
Energie: Die Ölpreise haben ihren Rückgang der ersten Wochenhälfte größtenteils wieder wettgemacht. Brent handelt wieder bei 70 USD je Barrel, WTI bei 66 USD je Barrel. Selbst ein kräftiger Anstieg der US-Rohölvorräte, gleichzeitig der erste seit elf Wochen, und der von der US-Energiebehörde gemeldete Anstieg der US-Rohölproduktion auf mehr als 10 Mio. Barrel pro Tag waren kein Hindernis. Eine wichtige Rolle für die schnelle Preiserholung spielt der schwache US-Dollar. Dieser nähert sich wieder dem in der letzten Woche verzeichneten 3-Jahrestief. Wir haben aufgrund des deutlich schwächeren US-Dollar, des hohen Optimismus der Anleger und der hohen Produktionsausfälle in Venezuela unsere Ölpreisprognose für das erste Halbjahr nach oben revidiert. Wir erwarten für Brent einen Durchschnittspreis von 66 USD je Barrel im ersten Quartal und von 62 USD je Barrel im zweiten Quartal. An unserer Jahresendprognose von 60 USD je Barrel halten wir fest. In den kommenden Monaten dürfte es zu einer Preiskorrektur kommen. Auslöser dürften die stark steigende US-Ölproduktion und ein Anstieg der Lagerbestände im ersten Quartal sein.
Der US-Erdgaspreis ist innerhalb der letzten zwei Handelstage um gut 10% auf 2,85 USD je mmBtu gefallen. Anfang der Woche hatte der Preis noch ein 13-Monatshoch von 3,65 USD erreicht. Gründe für den starken Preisrückgang seither waren ein Kontraktwechsel, Vorhersagen milderer Temperaturen in den USA in den nächsten zwei Wochen und ein geringer als erwarteter Abbau der US-Lagerbestände. Diese liegen nach dem rekordhohen Abbau in den Wochen zuvor inzwischen 16% unter dem jahreszeitüblichen Niveau.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CE9J1Y | Faktor Long | WTI Oil Future | Faktor: 8 |
| CE9J22 | Faktor Long | Brent Oil Future | Faktor: 8 |
| CE7XGS | Faktor Short | WTI Oil Future | Faktor: -8 |
| CE5YRG | Faktor Short | Brent Oil Future | Faktor: -8 |

Edelmetalle: Ein schwacher US-Dollar gibt den Edelmetallpreisen seit gestern Nachmittag Rückenwind, so dass Gold wieder auf 1.350 USD je Feinunze gestiegen ist. Heute wird in den USA die offizielle Arbeitsmarktstatistik für Januar veröffentlicht. Die ADP-Daten vom Mittwoch lassen gute Zahlen erwarten. Dies könnte den Goldpreis über einen stärkeren US-Dollar belasten. China hat im letzten Jahr wieder deutlich mehr Gold nachgefragt. Laut Angaben des Verbands der chinesischen Goldproduzenten (CGA) ist die Goldnachfrage im letzten Jahr um 9,4% auf 1.089 Tonnen gestiegen. Vor allem die Schmuck- und Barrennachfrage zeigten sich stark (+10,4% bzw. +7,3%). Die von der CGA berichteten Zahlen liegen deutlich über der Schätzung des World Gold Council (WGC). Dieser hatte für China für 2017 eine Goldnachfrage von 850-950 Tonnen unterstellt. Der WGC präsentiert seine Daten nächste Woche. Im Gegensatz zur Nachfrage ist die chinesische Goldproduktion im letzten Jahr um 6% auf 426 Tonnen gefallen. Dies ist laut der CGA Minenschließungen und dem Entzug von Abbaurechten geschuldet.
Platin und Palladium wurden von Gold gestern mit nach oben gezogen, wobei Palladium stärker als Platin zulegte. Daten zu den Fahrzeugverkäufen in den USA wurden dabei weitgehend ignoriert. Denn der US-Fahrzeugmarkt ist schwächer in das neue Jahr gestartet. Gemäß Daten der Ward’s Automotive Group fiel die saisonbereinigte und annualisierte Verkaufsrate im Januar im Vergleich zum Vorjahr um 1,6% auf 17,07 Mio. Fahrzeuge. Der Rückgang fiel auch etwas stärker aus als erwartet.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CD5B2X | Faktor Long | Gold-Future | Faktor: 6 |
| CD5B34 | Faktor Short | Gold-Future | Faktor: -6 |
Industriemetalle: Der schwache US-Dollar ist wohl auch der Grund dafür, dass die Metallpreise zum Wochenausklang wieder anziehen. Daneben gibt der gestern Nachmittag veröffentlichte ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe Unterstützung, der im Januar weniger stark gefallen ist als erwartet. Seit einem halben Jahr befindet sich der ISM-Index nun auf einem Niveau zwischen 58 und 60, was auf ein dynamisches Wachstum der US-Industrie hindeutet. Hierbei spielt auch der schwache US-Dollar eine Rolle, der US-Güter attraktiver macht. Nickel hat in dieser Woche zweimal kurzzeitig die Marke von 14.000 USD je Tonne überwunden und handelt heute Morgen nur knapp darunter. Seit Jahresbeginn hat sich Nickel um 9% verteuert, womit es die beste Preisentwicklung unter den Industriemetallen aufweist. Ein Grund für den jüngsten Preisanstieg könnte gestern von MEPS, einem auf die Analyse der Stahlmärkte spezialisierten Research-Institut, geliefert worden sein. Denn demnach läuft die Edelstahlproduktion auf Hochtouren, was für eine entsprechend robuste Nachfrage nach Nickel sorgt. Laut MEPS wurden im letzten Jahr weltweit 48 Mio. Tonnen Edelstahl produziert, 4,9% mehr als im Vorjahr. In diesem Jahr soll die Edelstahlproduktion im selben Ausmaß auf dann 50,3 Mio. Tonnen anziehen, ein neuer Rekordwert. Dabei dürfte in allen wichtigen Regionen/Ländern mehr Edelstahl hergestellt werden, wobei die asiatischen Produzenten den Ton angeben. Die Edelstahlindustrie ist mit einem Anteil von fast 70% die größte Nachfragekomponente für Nickel. Sie stellt auch noch die viel zitierte Nickelnachfrage für Batterien klar in den Schatten (derzeit rund 3%).
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