01.02.18, 14:05

US-Ölproduktion durchbricht historische Marke – das müssen Anleger jetzt wissen!

Energie: Die US-Rohölproduktion hat laut neuesten Schätzungen der US-Energiebehörde bereits im November die Marke von 10 Mio. Barrel pro Tag überschritten. Die Produktionsmenge stieg demzufolge gegenüber Oktober um beachtliche 384 Tsd. auf 10,038 Mio. Barrel pro Tag und liegt damit nur noch knapp unter dem Rekordniveau von November 1970. Bislang ging die EIA für November von 9,87 Mio. Barrel pro Tag aus. Die Marke von 10 Mio. Barrel pro Tag sollte erst im Februar übertroffen werden. Die EIA dürfte somit im nächsten Monatsbericht ihre Prognose für die US-Rohölproduktion 2018 und 2019 nochmals deutlich nach oben revidieren. Dies dürfte für die OPEC zu einem Problem werden. Denn durch die stärker steigende US-Ölproduktion wird auch das Nicht-OPEC-Angebot deutlich stärker steigen als die globale Ölnachfrage und der Beadrf an OPEC-Öl entsprechend sinken. Laut einer Reuters-Umfrage produzierte die OPEC im Januar 32,4 Mio. Barrel pro Tag, was in etwa der benötigten OPEC-Menge entspricht, also weder zu einem Lageraufbau noch zu einem Lagerabbau führt. Die Umsetzung der Produktionskürzungen lag demnach im Januar bei 138%. Der größte Beitrag kam dabei von Venezuela, wo die Produktion im Januar nur noch bei 1,6 Mio. Barrel pro Tag lag. Die daraus resultierende Kürzung um 467 Tsd. Barrel pro Tag war fast fünfmal so hoch wie erforderlich und erklärt die beträchtliche Übererfüllung der OPEC fast alleine. Die OPEC profitiert derzeit also im hohen Maße von den unfreiwilligen Produktionsausfällen in Venezuela, ohne die der Ölmarkt überversorgt wäre.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9J1Y Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8
CE9J22 Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8
CE7XGS Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8
CE5YRG Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: Die US-Notenbank Fed hat gestern wie erwartet keine Änderung ihrer Geldpolitik vorgenommen. Im begleitenden Statement hat sie sich aber etwas optimistischer zur US-Wirtschaft geäußert, so dass unseres Erachtens einer weiteren Zinserhöhung bei der nächsten Sitzung im März nicht mehr viel im Weg steht. Diese ist bereits voll eingepreist. Gold hat daher nicht auf die Fed-Sitzung reagiert und bewegte sich gestern in einer sehr engen Handelsspanne. In Indien hat Finanzminister Arun Jaitley heute den Haushalt für das Geschäftsjahr 2018/19 vorgestellt. Zur Importsteuer auf Gold hat er sich allerdings nicht geäußert. Im Vorfeld wurde darüber spekuliert, ob die 10%-ige Importsteuer gesenkt wird. Dies hätte der indischen Goldnachfrage wohl einen Schub gegeben.
Als einziges Edelmetall ist gestern Palladium gefallen. Nach dem Minus von 3% am Vortag, gab Palladium gestern um weitere 2,5% nach. Der Preisrückgang setzt sich heute Morgen auf rund 1.020 USD je Feinunze fort. Vom Rekordhoch Mitte Januar hat Palladium mittlerweile 120 USD bzw. 10% verloren. Wir führen dies auf Gewinnmitnahmen nach dem Höhenflug der letzten zwei Jahre zurück. Unseres Erachtens war der Palladiumpreis zuletzt übertrieben stark gestiegen. Die Korrektur dürfte sich fortsetzen, da Palladium nun auch aus charttechnischer Sicht angeschlagen aussieht. Die Preisdifferenz zu Platin ist unterdessen weiter auf weniger als 30 USD je Feinunze zusammengelaufen. Die Parität könnte damit schneller wieder erreicht werden als zunächst gedacht.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2X Faktor Long Gold-Future Faktor: 6
CD5B34 Faktor Short Gold-Future Faktor: -6

Industriemetalle: Die chilenische Kupferminenproduktion läuft auf Hochtouren: Daten des nationalen Statistikinstituts INE zufolge ist sie im Dezember im Vergleich zum Vorjahr um 5,6% auf knapp 537 Tsd. Tonnen gestiegen. Dies war die zweithöchste Monatsproduktion aller Zeiten. INE führt dies auf eine höhere Produktion bei verschiedenen großen Produzenten sowie auf einen höheren Metallgehalt in den Erzen zurück. Im Gesamtjahr 2017 hat Chile 5,58 Mio. Tonnen Kupfer produziert, deutlich mehr als noch im Oktober von der chilenischen Kupferkommission erwartet. Die Produktion lag auch nur rund 44 Tsd. Tonnen unter dem Vorjahresniveau, was der Minenproduktion von etwa drei Tagen entspricht. Die streikbedingten Ausfälle im Frühjahr von geschätzt rund 200 Tsd. Tonnen wurden damit fast vollständig wieder aufgeholt. Ohne den 44-tägigen Streik in der „Escondida“-Mine wäre die chilenische Kupferminenproduktion im letzten Jahr stark gestiegen. Sofern es keine längeren Ausfälle gibt – in vielen chilenischen Kupferminen müssen die Tarifverträge verlängert werden –, dürfte Chile auch in diesem Jahr mehr Kupfer produzieren. Dies trägt dazu bei, dass sich das Angebotsdefizit am globalen Kupfermarkt deutlich reduziert. Wir erwarten weiterhin eine spürbare Korrektur des Kupferpreises wie auch der anderen Metallpreise, sobald die Stimmung der Marktteilnehmer dreht. Heute Morgen geben die Metallpreise im Zuge eines leicht festeren US-Dollar und schwächerer chinesischer Aktienmärkte etwas nach.

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