31.01.18, 13:01

Spannende Alternative zu Gold und Öl: Schlechter Pflanzenzustand treibt US-Weizenpreise auf 4-Monatshoch

Energie: Die Ölpreise stehen aufgrund einer Stimmungseintrübung weiter unter Druck. Brent verbilligt sich am Morgen auf 68,5 USD je Barrel und gibt damit den dritten Tag in Folge nach. WTI fällt auf 64 USD je Barrel. WTI fiel gestern deutlich stärker als Brent. Dies dürfte mit dem deutlichen Anstieg der Ölbohrungen in den USA zusammenhängen, den wir gestern thematisiert hatten. Die Preisdifferenz zwischen Brent und WTI hat sich im Zuge dessen wieder ausgeweitet, nachdem sie zu Wochenbeginn zwischenzeitlich auf weniger als 4 USD geschrumpft war. Gestern Abend berichtete das API zudem einen stärker als erwarteten Anstieg der US-Rohölvorräte in der letzten Woche um 3,2 Mio. Barrel. Sollte das US-Energieministerium heute Nachmittag ebenfalls einen Lageraufbau berichten, wäre dies der erste Anstieg der offiziellen Rohölbestände seit 11 Wochen. Angesichts einer fallenden Rohölverarbeitung und einer steigenden Rohölproduktion stehen die Zeichen in den kommenden Wochen auf Lageraufbau. Der deutliche Rückgang der Preisdifferenz zwischen Brent und WTI in den letzten Wochen macht US-Rohölexporte zudem weniger attraktiv, was ebenfalls für steigende Rohölvorräte spricht. Denn die hohen Ausfuhren waren neben der rekordhohen Verarbeitung ein wesentlicher Grund für den kräftigen Lagerabbau im 4. Quartal 2017. Ebenfalls heute veröffentlichen Reuters und Bloomberg voraussichtlich ihre Umfragen zur OPEC-Ölproduktion im Januar. Diese dürften eine weiterhin hohe Umsetzung der Produktions¬kürzungen zeigen, was allerdings auch an hohen unfreiwilligen Ausfällen in Venezuela liegt.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9J1Y Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8
CE9J22 Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8
CE7XGS Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8
CE5YRG Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: Nachdem Gold gestern Morgen zeitweise auf 1.335 USD je Feinunze gefallen war, handelt es heute Morgen wieder 10 USD höher. Unterstützung geben dabei wohl der wieder etwas schwächere US-Dollar und leicht fallende US-Anleiherenditen. Heute findet die Sitzung der US-Notenbank Fed statt. Diese wird zum letzten Mal von Janet Yellen geleitet. Nach vierjähriger Amtszeit übergibt sie den Vorsitz am Wochenende an ihren Nachfolger Jerome Powell. Eine weitere Zinsanhebung erwarten wir daher heute nicht, zumal nach der Sitzung auch nur ein Statement veröffentlicht wird und es keine Pressekonferenz gibt. Die Auswirkungen der Fed-Sitzung auf Gold sollten demzufolge begrenzt sein, es sei denn, die Fed überrascht mit ihrem Begleitkommentar und würde damit den US-Dollar stark bewegen.
Palladium war gestern mit einem Minus von 3% der größte Verlierer unter den Edelmetallen. Es wurde wohl von den Industriemetallen mit nach unten gezogen. Zudem gab es wahrscheinlich Gewinnmitnahmen, nachdem die Stimmung der Marktteilnehmer in Bezug auf Palladium lange Zeit fast schon euphorisch war. Die spekulativen Finanzinvestoren setzten seit Mitte letzten Jahres ununterbrochen stark auf steigende Palladiumpreise. Aus dieser Sicht bestand und besteht daher noch großes Korrekturpotenzial. Seit Jahresbeginn hat Palladium mittlerweile sämtliche zwischenzeitlichen Gewinne wieder abgegeben. Platin hielt sich gestern besser als Palladium, so dass die Preisdifferenz zwischen diesen beiden Edelmetallen auf weniger als 60 USD je Feinunze geschrumpft ist.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2X Faktor Long Gold-Future Faktor: 6
CD5B34 Faktor Short Gold-Future Faktor: -6

Industriemetalle: US-Präsident Donald Trump hat letzte Nacht in seiner „Rede an die Nation“ den US-Kongress aufgefordert, einem Investitionsprogramm in die Infrastruktur von mindestens 1,5 Bio. USD zuzustimmen. Konkrete Details blieb Trump aber schuldig. Bislang ist nur bekannt, dass das Programm über zehn Jahre laufen soll und die US-Regierung Anschubfinanzierungen für die Projekte geben will. Details soll der Kongress von der Trump-Administration in ein bis zwei Wochen erhalten. Eine Zustimmung des Kongresses zu den Plänen ist Politikbeobachtern zufolge angesichts der ungeklärten Finanzierung fraglich. Auch gibt es Zweifel, ob dieses Programm zeitnah verabschiedet wird, da in diesem Jahr noch die Zwischenwahlen in den USA anstehen. Für 2018 dürften die Pläne von Trump daher kaum Auswirkungen auf die US-Infrastruktur haben. In China fiel der offizielle Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe (PMI) im Januar etwas schwächer aus als erwartet, was wir auf die Reformen zum Umbau der Wirtschaft dort zurückführen. Nichtsdestotrotz liegt der PMI mittlerweile seit 1½ Jahren im expansiven Bereich. Die Metallpreise zeigen sich heute Morgen wieder etwas fester, nachdem sie gestern eine Verschnaufpause in ihrem Aufwärtstrend eingelegt hatten. Zum Preisanstieg tragen unseres Erachtens aber eher der wieder etwas schwächere US-Dollar und die anhaltend gute Stimmung der Marktteilnehmer bei. Vor allem bei Nickel und Blei hatten die spekulativen Finanzinvestoren an der LME in der letzten Woche ihre Wetten auf steigende Preise deutlich ausgeweitet.

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