Energie: Die Ölpreise starten mit leichten Zuwächsen in die neue Handelswoche und setzen damit ihre in der letzten Woche begonnene Erholung fort. Brent handelt bei 65 USD je Barrel, WTI bei 62 USD je Barrel. Für Rückenwind sorgen freundliche Aktienmärkte – der S&P 500 verzeichnete den stärksten Wochengewinn seit fünf Jahren – und geopolitische Spannungen im Nahen Osten. So hat der israelische Ministerpräsident Netanjahu dem Iran aufgrund dessen Aktivitäten in Syrien offen mit Gegenmaßnahmen gedroht. Auch das militärische Vorgehen der Türkei im Norden Syriens birgt Konfliktpotenzial, da die dort von der Türkei bekämpfte Kurdenmiliz von den USA unterstützt wird. Wie die Positionierungsdaten von CFTC und ICE zeigen, war der kräftige Rückgang der Ölpreise vor zwei Wochen stark auf spekulative Verkäufe zurückzuführen. Die Finanzanleger haben ihre Netto-Long-Positionen bei Brent in der Woche zum 13. Februar um 4,8% auf 553,8 Tsd. Kontrakte reduziert, bei WTI um 4,1% auf 448,4 Tsd. Kontrakte. Bei Brent ist das der niedrigste Stand seit Mitte Dezember. In der Berichtswoche war Brent um 6% gefallen und hatte im Tief 62 USD erreicht. Der Preisanstieg seither spricht für einen erneuten Aufbau von Netto-Long-Positionen. Das Anstiegspotenzial sollte aufgrund der stark steigenden US-Ölproduktion begrenzt sein. Laut Baker Hughes stieg die Zahl der aktiven Ölbohrungen in den USA in der letzten Woche um weitere 7 auf 798. Das war der vierte Wochenanstieg in Folge und das höchste Niveau seit April 2015. Binnen Jahresfrist ist die Bohraktivität um 201 Ölbohrungen gestiegen.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CE9J1Y | Faktor Long | WTI Oil Future | Faktor: 8 |
| CE9J22 | Faktor Long | Brent Oil Future | Faktor: 8 |
| CE7XGS | Faktor Short | WTI Oil Future | Faktor: -8 |
| CE5YRG | Faktor Short | Brent Oil Future | Faktor: -8 |
Edelmetalle: Der Goldpreis ist am Freitag im Zuge eines festen US-Dollar und steigender Aktienmärkte wieder unter 1.350 USD je Feinunze gefallen, wo er auch heute Morgen noch handelt. Während Silber von Gold mit nach unten gezogen wurde, legten Platin und Palladium zu. Die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs verzeichneten am Freitag einen Zufluss von 5,4 Tonnen und machten damit den Abfluss des Vortages mehr als wett. Bei den Palladium-ETFs gab es dagegen mit 16 Tsd. Unzen den nächsten großen Tagesabfluss, womit sich die Abflüsse seit Jahresbeginn mittlerweile auf rund 130 Tsd. Unzen summieren. Gemäß CFTC-Statistik haben sich die spekulativen Finanzinvestoren bei allen Edelmetallen in der Woche zum 13. Februar weiter spürbar zurückgezogen. Bei Gold wurden die Netto-Long-Positionen um 7% reduziert, bei Silber gab es erstmals seit sieben Wochen wieder Netto-Short-Positionen. Am stärksten fiel der Abbau der Netto-Long-Positionen bei Palladium aus, die nun wieder auf dem niedrigsten Stand seit 13 Monaten liegen. Der Rückzug der spekulativen Finanzanleger ging bei Palladium in der Berichtswoche mit einem Preisabschlag von 25 USD einher. Da Palladium mittlerweile aber 60 USD teurer ist als am Datenstichtag, dürften die Wetten auf steigende Preise auch wieder gestiegen sein. Morgen veröffentlicht die Schweiz ihre Handelsstatistik für Januar. Von Interesse für uns ist hierbei, wieviel Gold die Schweiz nach China und Indien exportiert hat, um zu sehen, wie der Jahresauftakt in den beiden weltweit größten Goldkonsumentenländern gelaufen ist.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CD5B2X | Faktor Long | Gold-Future | Faktor: 6 |
| CD5B34 | Faktor Short | Gold-Future | Faktor: -6 |

Industriemetalle: Die Metallpreise starten mit negativen Vorzeichen in die neue Woche. Der heutige Handelstag wird aber von einer sehr geringen Liquidität geprägt sein, da in den USA heute Feiertag ist und die chinesischen Märkte noch wegen des Neujahrsfestes geschlossen sind. Aluminium gibt zum Handelsstart einen Teil seiner kräftigen Gewinne von letztem Freitag wieder ab und notiert unter 2.200 USD je Tonne. Das US-Handelsministerium hat am Freitagnachmittag die Ergebnisse seiner Untersuchungen veröffentlicht, ob die Importe von Aluminium und Stahl die nationale Sicherheit der USA gefährden. Die Untersuchung wurde im April letzten Jahres angestoßen und die Ergebnisse wurden US-Präsident Trump bereits im Januar vorgelegt. Das Handelsministerium empfiehlt einerseits, die Importe von Aluminium und Stahl generell mit Zöllen von 7,7% bzw. mindestens 24% zu belegen. Andererseits könnten die USA laut des Handelsministeriums bei der Einführung von Zöllen auch selektiv vorgehen. Demnach ist im Gespräch, die Aluminiumimporte aus fünf Ländern – darunter China und Russland – mit einem Zoll von 23,6% zu belegen. Bei Stahl könnten auf Importe aus zwölf Ländern wie zum Beispiel China, Russland, Indien und Südkorea Zölle von 53% erhoben werden. Trump hat bis Mitte April Zeit, um zu entscheiden, ob er die empfohlenen Zölle einführt. Die USA schneiden sich damit aber gerade bei Aluminium unseres Erachtens ins eigene Fleisch. Denn im letzten Jahr wurde fast 90% des US-Aluminiumbedarfs durch Importe gedeckt. Zudem könnten die USA mit dieser Aktion einen Handelskrieg heraufbeschwören.
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