Der deutsche Aktienmarkt setzte am Donnerstag seine Abwärtskorrektur von den Rekordständen fort. Belastend wirkten ein fester Euro sowie der Bruch wichtiger technischer Unterstützungsmarken. Daneben sorgten die weiter steigenden Zinsen für Verunsicherung. Der DAX schloss 1,40 Prozent tiefer bei 13.004 Punkten. MDAX und TecDAX verloren 0,89 respektive 0,36 Prozent. Unter den 110 größten Werten gab es 32 Gewinner (31%) und 71 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 86 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX betrug 126,7 Millionen Aktien (Vortag: 115,3) im Wert von 5,47 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 4,33). Stärkste Sektoren waren Medien (+0,39%), Rohstoffe (+0,34%) und Einzelhandel (+0,07%). Am kräftigsten fielen die Verluste bei Pharma & Healthcare (-2,07%), Transport (-1,76%) und Immobilienwerten (-1,66%) aus. Lediglich drei DAX-Werte schafften den Sprung in den grünen Bereich. An der Indexspitze verbesserte sich Commerzbank um 0,43 Prozent. Volkswagen und ProSiebenSat.1 Media legten 0,32 und 0,16 Prozent zu. Am Indexende verlor Fresenius SE nach einem negativen Analystenkommentar 4,79 Prozent. Siemens und Fresenius Medical Care büßten 4,46 und 2,96 Prozent ein. Bei Siemens wurde allerdings zugleich eine Dividende von 3,70 EUR ausgeschüttet. Daimler endete nach Zahlen 2,16 Prozent tiefer. Im MDAX brach Schaeffler nach enttäuschenden Quartalszahlen um 11,80 Prozent ein. Im TecDAX fielen SLM Solutions und Siltronic nach Geschäftszahlen um 11,23 und 7,41 Prozent.
An der Wall Street endete der Dow Jones Industrial nach einem volatilen Handel 0,14 Prozent höher bei 26.187 Punkten. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es hingegen um 0,69 Prozent abwärts auf 6.902 Zähler. 54 Prozent der Werte an der NYSE verbuchten Kursverluste. Das Aufwärtsvolumen überwog leicht mit 51 Prozent. 88 neuen 52-Wochen-Hochs standen 131 neuen Tiefs gegenüber. Bei der Sektorenperformance lagen Energiewerte und Finanztitel deutlich vorne. Die kräftigsten Abschläge waren bei Immobilienwerten und Versorgern zu beobachten. Diese gelten als besonders zinssensibel. Nach Börsenschluss gab es eine Reihe von Quartalszahlen vor allem von Tech-Schwergewichten. Am positivsten reagierte die Aktie von Amazon im nachbörslichen Handel auf das vorgelegte Zahlenwerk. Sie sprang um rund 6,4 Prozent nach oben auf ein neues Rekordhoch bei 1.479 USD. Daneben berichteten Apple (+3,4%), Alphabet (-2,0%), Amgen (-1,7%) und Visa (-1,1%).
Am Devisenmarkt sank der Dollar-Index um 0,45 Prozent auf 88,70 Punkte. Der Euro konnte gestützt von starken Einkaufsmanagerindizes gegenüber allen anderen Hauptwährungen aufwerten. EUR/USD kletterte um 0,71 Prozent auf 1,2500 USD. Mit Blick auf die anderen Majors fielen das Pfund Sterling durch Stärke und der Austral-Dollar sowie der Yen durch Schwäche auf.
Der S&P GSCI Rohstoffindex notierte 0,78 Prozent höher bei 460,07 Punkten. Brent-Öl verteuerte sich um 1,00 Prozent auf 69,58 USD. Hier stützten eine Kurszielanhebung durch Goldman Sachs sowie eine hohe Umsetzungsquote bei den Produktionskürzungen seitens der OPEC. Der Preis für US-Erdgas sackte nach einem geringer als erwarteten Rückgang der Lagerbestände um 4,37 Prozent auf 2,86 USD ab. Comex-Kupfer legte um 0,55 Prozent auf 3,21 USD zu. Gold handelte 0,47 Prozent fester bei 1.345 USD (1.079 EUR). Platin und Palladium stiegen um 0,54 beziehungsweise 0,81 Prozent. Silber verlor hingegen 0,35 Prozent auf 17,18 USD.
Am Rentenmarkt setzte sich der Renditeanstieg fort. Die Umlaufrendite notierte vier Basispunkte höher auf einem 3-Jahres-Hoch bei 0,50 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg um drei Basispunkte auf ein 3-Jahres-Hoch bei 0,73 Prozent. Erstmals seit 2015 endete die Rendite fünfjähriger Bundesanleihen im positiven Terrain mit 0,01 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,33 Prozent tiefer bei 158,16 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes haussierte um sechs Basispunkte auf ein 4-Jahres-Hoch bei 2,78 Prozent.
Die asiatischen Aktienmärkte orientierten sich heute früh überwiegend südwärts. Der MSCI Asia Pacific Index gab um 0,53 Prozent auf 183,42 Punkte nach. Besonders kräftige Abschläge sahen der koreanische Kospi (-1,68%) und der japanische Nikkei 225 (-0,90%). Gegen den Trend fiel der australische ASX 200 (+0,51%) mit Kursgewinnen auf. Er wurde vor allem von Goldminen-Aktien und Energiewerten gestützt. Bitcoin rutschte deutlich unter die Marke von 9.000 USD und setzte damit den Crash vom Mitte Dezember knapp unter 20.000 USD markierten Allzeithoch fort.
Heute richtet sich der Fokus der Marktteilnehmer auf die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten für den Januar. Von der Unternehmensseite gibt es Geschäftszahlen unter anderem von Deutsche Bank, Sony, Philips Lighting Holding, BT Group, Astrazeneca, Fortum, Merck & Co, Sprint, Exxon Mobil und Chevron. Daimler veranstaltet eine Analysten- und Investorenkonferenz.
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