25.01.18, 14:10

Ölpreise steigen auf höchstes Niveau seit Anfang Dezember 2014 – das sind die Gründe!

Energie: Der Wertverfall des US-Dollar lässt auch die Ölpreise weiter steigen. Die US-Währung fiel nach der Einführung von Schutzzöllen durch US-Präsident Trump und Äußerungen von US-Finanzminister Mnuchin gestern auf das niedrigste Niveau seit Ende 2014 (siehe Edelmetalle unten). Brentöl verteuerte sich im Zuge dessen auf 71,2 USD je Barrel. Der WTI-Ölpreis kletterte auf 66,4 USD je Barrel. Beides entspricht dem höchsten Niveau seit Anfang Dezember 2014. Die US-Lagerdaten spielten beim Preisanstieg seit gestern nur eine untergeordnete Rolle. Die US-Rohölvorräte gingen in der letzten Woche laut US-Energieministerium um weitere 1,1 Mio. Barrel zurück. Dies war der 10. Lagerabbau in Folge, gleichzeitig aber der geringste in diesem Zeitraum. Dies könnte erst einmal der letzte Lagerabbau gewesen sein. Denn die Rohölverarbeitung fällt inzwischen kräftig, während die Rohölproduktion weiter steigt. Letzte Woche erreichte diese ein Rekordniveau von 9,9 Mio. Barrel pro Tag. Beide Trends dürften sich in den kommenden Wochen fortsetzen, was für steigende Rohölbestände spricht. Die Rohölvorräte in Cushing fielen erneut kräftig um 3,2 Mio. Barrel und liegen erstmals seit Anfang 2015 unter 40 Mio. Barrel. Der Lagerabbau erklärt sich mit neuen Pipelinekapazitäten zur US-Golfküste. Zudem soll es zu geringeren Zuflüssen aus Kanada gekommen sein. Der kräftige Bestandsabbau in Cushing ließ die Preisdifferenz zwischen Brent und WTI auf unter 5 USD je Barrel gefallen, was US-Rohölexporte weniger attraktiv macht. Die hohen Rohölexporte waren ebenfalls ein Grund für den Lagerabbau in den letzten Wochen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9J1Y Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8
CE9J22 Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8
CE7XGS Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8
CE5YRG Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: US-Finanzminister Steven Mnuchin hat gestern mit seiner Aussage auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos – „Ein schwächerer Dollar ist gut für uns.“ – für starke Preisreaktionen an den verschiedenen Märkten gesorgt. Der US-Dollar wertete daraufhin massiv ab und gab so wiederum den Edelmetallen einen kräftigen Schub. Gold sprang im Zuge dessen auf ein 17-Monatshoch von 1.366 USD je Feinunze. Dass der Preisanstieg von Gold fast ausschließlich auf den schwachen US-Dollar zurückzuführen ist, zeigt auch die Reaktion von Gold in Euro gerechnet. Dieses legte nur moderat zu und notiert noch unter der Marke von 1.100 EUR je Feinunze. Durch die Aussagen des US-Finanzministers kommt der heutigen EZB-Sitzung bzw. der anschließenden Pressekonferenz eine größere Bedeutung zu als vorher gedacht. Da die US-Regierung offensichtlich einen Währungskrieg vom Zaun brechen möchte, wird es spannend, wie EZB-Präsident Mario Draghi auf diese neue Entwicklung reagiert. Ansonsten dürfte die heutige Sitzung nicht viele neue Erkenntnisse über die zukünftige Geldpolitik der EZB liefern. Ein drohender Währungskrieg, gepaart mit den unsicheren Aussichten, dürfte die Anleger weiter in Gold treiben. Im Fahrwasser von Gold ist auch Silber deutlich gestiegen. Es handelt heute Morgen auf einem 4-Monatshoch von 17,7 USD je Feinunze. Da es sich zudem mehr als doppelt so stark wie Gold verteuerte, ist das Gold/Silber-Verhältnis gefallen. Während Platin dagegen unterproportional zulegte, schwamm Palladium mit.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2X Faktor Long Gold-Future Faktor: 6
CD5B34 Faktor Short Gold-Future Faktor: -6

Industriemetalle: Der schwache US-Dollar (siehe Edelmetalle auf Seite 1) lässt auch die Metallpreise sämtliche Raketen zünden. Der LME-Industriemetallindex stieg gestern auf den höchsten Stand seit fast fünf Jahren. Die Preisrally setzt sich heute Morgen fort – Zink, Blei und Nickel erreichen neue mehrjährige Höchststände. Zudem hatte US-Präsident Donald Trump gestern angekündigt, dass sein Plan zum Wiederaufbau der Infrastruktur in den USA Investitionen von insgesamt 1,7 Bio. USD in den nächsten zehn Jahren vorsieht. Dies wäre deutlich mehr als die bislang im Raum stehenden 1 Bio. USD. Details sollen nächste Woche während Trumps „Rede an die Nation“ bekannt gegeben werden. Die Finanzierung ist wohl noch unklar und der Plan muss von beiden Kammern des US-Kongresses abgesegnet werden. Metallspezifische Nachrichten haben in der gestrigen Gemengelage keine Rolle gespielt bzw. wurden durch den schwachen US-Dollar überlagert. So sind zum Beispiel die LME-Kupfervorräte gestern den zweiten Tag in Folge kräftig gestiegen. Im Gegensatz dazu fallen die LME-Zinnvorräte deutlich. Sie nähern sich mittlerweile wieder dem historischen Tief von Juli 2017. China wiederum hat im Dezember Daten des Nationalen Statistikbüros zufolge deutlich mehr Zinkraffinade als im Vorjahr produziert. Dies deutet nicht auf eine Knappheit von Zinkkonzentrat hin. Im November hatte China eine rekordhohe Menge Zinkerz gefördert, die anschließend zur Verarbeitung zur Verfügung stand.

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