
Energie: Die Ölpreise befinden sich weiter auf Erholungskurs. Brent kostet am Morgen 65,7 USD je Barrel, WTI 62,7 USD je Barrel. Die Preisdifferenz zwischen den beiden Ölsorten ist gleichzeitig auf das niedrigste Niveau seit sechs Monaten zusammengelaufen. Grund hierfür ist der kräftige Rückgang der Rohöllagerbestände in Cushing, dem Auslieferungspunkt für WTI (siehe TagesInfo Rohstoffe vom 15. Februar). Zum einen fließt derzeit wegen der Drosselung der Keystone-Pipeline weniger Rohöl von Kanada nach Cushing. Zum anderen fließt aufgrund neuer Pipelinekapazitäten mehr Rohöl aus Cushing ab. Light Louisiana Sweet, die Referenzsorte für vergleichbares Öl an der US-Golfküste, kostet sogar nur noch 2 USD mehr als WTI. Für Raffinerien an der Golfküste macht es daher kaum noch Sinn, WTI aus Cushing zu erwerben. Bei einem weiteren Zusammenlaufen der Preisdifferenz würde es sogar unwirtschaftlich. Dies dürfte einen weiteren Rückgang der Preisdifferenz erschweren. Laut Daten der Joint Organisations Data Initiative (JODI) hat Saudi-Arabien im Dezember fast 1 Mio. Barrel pro Tag weniger Rohöl exportiert als im Vorjahr. Die Rohöllagerbestände des größten OPEC-Produzenten sanken im Vorjahresvergleich um 27,6 Mio. auf 245 Mio. Barrel. Die Produktionskürzungen zeigen also den gewünschten Erfolg. Allerdings geschieht dies auf Kosten des Verlustes von Marktanteilen an die US-Schieferölproduzenten. Laut OPEC-Generalsekretär Barkindo gewinnt der Marktausgleich dank der hohen Umsetzung der Produktionskürzungen durch OPEC und Nicht-OPEC von 133% im Januar an Dynamik. Dies steht allerdings im Widerspruch zum gemeldeten Anstieg der Ölvorräte im Januar.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CE9J1Y | Faktor Long | WTI Oil Future | Faktor: 8 |
| CE9J22 | Faktor Long | Brent Oil Future | Faktor: 8 |
| CE7XGS | Faktor Short | WTI Oil Future | Faktor: -8 |
| CE5YRG | Faktor Short | Brent Oil Future | Faktor: -8 |
Edelmetalle: Gold gibt weiter nach und rutscht unter 1.340 USD je Feinunze, da der US-Dollar wieder etwas aufwertet. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen steigt ebenfalls leicht an, was wohl ein weiterer Belastungsfaktor für den Goldpreis ist. Gold in Euro hält sich etwas besser bei gut 1.080 EUR je Feinunze. Silber wird von Gold mit nach unten gezogen und verliert überproportional. Das Gold/Silber-Verhältnis steigt entsprechend auf über 81, der höchste Stand seit April 2016. Die Schwäche von Silber ist für uns angesichts der festen Industriemetallpreise nicht nachvollziehbar. Platin und Palladium geben im Einklang mit Gold nach, wobei Platin zeitweise wieder unter 1.000 USD je Feinunze fällt.
Die Schweiz hat Daten der Zollbehörde zufolge im Januar nur etwas mehr als 107 Tonnen Gold exportiert. Allerdings wurden auch letztes Jahr nur kleinere Mengen Gold in den ersten beiden Monaten ausgeführt. Die Exporte nach China und Hongkong haben dabei im Jahresvergleich deutlich um 70% auf zusammen 66 Tonnen angezogen, was wir auf eine höhere Goldnachfrage im Vorfeld des chinesischen Neujahrsfestes zurückführen. Dagegen waren die Ausfuhren nach Indien im Januar mit gut 14 Tonnen nur noch etwa halb so hoch wie im Vorjahr. Letzte Woche hatte bereits das indische Handelsministerium von einem deutlichen Rückgang der Goldimporte im Januar berichtet. Auch Thomson Reuters GFMS hatte von einer schwachen indischen Goldnachfrage gesprochen (siehe TagesInfo Rohstoffe vom 7. Februar).
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CD5B2X | Faktor Long | Gold-Future | Faktor: 6 |
| CD5B34 | Faktor Short | Gold-Future | Faktor: -6 |
Industriemetalle: In Abwesenheit der US- und chinesischen Händler haben die Industriemetalle gestern mit Ausnahme von Aluminium allesamt nachgegeben. Mit einem Verlust von 2,4% war Nickel der größte Verlierer. Wir führen dies auf Gewinnmitnahmen zurück, nachdem der Nickelpreis letzten Donnerstag bei gut 14.400 USD je Tonne den höchsten Stand seit Mai 2015 erreicht hatte. Der Preisanstieg dürfte stark spekulativ getrieben gewesen sein, was die LME-Statistik heute wohl belegen wird. Das philippinische Institut für Bergbau und Geowissenschaften hat gestern berichtet, dass die philippinische Nickelminenproduktion im letzten Jahr um gut 6% auf 23,35 Mio. Tonnen gefallen ist. 13 der 30 Nickelminen im Land haben demnach im letzten Jahr gar kein Nickel produziert, da sie wegen Umweltbelangen geschlossen waren. Weitere Minen mussten zeitweise ihren Betrieb einstellen. Alle betroffenen Minen haben beim Umweltministerium einen Antrag auf erneute Überprüfung der Schließungsanordnungen gestellt. Derzeit werden die Beschwerden der Minen überprüft, ein Ergebnis soll im März vorliegen. Es wird damit gerechnet, dass einige Minen wieder ihren Betrieb aufnehmen dürfen, womit dem globalen Nickelmarkt wieder mehr Angebot zur Verfügung stehen würde. Auch aus Indonesien wird wieder mehr Nickelangebot an den Markt kommen. Das Energie- und Bergbauministerium hat weitere Exportquoten für Nickelerz vergeben. Die bessere Versorgung des Marktes spricht unseres Erachtens für eine Korrektur des Nickelpreises.
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