29.01.18, 15:04

Gold vor ereignisreicher Woche – das sollten Anleger wissen!

Energie: Brentöl startet wenig verändert bei 70,5 USD je Barrel in die neue Handelswoche und liegt damit in Schlagdistanz zum in der letzten Woche verzeichneten 3-Jahreshoch. Die spekulativen Finanzanleger setzen im Energiesektor auf weiter steigende Preise. Die Netto-Long-Positionen bei Brent stiegen in der Woche zum 23. Januar um weitere 13,9 Tsd. auf rekordhohe 579,3 Tsd. Kontrakte. Bei WTI kam es zwar zu einem leichten Positionsabbau. Mit 478,6 Tsd. Kontrakten liegen die Netto-Long-Positionen aber auch hier nur knapp unter dem in der Vorwoche verzeichneten Rekordniveau. Bei Gasöl stiegen die Netto-Long-Positionen auf 192,3 Tsd. Kontrakte und bei US-Benzin auf 108,2 Tsd. Kontrakte, was ebenfalls jeweils ein Rekordniveau darstellt. Auch bei US-Erdgas kam es in den letzten Wochen zu einem deutlichen Stimmungsumschwung der Finanzanleger. Setzten diese Ende letzten Jahres noch mehrheitlich auf fallende Preise, so bestehen mittlerweile Netto-Long-Positionen von 172,7 Tsd. Kontrakten. Das ist der höchste Wert seit Mitte September. Die spekulativen Finanzanleger haben durch ihre Käufe maßgeblich zum Preisanstieg bei Rohöl, Ölprodukten und Erdgas beigetragen. Die Motive hierfür sind unterschiedlich. Bei Rohöl und Ölprodukten ist es eine Mischung aus Risikoappetit und der Erwartung einer weiteren Markteinengung, bei Erdgas der wetterbedingt kräftige Lagerabbau in den USA (siehe auch TagesInfo Rohstoffe vom 26. Januar). Bei allen genannten Energieträgern hat sich inzwischen ein beträchtliches Korrekturpotenzial aufgebaut, was jederzeit zu einer kräftigen Preiskorrektur führen kann.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9J1Y Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8
CE9J22 Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8
CE7XGS Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8
CE5YRG Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: Gold beginnt die neue Handelswoche weitgehend unverändert bei knapp 1.350 USD je Feinunze. Die spekulativen Finanzanleger haben ihre Wetten auf steigende Preise nicht weiter deutlich ausgeweitet und auch die ETF-Investoren hatten sich letzte Woche mit Käufen eher zurückgehalten. Wir gehen davon aus, dass im Wochenverlauf wieder Schwung in den Markt kommen wird. Denn zum einen findet am Mittwoch die Fed-Sitzung statt, die zum letzten Mal von Janet Yellen geleitet wird. Zum anderen wird am Freitag die US-Arbeitsmarktstatistik für Januar veröffentlicht. Je nachdem, wie stark diese Ereignisse den US-Dollar beeinflussen, wird es wohl entsprechend Ausschläge beim Goldpreis geben. Die Schweizer Handelsstatistik, die morgen veröffentlicht wird, dürfte dagegen von untergeordneter Bedeutung sein. Bereits vorliegende Daten aus Hongkong hatten schon gezeigt, dass China im letzten Jahr wenig Gold importiert hat. Daher ist interessanter, ob sich die etwas höhere Goldnachfrage der Vormonate in Indien auch im Dezember fortgesetzt hat.
Zwei interessante Aspekte sind in der chinesischen Handelsstatistik zu sehen: Trotz rekordhoher Autoverkäufe hat China im letzten Jahr laut Angaben der Zollbehörde 8% weniger Palladium als im Vorjahr importiert (20 Tonnen), dafür aber gut 10% mehr Platin (79 Tonnen). Da der chinesische Automarkt benzinlastig ist, hätte man das Gegenteil vermuten können. Möglicherweise hat China mehr Platin für Schmuckzwecke eingekauft, was dem Platinpreis im letzten Jahr aber kaum geholfen hat.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2X Faktor Long Gold-Future Faktor: 6
CD5B34 Faktor Short Gold-Future Faktor: -6

Industriemetalle: Wurde der Preisanstieg der Industriemetalle letzten Freitag durch die Daten zum US-BIP – die US-Wirtschaft wuchs im vierten Quartal um 2,6%, weniger als erwartet – noch ausgebremst, geben die Metalle zum Wochenstart wieder Gas. Nickel steigt erstmals seit Mai 2015 kurzzeitig über die Marke von 14.000 USD je Tonne. Zink verteuert sich auf fast 3.600 USD je Tonne und erreicht damit ein neues 10½-Jahreshoch. Obwohl die Ölpreise nicht mitziehen, gibt es keine neuen metallspezifischen Nachrichten, die den Preisanstieg erklären. Der Risikoappetit der Marktteilnehmer scheint noch ungebrochen und auch das Momentum ist noch hoch, so dass wohl zunächst mit weiteren Preisanstiegen gerechnet werden muss. Gute Konjunkturdaten aus China und den USA – in beiden Ländern werden diese Woche die Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe veröffentlicht – und die Rede von US-Präsident Trump mit möglichen Details zu den geplanten Infrastrukturprogrammen könnten zum Anlass genommen werden, die Metalle weiter nach oben zu treiben. Unseres Erachtens befinden sich die Metallpreise aber bereits in einer Übertreibungsphase. Wir erwarten eine deutliche Preiskorrektur, sobald die Stimmung dreht. Gemäß CFTC-Statistik haben die spekulativen Finanzinvestoren bei Kupfer in der Woche zum 23. Januar ihre Netto-Long-Positionen zwar deutlich reduziert und entsprechend zum Preisrückgang von Kupfer in der Berichtswoche beigetragen. Da der Kupferpreis seine Verluste mittlerweile aber schon wieder aufgeholt hat, dürften auch die Wetten auf steigende Preise wieder ausgeweitet worden sein.

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