26.01.18, 09:22

Intel nachbörslich gesucht

Der deutsche Aktienmarkt stand am Donnerstag nach der EZB-Sitzung und besser als erwarteten Konjunkturdaten aufgrund eines haussierenden Euros weiter unter Druck. Die EZB beließ wie erwartet ihre Geldpolitik unverändert. Der ifo-Geschäftsklimaindex und das GfK-Konsumklima überraschten positiv. Der DAX schloss 0,86 Prozent tiefer bei 13.298 Punkten. MDAX und TecDAX verloren 1,05 und 0,84 Prozent. Unter den 110 größten Werten gab es 22 Gewinner (20%) und 87 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 87 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX betrug 109,4 Millionen Aktien (Vortag: 108,6) im Wert von 4,84 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 4,11). Mit Blick auf die Sektoren konnten lediglich Banken (+0,06%) und Chemie (+0,04%) marginal zulegen. Am deutlichsten verloren Transportwerte (-2,29%), Softwaretitel (-1,52%) und Konsumwerte (-1,45%). Linde verbesserte sich an der DAX-Spitze dank erfreulicher Zahlen des Fusionspartners Praxair um 2,78 Prozent. Commerzbank und Fresenius SE legten dahinter um 1,43 und 0,87 Prozent zu. Die rote Indexlaterne hielt Deutsche Post mit minus 2,87 Prozent. Hier belasteten die laufenden Tarifverhandlungen als Unsicherheitsfaktor. Henkel und Lufthansa verloren 1,78 und 1,65 Prozent. Im TecDAX sackte Medigene nach Gewinnmitnahmen um 9,55 Prozent ab. Die Aktie der Software AG fiel nach einem enttäuschenden Ausblick um 8,96 Prozent. Nachrichtenlos haussierte Evotec mit plus 6,16 Prozent an die Spitze des Technologieindex.

An der Wall Street endete der Dow 0,53 Prozent fester auf einem neuen Rekordhoch bei 26.393 Punkten. Für den Nasdaq 100 ging es indes um 0,04 Prozent abwärts auf 6.916 Zähler. Die Marktbreite zeigte Schwäche. 52 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im Minus. Das Abwärtsvolumen dominierte mit 57 Prozent. 267 neuen 52-Wochen-Hochs standen 67 neue Tiefs gegenüber. Die stärksten Sektoren waren Versorger und Healthcare. Am deutlichsten verloren Energiewerte und Immobilienwerte. Nach Börsenschluss konnte Intel die Anleger mit den Quartalszahlen überzeugen. Sowohl der Umsatz als auch der bereinigte Gewinn übertrafen die Konsensschätzung deutlich. Die Aktie verbesserte sich im nachbörslichen Handel um rund 3,7 Prozent.

Am Devisenmarkt kam es zu einer Achterbahnfahrt. Nachdem der US-Dollar am Vortag von US-Finanzminister Steven Mnuchin schwachgeredet worden war (“ein schwacher Dollar ist gut für uns”) und im gestrigen Nachmittagshandel nach der EZB-Sitzung weitere Schwäche zeigte, erhielt er im weiteren Tagesverlauf Unterstützung durch US-Präsident Donald Trump, der sich einen starken Dollar wünschte. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des US-Handels unverändert bei 89,23 Punkten und damit deutlich erholt vom zwischenzeitlich markierten 4-Jahres-Tief. Der Euro erhielt im Tagesverlauf dadurch Unterstützung, dass die EZB anders als von einigen spekuliert nicht verbal gegen die jüngste Euro-Stärke interveniert hat. In der Spitze erreichte EUR/USD ein 4-Jahres-Hoch bei 1,2537 USD. Gegen Ende des US-Handels blieb nur noch ein Plus von 0,06 Prozent auf 1,2416 USD. Bei den anderen Hauptwährungen fielen der Franken durch Stärke und das Pfund Sterling durch Schwäche auf.

Der S&P GSCI Rohstoffindex verlor am Ende 0,11 Prozent auf 460,85 Punkte. Zwischenzeitlich hatte das Rohstoffbarometer aus 24 Spotpreisen ein neues 4-Jahres-Hoch erzielen können. Brent-Öl notierte 0,67 Prozent tiefer bei 70,06 USD. Der Preis für US-Erdgas stieg nach Lagerbestandsdaten um 0,75 Prozent auf 3,10 USD. Comex-Kupfer gab um 0,82 Prozent auf 3,20 USD nach. Gold verbilligte sich nach dem zwischenzeitlichen Erreichen eines 17-Monats-Hochs bei 1.365 USD um 0,70 Prozent auf 1.347 USD (1.086 EUR). Silber und Palladium fielen um 1,14 beziehungsweise 1,46 Prozent. Gegen den Trend verteuerte sich Platin um 0,28 Prozent auf 1.019 USD.

Am Rentenmarkt notierte die Umlaufrendite einen Basispunkt höher bei 0,39 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen zog um drei Basispunkte auf 0,61 Prozent an und markierte damit ein 6-Monats-Hoch. Der Euro-Bund-Future schloss nach zwischenzeitlich noch deutlicheren Abgaben 0,17 Prozent tiefer bei 160,28 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes endete zwei Basispunkte tiefer bei 2,63 Prozent. Im Tagesverlauf hatte sie mit 2,68 Prozent ein 4-Jahres-Hoch verzeichnet.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh uneinheitlich. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 0,21 Prozent auf 186,21 Punkte. Der Nikkei notierte mit einem Abschlag von 0,16 Prozent. Auffällige Stärke zeigte der Hang Seng Index mit einem Plus von 1,39 Prozent. Die Börsen in Australien blieben feiertagsbedingt geschlossen.

Heute stehen von der Makroseite die US-Daten zum BIP im vierten Quartal sowie zum Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter im Dezember im Zentrum des Interesses. Daneben richtet sich der Blick auf den Abschluss des WEF-Jahrestreffens im schweizerischen Davos. Gegen 14 Uhr wird US-Präsident Donald Trump dort eine Rede halten.

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