, 13:17

USA bald weltgrößter Ölproduzent

Energie: Die Ölpreise verteidigen ihre zuletzt erzielten Zuwächse. Brent handelt bei 67,5 USD je Barrel, WTI knapp unterhalb von 64 USD je Barrel. Ob sie diese Niveaus halten oder sogar noch weiter ausbauen können, wird maßgeblich von den US-Lagerdaten abhängen. Schließlich war der unerwartete Lagerabbau in der Vorwoche Auslöser für den jüngsten Preisanstieg. Das API veröffentlicht die Lagerdaten heute Abend nach Handelsschluss, das US-Energieministerium die offizielle Statistik morgen Nachmittag. Wir teilen die Erwartung der Marktteilnehmer, wonach es in der letzten Woche zu einem Lageraufbau gekommen sein sollte. Denn der deutliche Rückgang der (Netto-)Importe, der den Lagerabbau in der vorherigen Woche erst möglich gemacht hat, dürfte zumindest teilweise korrigiert werden. Die Ölpreise sollten in der Folge unter Druck geraten. Ebenfalls voraussichtlich morgen veröffentlichen die Nachrichtenagenturen Reuters und Bloomberg ihre Umfragen zur OPEC-Produktion im Februar. Diese dürften wegen der nach wie vor hohen unfreiwilligen Ausfälle in Venezuela weiterhin eine deutliche Übererfüllung der Produktionskürzungen zeigen. Dies verhindert ein erneutes Überangebot. Denn gleichzeitig steigt die US-Ölproduktion deutlich. Laut dem Chef der Internationalen Energieagentur, Birol, werden die USA spätestens im nächsten Jahr Russland als weltgrößten Ölproduzenten ablösen. Aktuell liegt die US-Rohölproduktion bei 10,3 Mio. Barrel pro Tag, die Fördermenge Russlands bei knapp 11 Mio. Barrel pro Tag. Laut Schätzung der US-Energiebehörde werden die USA dieses Niveau schon Ende 2018 übertreffen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9J1Y Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8
CE9J22 Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8
CE7XGS Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8
CE5YRG Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: Gold hat seine zwischenzeitlichen Gewinne von gestern nicht halten können. Es handelt im Vorfeld der heutigen Anhörung des neuen Fed-Vorsitzenden Jerome Powell vor dem US-Kongress wieder bei gut 1.330 USD je Feinunze. Powell dürfte vor allem die Kontinuität der Geldpolitik nach seiner Amtsübernahme betonen. Der Fokus der Marktteilnehmer wird aber wohl auf dem Zinsausblick der US-Notenbank liegen. Powells Statement wird vorab um 14:30 Uhr MEZ veröffentlicht, die Anhörung startet um 16:00 Uhr. Den spannendsten Teil dürfte die Fragerunde im Anschluss an die Anhörung darstellen. Je nachdem was Powell signalisiert, dürfte dies über den EUR-USD-Wechselkurs Auswirkungen auf den Goldpreis haben.
China hat im Januar neben Gold (siehe die Schweizer Handelsdaten in unserer TagesInfo Rohstoffe vom 20. Februar) auch viel Silber importiert. Daten der Zollbehörde zufolge wurden 493 Tonnen eingeführt, 85% mehr als im Vorjahr. Dies waren zugleich die höchsten Silberimporte seit 7½ Jahren. Der globale Silbermarkt war im Januar dennoch nicht knapp, da die ETF-Investoren im letzten Monat fast 400 Tonnen Silber verkauft haben. China hat im Januar auch mehr Palladium eingeführt (+18%). Die Platinimporte sind dagegen um knapp 7% gefallen. Heute will das Bundesverwaltungsgericht darüber entscheiden, ob Fahrverbote für Dieselautos in deutschen Städten rechtens sind. Das Urteil wird mit Spannung erwartet, denn es dürfte Auswirkungen auf die Nachfrage nach Dieselautos und damit Platin haben.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2X Faktor Long Gold-Future Faktor: 6
CD5B34 Faktor Short Gold-Future Faktor: -6

Industriemetalle: Im Januar wurden gemäß Daten des Weltstahlverbands global 139,4 Mio. Tonnen Stahl hergestellt. Dies ist ein Plus von 1,4% gegenüber dem Vormonat und von 0,8% gegenüber dem Vorjahr. Der Rückgang im November, der im Wesentlichen auf die behördlich angeordneten Produktionskürzungen in China zurückzuführen war, wird somit weiter aufgeholt. Die anhaltend hohen Stahlpreise machen die Stahlproduktion zudem attraktiv. Auf Länderebene hat Indien im Vergleich zum Vorjahr deutlich mehr Stahl produziert und dadurch auf Monatsbasis zu Japan aufgeschlossen. Die höchste Steigerungsrate wies die Türkei aus (+7,6%). Dagegen ist die Stahlproduktion in den USA um 2,2% gefallen, was US-Präsident Trump bei der Einführung möglicher Importbeschränkungen auf Stahl in die Hände spielen dürfte.
Unterdessen haben offiziell die Verhandlungen über die nächste Quartalsprämie für Aluminium in Japan begonnen. Laut Industriekreisen bieten die globalen Aluminiumproduzenten ihren japanischen Kunden einen Aufschlag von 133-135 USD je Tonne an. Dies wären bis zu 31% mehr als im laufenden Quartal. Die deutlich höhere Forderung der Produzenten ist wohl in erster Linie auf den starken Anstieg der physischen Prämien in den USA zurückzuführen. Denn diese liegen mittlerweile bei rund 320 USD je Tonne auf dem höchsten Stand seit fast drei Jahren. Grund des Anstiegs in den USA ist unter anderem die Verunsicherung, wie sich die möglichen Importbeschränkungen auf die Verfügbarkeit von Aluminium auswirken werden.

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