
Energie: Die Ölpreise starten mit Abschlägen in die neue Handelswoche, nachdem sie schon am Freitag im Minus schlossen und einen Wochenverlust verzeichneten. Brent fällt am Morgen auf ein Monatstief von 67,7 USD je Barrel, WTI unter 65 USD je Barrel. Der Preisrückgang ist auf eine allgemeine Stimmungseintrübung zurückzuführen. So stehen die Aktienmärkte weltweit unter Druck. Es bestätigt sich somit, dass der starke Preisanstieg in den Wochen zuvor vor allem stimmungsgetrieben war. Zu sehen ist dies auch am kräftigen Anstieg der spekulativen Netto-Long-Positionen bei Brent und WTI im Januar. Bei Brent stiegen diese in der Woche zum 30. Januar auf ein neues Rekordniveau. Bei WTI wurde das Rekordniveau von Mitte Januar nahezu wieder erreicht. Fundamental lässt sich das hohe Preisniveau nur bedingt erklären. Zwar kürzte die OPEC ihre Produktion im Januar deutlich mehr als erwartet. Das war aber in erster Linie hohen unfreiwilligen Produktionsausfällen in Venezuela zu verdanken. Ohne diese entsprachen die Kürzungen in etwa den Vorgaben. Unterdessen steigt die US-Ölproduktion dank der hohen Preise kräftig. Die höhere Bohraktivität deutet auf eine Fortsetzung des Schieferölbooms in den USA hin. So stieg die Zahl der aktiven Ölbohrungen in der letzten Woche laut Baker Hughes um weitere sechs auf 765 und nähert sich damit wieder dem im August 2017 verzeichneten 2-Jahreshoch. Die US-Energiebehörde dürfte dem Rechnung tragen und ihre Projektion für die US-Rohölproduktion 2018 im morgigen Monatsbericht nochmals nach oben revidieren. Es ist daher vorstellbar, dass sich die Korrektur bei den Ölpreisen fortsetzt.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CE9J1Y | Faktor Long | WTI Oil Future | Faktor: 8 |
| CE9J22 | Faktor Long | Brent Oil Future | Faktor: 8 |
| CE7XGS | Faktor Short | WTI Oil Future | Faktor: -8 |
| CE5YRG | Faktor Short | Brent Oil Future | Faktor: -8 |
Edelmetalle: Die Edelmetalle kamen am Freitag nach der Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichtes unter Druck. Weniger überraschend war die Zahl der neu geschaffenen Stellen im Januar (200 Tsd.), sondern vielmehr der starke Lohnanstieg. Die Zuwachsrate von 2,9% war die höchste seit 2009. Die guten Arbeitsmarktdaten sind ein Argument für eine weitere Zinsanhebung der US-Notenbank Fed auf ihrer nächsten Sitzung im März. In Reaktion auf die Daten sprang die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen nach oben und der US-Dollar wertete auf, was wiederum die Edelmetalle belastete. In diesem Zusammenhang dürfte es auch zu Gewinnmitnahmen gekommen sein, da die spekulativen Finanzanleger gemäß CFTC-Statistik zuvor ihre Netto-Long-Positionen auf hohem Niveau beibehalten (Gold) oder ihre Wetten auf steigende Preise ausgeweitet hatten (Silber und Platin). Von dieser Seite her bestand und besteht unseres Erachtens noch immer beträchtliches Korrekturpotenzial für die Edelmetallpreise. Während Gold am Freitag um gut 1% gefallen ist, hat Silber überdurchschnittlich stark um fast 4% verloren. Das Gold/Silber-Verhältnis ist daher erstmals seit fast zwei Jahren wieder auf über 80 gestiegen. Das große Minus von Silber am Freitag dürfte auch auf technische Verkäufe zurückzuführen sein, da Silber unter die charttechnisch wichtigen 100- und 200-Tage-Linien gerutscht ist. Der Silberpreis sieht daher aus technischer Sicht angeschlagen aus, so dass sich der Preisrückgang noch fortsetzen könnte.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CD5B2X | Faktor Long | Gold-Future | Faktor: 6 |
| CD5B34 | Faktor Short | Gold-Future | Faktor: -6 |
Industriemetalle: Schwache Aktienmärkte rund um den Globus lassen die Metallpreise weitgehend kalt. Zwar setzen sie zu Wochenbeginn ihren Höhenflug nicht fort, sie stehen aber auch nicht nennenswert unter Druck. Einzig Nickel hat letzten Freitag stärker verloren und ist auf rund 13.500 USD je Tonne gefallen. Kupfer handelt heute Morgen weiter bei knapp 7.100 USD je Tonne, Aluminium kostet nach wie vor rund 2.200 USD je Tonne und Zink notiert noch bei gut 3.500 USD je Tonne. Im Vorfeld des Ende nächster Woche stattfindenden chinesischen Neujahrsfestes dürfte sich das Handelsvolumen an den Märkten demnächst ausdünnen. Im Zuge dessen könnten sich auch die spekulativen Finanzinvestoren aus den Metallen etwas zurückziehen. Im Falle von Kupfer haben sie dies an der Comex in New York bereits getan. Dort wurden die Netto-Long-Positionen zuletzt die vierte Woche in Folge reduziert. Den Kupferpreis hat dies aber nicht sonderlich belastet. Diese Woche dürfte sich das Interesse der Marktteilnehmer auf die chinesischen Handelsdaten richten. Wegen der hohen Preise könnte China im Januar weniger Metalle importiert haben.
Indonesien hat im Januar Daten des Handelsministeriums zufolge nur rund 4.500 Tonnen Zinn exportiert, 35% weniger als im Vorjahr und die geringste Menge seit Juni. Dies dürfte mit zum starken Preisanstieg von Zinn und zum Abbau der LME-Zinnvorräte im letzten Monat beigetragen haben.
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