07.02.18, 09:25

Jenoptik nach Zahlen unter Druck

Der deutsche Aktienmarkt setzte am Dienstag aufgrund der schwachen Vorgaben von der Wall Street seinen Kurseinbruch beschleunigt fort, konnte sich jedoch deutlich von den im frühen Geschäft notierten Tiefs absetzen. Der DAX schloss 2,32 Prozent tiefer bei 12.393 Punkten. In der Spitze hatte der Leitindex ein 5-Monats-Tief bei 12.233 Punkten verzeichnet. MDAX und TecDAX gaben um 1,84 und 2,89 Prozent nach. Die Kursverluste waren sehr breit angelegt. Von den in den drei Indizes enthaltenen 110 Werten verzeichneten lediglich vier (4%) Zugewinne und 106 Abgaben. Das Abwärtsvolumen erreichte mit 98 Prozent ein außergewöhnlich extremes Niveau. Das Gesamtvolumen im DAX lag bei 211,2 Millionen Aktien (Vortag: 117,5) im Wert von 8,87 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 4,60). Alle Sektoren endeten im Minus. Am stärksten verloren Versicherungen (-4,13%), Banken (-3,80%) und Softwaretitel (-2,70%). Kein DAX-Wert schaffte den Sprung in den positiven Bereich. Die rote Laterne hielt Munich Re nach negativ aufgenommenen Geschäftszahlen mit einem Minus von 5,32 Prozent. Commerzbank und Allianz notierten 4,49 und 3,80 Prozent tiefer. Im MDAX büßte Gerresheimer 5,35 Prozent ein. Hier belastete der überraschende Rücktritt des Konzernchefs. Im TecDAX brach Jenoptik nach der Vorlage von Quartalszahlen um 9,05 Prozent ein und testet nun die unterstützende 50-Tage-Linie.

An der Wall Street kam es im Handelsverlauf zu einem bullishen Turnaround. Zur Schlussglocke notierte der Dow Jones Index 2,32 Prozent höher bei 24.913 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 erholte sich um 2,61 Prozent auf 6.666 Zähler. 70 Prozent der Werte an der NYSE endeten im Plus. Das Aufwärtsvolumen lag bei 78 Prozent. Es gab 10 neue 52-Wochen-Hochs und 480 neue Tiefs. Die stärksten Sektoren waren Rohstoffe und Technologie. Im Minus notierten lediglich Versorger und Immobilienaktien.

Am Devisenmarkt notierte der Dollar-Index gegen Ende des US-Handels nach einem richtungslosen Geschäft 0,08 Prozent höher bei 89,69 Punkten. EUR/USD stieg um 0,10 Prozent auf 1,2379 USD. Bei den anderen Hauptwährungen fielen die beiden Rohstoffwährungen Austral-Dollar und Kanada-Dollar durch Stärke auf, während die sicheren Häfen Franken und Yen deutlich an Wert einbüßten.

Der S&P GSCI Rohstoffindex endete 0,93 Prozent tiefer bei 447,37 Punkten. Brent-Öl verbilligte sich um 1,08 Prozent auf 66,89 USD. Der Preis für US-Erdgas stieg um 0,58 Prozent auf 2,76 USD. Comex-Kupfer fiel um 0,42 Prozent auf 3,21 USD. Gold verlor 0,89 Prozent auf 1.321 USD (1.069 EUR). Silber, Platin und Palladium büßten zwischen 0,13 und 2,45 Prozent ein.

Am Rentenmarkt setzten die Renditen der Staatsanleihen ihre am Vortag begonnene Gegenbewegung fort. Die Umlaufrendite fiel um fünf Basispunkte auf 0,46 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete drei Basispunkte tiefer bei 0,70 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,33 Prozent tiefer bei 158,51 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes kletterte am Ende um zwei Basispunkte auf 2,79 Prozent. Im Tagesverlauf hatte sie ein Tief bei 2,65 Prozent erreicht.

Die asiatischen Aktienmärkte zeigten heute früh eine zunächst sehr deutliche Erholungsbewegung, büßten jedoch von den Tageshochs im Handelsverlauf wieder deutlich ein. Der MSCI Asia Pacific Index stieg zuletzt um 0,24 Prozent auf 173,57 Punkte. Gegen den Trend verbuchten der Kospi (-2,31%) und der Shanghai Composite (-1,74%) deutliche Kursverluste.

Heute richtet sich der Blick von der Makroseite auf die Daten zur deutschen Industrieproduktion im Dezember. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von Osram Licht, Rio Tinto, ABN Amro Holding, Delivery Hero, Sanofi, Glaxosmithkline und Vinci. Die Hannover Rück berichtet daneben über das Ergebnis der Vertragserneuerungsrunde. Nach US-Börsenschluss präsentiert Tesla seine Quartalsergebnisse.

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