07.02.18, 11:35

USA werden zum größten Rohölproduzenten

Energie: Die Ölpreise erholen sich nach drei Verlusttagen am Morgen etwas. Brent steigt auf 67,5 USD je Barrel, WTI auf 64 USD je Barrel. Die einsetzende Erholung an den Aktienbörsen verhilft auch den Ölpreisen nach oben. Hinzu kommt ein überraschender Rückgang der US-Rohölvorräte um gut 1 Mio. Barrel in der letzten Woche, der gestern Abend nach Handelsschluss vom API berichtet wurde. Ob dieser heute Nachmittag vom US-Energieministerium bestätigt wird, darf allerdings bezweifelt werden. Denn die Rohölverarbeitung in den USA fällt derzeit, während die US-Rohölproduktion weiter zulegt. Das belegen auch die gestern von der US-Energiebehörde EIA veröffentlichten neuen Prognosen. Demnach soll die US-Rohölproduktion in diesem Jahr auf durchschnittlich 10,6 Mio. Barrel pro Tag steigen. Die bisherige Schätzung lag bei 10,3 Mio. Barrel pro Tag. Der Produktionsanstieg soll 1,3 Mio. Barrel pro Tag betragen. Auch das sind 300 Tsd. Barrel pro Tag mehr als die bisherige Prognose. Das Produktionsniveau von 11 Mio. Barrel pro Tag soll nun schon im 4. Quartal 2018 erreicht werden und damit ein Jahr früher als bislang erwartet. Das Ölpreisniveau ist zu hoch, um den Ölmarkt im Gleichgewicht zu halten, sofern die OPEC nicht freiwillig auf Marktanteile verzichtet. Die EIA erwartet außerdem, dass die USA bis 2022 und damit erstmals seit fast 70 Jahren zum Netto-Energieexporteur werden. Sie nennt den starken Produktionsanstieg bei Schieferöl und Schiefergas als einen wichtigen Grund. Hinzu kommt die nachfragedämpfende Wirkung durch eine verbesserte Energieeffizienz. Dies spricht für gedämpfte Energiepreise in den nächsten Jahren.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9J1Y Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8
CE9J22 Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8
CE7XGS Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8
CE5YRG Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: Die starke Erholung der Aktienmärkte – der Dow Jones Industrial Average hat gestern vom Tief zum Hoch um fast 5% zugelegt – hat den Goldpreis spürbar belastet. Er fiel zeitweise auf 1.320 USD je Feinunze. Begleitet wurde der Preisrückgang von einem hohen Abfluss aus den Gold-ETFs. Die Bestände der von Bloomberg erfassten Gold-ETFs wurden insgesamt um 7,4 Tonnen abgebaut, der SPDR Gold Trust in den USA verlor sogar gut 12 Tonnen. Thomson Reuters GFMS berichtete Anfang der Woche, dass die indischen Goldimporte im Januar im Vergleich zum Vorjahr um 37% auf 30 Tonnen zurückgegangen sind. Dies lag zum einen an den höheren Goldpreisen im Januar und an hohen Einfuhren im Dezember, die zu einem Lageraufbau führten. Zum anderen wurden Käufe zurückgehalten in der Erwartung, dass die Importsteuer auf Goldimporte im nächsten Fiskaljahr gesenkt wird. Die Importsteuer wurde aber unverändert beibehalten.
Neben Gold standen auch die anderen Edelmetalle unter Druck, wobei Palladium am stärksten verlor. Es näherte sich gestern der Marke von 1.000 USD je Feinunze und handelt aktuell unmittelbar an der charttechnisch wichtigen 100-Tage-Linie. Ein Unterschreiten dieser könnte zu technischen Anschlussverkäufen führen. Vom Rekordhoch Mitte Januar hat Palladium mittlerweile knapp 140 USD verloren. Auch bei Palladium gab es gestern einen spürbaren Abfluss aus den ETFs. Mit diesem sind aus den Palladium-ETFs seit Jahresbeginn mehr als 100 Tsd. Unzen bzw. 8% abgeflossen. Die Preisdifferenz zwischen Platin und Palladium hat sich auf weniger als 20 USD je Feinunze eingeengt.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2X Faktor Long Gold-Future Faktor: 6
CD5B34 Faktor Short Gold-Future Faktor: -6

