
Energie: Die Ölpreise setzen ihren Anstieg zu Beginn der neuen Handelswoche fort. Brent steigt auf 67,5 USD je Barrel, WTI auf knapp 64 USD je Barrel. In den letzten beiden Handelswochen sind die Preise um mehr als 7% gestiegen, obwohl bei Brent als auch bei WTI die spekulativen Netto-Long-Positionen zuletzt drei Wochen in Folge zurückgingen. Für Rückenwind sorgten zuletzt ein unerwarteter Abbau der Rohöllagerbestände in den USA (siehe TagesInfo Rohstoffe von 23. Februar) und Nachrichten aus Saudi-Arabien und Libyen. Laut Energieminister al-Falih liegt die saudi-arabische Ölproduktion im laufenden Quartal deutlich unter der Vorgabe aus dem Kürzungsabkommen. Die Ölexporte sollen sich zwischen Januar und März im Durchschnitt auf weniger als 7 Mio. Barrel pro Tag belaufen. Zudem äußerte sich al-Falih zuversichtlich, dass die Produktionskürzungen im nächsten Jahr auslaufen können. In Libyen musste die Produktion auf dem El Feel-Ölfeld aufgrund von Protesten gestoppt werden. In der Folge kommt es zu Lieferausfällen. Das betroffene Ölfeld hat zwar lediglich eine Produktionskapazität von 70 Tsd. Barrel pro Tag. Aufgrund von Produktionsausfällen in Venezuela ist der Markt aber bereits künstlich verknappt und die anderen OPEC-Länder sind offensichtlich nicht bereit, diese Ausfälle auszugleichen. Dies unterstreichen die oben aufgeführten Aussagen. Zudem gab al-Falih kürzlich zu verstehen, dass man den Ölmarkt lieber etwas zu knapp halten werde als die Produktion zu früh auszuweiten. Der fünfte Wochenanstieg der US-Ölbohrungen in Folge blieb folgenlos, zumal dieser laut Baker Hughes mit nur einer zusätzlichen Bohrung gering ausfiel.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CE9J1Y | Faktor Long | WTI Oil Future | Faktor: 8 |
| CE9J22 | Faktor Long | Brent Oil Future | Faktor: 8 |
| CE7XGS | Faktor Short | WTI Oil Future | Faktor: -8 |
| CE5YRG | Faktor Short | Brent Oil Future | Faktor: -8 |
Edelmetalle: Gold steigt am Morgen um 10 USD auf 1.340 USD je Feinunze. Auftrieb geben ein schwächer US-Dollar und fallende Anleiherenditen. Festere Aktienmärkte stellen dagegen kein Hindernis dar. Der Fokus der Marktteilnehmer liegt auf der morgigen Anhörung des neuen Fed-Vorsitzenden Powell vor dem US-Kongress. Es wird gleichzeitig der erste öffentliche Auftritt von Powell seit seiner Ernennung zum Fed-Chef sein. Sollte Powell dort weitere Zinserhöhungen in Aussicht stellen, könnte der Goldpreis mit neuerlichen Abschlägen reagieren. Derzeit preisen die Fed Fund Futures knapp drei Zinserhöhungen bis zum Jahresende ein. Vor diesem Hintergrund gilt es auch auf die Inflationsdaten am Donnerstag zu achten. Morgen veröffentlicht die Statistikbehörde Hongkong Daten zu den Goldexporten nach China für Januar. Diese dürften im Vorfeld des Neujahresfestes stärker ausgefallen sein als in den Vormonaten. Platin steigt im Schlepptau von Gold wieder über die Marke von 1.000 USD je Feinunze, Palladium auf 1.060 USD je Feinunze. Hier stehen die US-Fahrzeugabsätze für Februar am Donnerstag im Fokus. Der Markt rechnet mit einem leichten Anstieg, was Palladium Unterstützung geben könnte. Die spekulativen Finanzanleger haben bei Gold in der Woche zum 20. Februar erstmals seit vier Wochen ihre Netto-Long-Positionen ausgeweitet. Bei Silber hingegen kam es zu einem nochmaligen Anstieg der spekulativen Netto-Short-Positionen. Dies ist konsistent mit dem Anstieg des Gold/Silber-Verhältnisses auf gut 81 in der Berichtswoche.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CD5B2X | Faktor Long | Gold-Future | Faktor: 6 |
| CD5B34 | Faktor Short | Gold-Future | Faktor: -6 |
Industriemetalle: Laut dem Aluminiumproduzenten Rusal wurden im Vorjahr weltweit 63,5 Mio. Tonnen Primäraluminium hergestellt, 5,7% mehr als 2016. Vor allem in China sei die Produktion um 9,5% auf 36,4 Mio. Tonnen gestiegen. Diese Zahlen stimmen zwar mit den SMM-Daten nahezu überein, sind allerdings deutlich höher als die der offiziellen chinesischen Statistiken oder des Internationalen Aluminiuminstituts (IAI). Das IAI weist zwar lediglich einen Anstieg um 2% auf 32,26 Mio. Tonnen aus, veröffentlicht seit zwei Jahren jedoch auch die „nicht berichtete“ Produktion, die allein im Vorjahr bei 3,65 Mio. Tonnen liegen dürfte. Man kann hoffen, dass der seit Monaten andauernde Kampf der chinesischen Regierung gegen die „illegalen“ Schmelzen für eine nachhaltige Bereinigung des Überangebots und mehr Transparenz sorgen wird. Im Vorjahr seien Schmelzkapazitäten von über 10 Mio. Tonnen jährlich dauerhaft stillgelegt worden. Darüber hinaus wurde im Winter aus umweltpolitischen Gründen die Produktion von Aluminium und Tonerde reduziert. Dennoch zeigen die jüngsten Handelsdaten, dass trotz der Produktionsdrosselung die Exporte von Aluminiumprodukten im Dezember und Januar jeweils über 390 Tsd. Tonnen netto lagen. Dies deutet darauf hin, dass auf dem Aluminiummarkt eine gute Versorgungslage herrscht. Für die mittelfristige Preisentwicklung dürfte auch die bevorstehende Entscheidung der US-Regierung in Bezug auf Strafzölle auf US-Aluminiumimporte eine wichtige Rolle spielen. Wir halten eine weitere Preiskorrektur bei Aluminium aktuell für wahrscheinlich.
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