Am deutschen Aktienmarkt dominierten zur Wochenmitte die negativen Vorzeichen. Die Anleger hielten sich vor dem am Abend veröffentlichten Protokoll (Minutes) der letzten US-Notenbanksitzung zurück. Der DAX schloss 0,13 Prozent tiefer bei 12.470 Punkten. Der MDAX der mittelgroßen Werte notierte 0,10 Prozent schwächer bei 26.272 Punkten. Gegen den Trend konnte der TecDAX um 0,43 Prozent auf 2.603 Zähler zulegen. Unter den 110 größten Werten gab es 51 Gewinner (47%) und 58 Verlierer. Das Abwärtsvolumen betrug 65 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX lag bei 86,0 Millionen Aktien (Vortag: 89,8) im Wert von 3,32 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 4,73). Die stärksten Sektoren waren Banken (+1,22%), Immobilien (+0,87%) und Chemie (+0,46%). Am deutlichsten verloren Rohstoffwerte (-1,56%), Konsumwerte (-0,98%) und Versorger (-0,81%). Den Spitzenplatz im DAX belegte die Aktie der Deutschen Börse mit plus 2,85 Prozent. Der Börsenbetreiber übertraf mit seinen Zahlen die Markterwartungen und lieferte einen optimistischen Ausblick. Linde und Lufthansa gewannen 1,83 und 1,54 Prozent hinzu. Die rote Laterne hielt RWE mit einem Verlust von 2,18 Prozent. Merck und Adidas verloren 1,38 beziehungsweise 1,09 Prozent. Im TecDAX ragte die GFT-Aktie hervor mit einem Kurssprung um 14,26 Prozent nach positiv aufgenommenen Jahreszahlen.
An der Wall Street zeigten die Indizes nach der Veröffentlichung des Fed-Protokolls kurzzeitig einen Ausschlag nach oben, entschieden sich dann jedoch auf Tauchstation zu gehen. Aus dem Protokoll ergab sich, dass die Notenbanker noch optimistischer für das weitere Wirtschaftswachstum geworden sind. Der verbesserte Ausblick spreche für weitere Zinserhöhungen. Der Dow schloss 0,66 Prozent tiefer bei 24.798 Punkten. Für den Nasdaq 100 ging es um 0,30 Prozent abwärts auf 6.759 Zähler. 52 Prozent der Werte an der NYSE endeten im negativen Terrain. Das Abwärtsvolumen betrug 71 Prozent. 81 neuen 52-Wochen-Hochs standen 73 neue Tiefs gegenüber. Alle Sektoren bis auf Finanz und Industrie verzeichneten Abgaben. Am deutlichsten abwärts ging es mit Immobilienwerten und Energietiteln.
Am Devisenmarkt konnte der US-Dollar seine Erholungsrally ausdehnen und wertete gegenüber allen anderen Hauptwährungen auf. Der Dollar-Index stieg um 0,41 Prozent auf 90,09 Punkte. EUR/USD fiel um 0,39 Prozent auf 1,2289 USD. Bei den anderen Majors fielen der Franken durch Stärke und der Austral-Dollar sowie das Pfund Sterling durch Schwäche auf.
Der S&P GSCI Rohstoffindex notierte 0,34 Prozent tiefer bei 442,71 Punkten. Brent-Öl gab um 0,38 Prozent auf 65,00 USD nach. Der Preis für US-Erdgas stieg um 1,02 Prozent auf 2,68 USD. Comex-Kupfer kletterte um 0,36 Prozent auf 3,20 USD. Gold verbilligte sich um 0,39 Prozent auf ein Wochentief bei 1.326 USD (1.077 EUR). Platin und Palladium fielen um 0,98 beziehungsweise 0,79 Prozent. Gegen den Trend verteuerte sich Silber um 0,26 Prozent auf 16,48 USD.
Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf 0,48 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete einen Basispunkt tiefer bei 0,72 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,09 Prozent tiefer bei 158,23 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes zog nach den FOMC-Minutes um deutliche sechs Basispunkte auf ein 4-Jahres-Hoch bei 2,94 Prozent an.
Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh überwiegend schwächer. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 0,80 Prozent auf 175,74 Punkte. Gegen den Trend verbuchte der Shanghai Composite nach der langen Feiertagspause aufgrund des chinesischen Neujahrsfestes einen kräftigen Aufschlag (+1,95%).
Heute steht von der Makroseite der ifo-Geschäftsklimaindex für den Februar im Zentrum des Interesses. Die Konsensschätzung lautet auf einen Rückgang von zuvor 117,6 auf 117,0 Punkte. Unternehmensseitig richtet sich der Blick auf Geschäftszahlen von unter anderem Deutsche Telekom, Henkel, Prosiebensat1 Media, TAG Immobilien, Fuchs Petrolub, Adva Optical Networking, Axa, Ströer, Fielmann, Gerresheimer, Indus Holding, Telefonica, Krones, Anglo American, Barclays und British American Tobacco (BAT). Nach US-Börsenschluss berichten Hewlett Packard und Hewlett Packard Enterprise über den Geschäftsverlauf. Impulse für die Autobauer könnten zudem vom Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zu den Diesel-Fahrverboten ausgehen.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CV5FNB | Call | Deutsche Börse AG | Hebel: 6,4 |
| CV6H83 | Put | Deutsche Börse AG | Hebel: 6,6 |
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