
USD: Das war‘s dann also für Janet Yellen. Sie hat es in ihrer Amtszeit geschafft, auf unspektakuläre Art und Weise und ohne Verwerfungen an den Märkten den Leitzins fünfmal anzuheben. Auch ihre letzte Sitzung als Fed Chair brachte keine Überraschungen und ließ den Markt entspannt. Die letzten Zweifler sind nun ebenfalls überzeugt, dass im März der nächste Zinsschritt folgen wird. Der Weg ist frei, denn die Fed schätzt die Zuwächse in Beschäftigung, Haushaltsausgaben und Investitionen als „solide“ ein. Im Dezember hörte sie sich zu letzteren beiden noch vorsichtiger an (siehe hierzu auch „Economic Briefing: No changes in Yellen’s final meeting“). Auch signalisiert sie, dass „weitere graduelle Zinsanhebungen“ notwendig sein werden. Yellens Nachfolger Jerome Powell hat also alle Optionen hinsichtlich der Anzahl der Zinsschritte in diesem Jahr offen. Wie schon in den letzten Wochen profitiert der Dollar aber nicht von steigenden Zinserwartungen. Er bleibt offensichtlich ein „politischer Dollar“, guter fundamentaler und Zinsausblick hin oder her.
GBP: Premierministerin Theresa May kommt nicht zur Ruhe. Nachdem eine Studie der Regierung über die (letztlich negativen) Auswirkungen des Brexit auf die britische Wirtschaft durchgesickert war, sich die Regierung aber weigerte, diese zu veröffentlichen, strebte die Labour Partei gestern eine Abstimmung im Parlament über ein offizielle Veröffentlichung an. May gab schlussendlich dem Druck nach, jetzt wird die Studie dem „Brexit Komitee“ des Parlaments unter strengster Vertraulichkeit in einem Leseraum vorgelegt werden. Die Studie sei aber noch unvollständig und gebe nicht die Überlegungen der Regierung zum Ausgang der Verhandlungen wider. Eigentlich suggeriert der gesunde Menschenverstand, dass das UK nach dem Austritt nur schlechter dastehen kann, auch wenn die Regierung dies negiert. Für mich bleibt das Pfund sehr anfällig und ein Abwertungskandidat.

SEK: Schwedens Wirtschaft läuft unter Volldampf. 2017 dürfte das BIP um 2,7% zugelegt haben. Der Einkaufsmanagerindex, der weiterhin in hohen Sphären verharrt, signalisiert, dass die Wirtschaft auch im neuen Jahr ordentlich wachsen wird, wenn auch mit leicht nachlassender Dynamik. Zudem liegt die Inflationsrate seit einigen Monaten am Inflationsziel. Grund genug für Notenbankchef Stefan Ingves, sich optimistisch zu äußern. In einer Rede stellte er fest, dass die Inflation jetzt auf dem Ziel liege und auch die Inflationserwartungen wieder angezogen haben. Derartige Aussagen vom Chef, der sich jahrelang als ausgeprägten Taube im Notenbankrat präsentierte, schürt Erwartungen, dass die Zinswende in Schweden näher bevor stehen könnte als zuvor gedacht, so dass die Krone kurzfristig zulegen konnte. Aber Obacht. Denn Ingves fügte gleich noch hinzu, dass ein Auge auf dem Wechselkurs bleiben müsse, denn dieser sei wichtig, sollte er zu stark aufwerten. Insofern gilt nach wie vor: sollte die Krone zu schnell zu stark aufwerten, wird sich die Zinswende verzögern. Wir fühlen uns entsprechend wohl mit unserer Prognose, dass EUR-SEK in den kommenden Monaten nur langsam fallen wird.
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