Industriemetalle: Der Verband der europäischen Stahlhersteller, Eurofer, erwartet für dieses Jahr einen Anstieg der Stahlnachfrage in der EU um 1,4%. Die Wachstumsrate wäre damit genauso hoch wie im letzten Jahr. Vor allem die Stahlnachfrage des verarbeitenden Gewerbes und des Bausektors soll demnach robust bleiben. Die Eurofer sieht Risiken für die Stahlexporte der EU-Stahlproduzenten wegen des starken Euro. Sie zeigt sich aber vor allem weiter besorgt über die Stahlimporte in die EU. Diese gingen zwar laut Eurofer im letzten Jahr aufgrund von Schutzmaßnahmen im Außenhandel um rund 1% zurück, die „Gefahr“ steigender Importe bestünde aber weiterhin. Während die EU-Stahlimporte aus China, Russland und der Ukraine spürbar gefallen sind, wurde deutlich mehr Stahl aus Indien, Indonesien und der Türkei importiert. Das Stahlangebot bleibt dabei reichlich. Das auf die Analyse der Stahlmärkte spezialisierte Research-Institut MEPS schätzt, dass in diesem Jahr weltweit mehr als 1,7 Mrd. Tonnen Stahl hergestellt werden. Im letzten Jahr waren es knapp 1,7 Mrd. Tonnen. Während die Produktion in China stagnieren soll, dürfte sie laut MEPS außerhalb Chinas weiter ausgeweitet werden, allerdings nicht mehr so stark wie bisher. Dies spricht für eine anhaltend solide Nachfrage nach Eisenerz. Im letzten Monat wurde aber offenbar etwas weniger Eisenerz am seewärtigen Markt nachgefragt. Denn die Eisenerzexporte aus Port Hedland in Australien sind laut Angaben des Hafenbetreibers im Januar im Vergleich zum Vormonat um 11% gefallen.

Holen Sie sich das Marktgeschehen in die Hosentasche!

Sie sind immer auf der Suche nach spannenden Kapitalmarktthemen und aussichtsreichen Marktentwicklungen? Aber Sie haben keine Zeit um stets den gesamten Markt zu überblicken und nach den neusten Anlagelösungen zu suchen? Unser innovativer Service ist die Lösung!

Mit unserem neuen WhatsApp-Newsletter informieren wir Sie direkt aus dem Handelssaal der Commerzbank immer über die aktuellsten Marktentwicklungen. Wir machen Sie auf alle wichtigen Börsenereignisse aufmerksam udn senden Ihnen passende Analysen.

Melden Sie sich jetzt kostenlos an und holen Sie das Marktgeschehen auf Ihr Smartphone!

Hier geht`s zur Anmeldung!

Bitte beachten Sie den Disclaimer und die Risikohinweise
Bitte beachten Sie zusätzlich den wichtigen Hinweis zu allen abgebildeten Charts und Kursverläufen:
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Bei den hier dargestellten Inhalten handelt es sich um fremde Inhalte. Für diese fremden Inhalte ist ausschließlich der jeweilige Eingeber verantwortlich. Eine inhaltliche, redaktionelle Überprüfung durch die DZB Media GmbH erfolgt ausdrücklich nicht. Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang ergänzend den Haftungsausschluss unter https://www.zertifikateberater.de/impressum.

Sollte ein hier durch einen Eingeber distribuierter Inhalt aus Ihrer Sicht gegen geltendes Recht verstoßen, schicken Sie bitte eine Email an nc. Der gemeldete Inhalt wird umgehend überprüft und ggf. gesperrt.