25.01.18, 09:33

Euro-Stärke bremst DAX aus

Der deutsche Aktienmarkt erlitt zur Wochenmitte einen Schwächeanfall. Auslöser war ein gegenüber dem US-Dollar deutlich gestiegener Euro. Der DAX schloss 1,06 Prozent tiefer bei 13.415 Punkten. MDAX und TecDAX verloren 0,89 und 1,73 Prozent. Die Schwäche war breit angelegt. Unter den 100 größten Werten gab es lediglich 15 Gewinner (14%) und 93 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 87 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX betrug 108,6 Millionen Aktien (Vortag: 100,2) im Wert von 4,56 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 4,11). Alle Sektoren endeten im Minus. Am stärksten verloren Technologiewerte (-3,49%), Versorger (-2,94%) und Bauwerte (-2,42%). Im DAX konnte sich die Aktie der Deutschen Börse mit einem Aufschlag von 1,86 Prozent gegen den Negativtrend stemmen. Der Anteilsschein profitierte von wieder aufflammender Konsolidierungsfantasie im Sektor. Am DAX-Ende büßte Infineon 3,77 Prozent ein. Hier belastete ein schwacher Ausblick von Texas Instruments vom Vorabend. RWE und E.ON verbilligten sich um 3,45 und 3,00 Prozent. Im TecDAX sprang Medigene dank der im Biotech-Sektor herrschenden Übernahmefantasie um 20,37 Prozent nach oben. SMA Solar legte nach erfreulichen Geschäftszahlen um 5,27 Prozent zu. Compugroup Medical brach nach einem enttäuschenden Ausblick um 11,33 Prozent ein. Dialog Semiconductor verlor mit der Sorge vor einer möglicherweise verhaltenen Nachfrage nach dem iPhoneX beim Großkunden Apple 6,43 Prozent.

An der Wall Street endete der Dow nach einem volatilen Handel 0,15 Prozent fester bei 26.252 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 verlor hingegen 0,63 Prozent auf 6.919 Zähler. An der NYSE verzeichnete 54 Prozent der Werte Kursverluste. Das Aufwärtsvolumen lag bei 53 Prozent. 362 neuen 52-Wochen-Hochs standen 39 Tiefs gegenüber. Mit Blick auf die Sektoren waren Finanzwerte und Hersteller zyklischer Konsumgüter am stärksten gesucht. Die größten Verluste waren bei Technologiewerten und Versorgern zu beobachten.

Am Devisenmarkt verbuchte der US-Dollar deutliche Kursverluste gegenüber allen anderen Hauptwährungen. Der Dollar-Index sackte um 0,95 Prozent auf ein 4-Jahres-Tief bei 89,24 Punkten ab. Belastet wurde der Greenback von protektionistischen Maßnahmen durch die Regierung Trump. Zudem äußerte sich US-Finanzminister Steven Mnuchin im schweizerischen Davos dahingehend, dass ein schwacher US-Dollar gut für die USA sei. EUR/USD stieg um 0,81 Prozent auf ein 4-Jahres-Hoch bei 1,2398 USD. Mit Blick auf die anderen Hauptwährungen wertete das Pfund Sterling nach starken britischen Arbeitsmarktdaten gegenüber allen andern Majors auf.

Der S&P GSCI Rohstoffindex legte um 1,25 Prozent auf ein 4-Jahres-Hoch bei 461,36 Punkten zu. Brent-Öl verteuerte sich um 1,30 Prozent auf ein 4-Jahres-Hoch bei 70,87 USD. Die EIA meldete einen Rückgang der US-Rohölbestände um 1,1 Millionen Barrel. Die Konsensschätzung hatte auf einen Rückgang um 1,6 Millionen Barrel gelautet. Mit zehn Wochenrückgängen in Folge wurde ein Rekord seit Erhebung der Daten im Jahr 1982 aufgestellt. Der Preis für US-Erdgas notierte nach Gewinnmitnahmen 0,13 Prozent tiefer bei 3,04 USD. Comex-Kupfer sprang um 3,79 Prozent auf 3,23 USD. Gold stieg um 1,60 Prozent auf 1.358 USD (1.095 EUR) und damit auf den höchsten Stand seit August 2016. Silber, Platin und Palladium haussierten zwischen 1,34 und 3,97 USD.

Am Rentenmarkt kletterte die Umlaufrendite um zwei Basispunkte auf 0,38 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg ebenfalls um zwei Basispunkte auf 0,58 Prozent. Der Euro-Bund-Future fiel um 0,17 Prozent auf 160,55 Punkte. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes legte um zwei Basispunkte auf 2,65 Prozent zu.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh überwiegend schwächer. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 0,23 Prozent auf 186,39 Punkte. Der Nikkei 225 verlor 1,13 Prozent. Gegen den Trend haussierte der koreanische Kospi um 0,95 Prozent.

Heute steht die EZB-Sitzung im Anlegerfokus. Von der Makroseite richtet sich das Interesse vor allem auf den ifo-Geschäftsklimaindex. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von Software AG, Zooplus, Sky, Diageo, Anglo American, Praxair, Fiat Chrysler, 3M, American Airlines, Caterpillar und LVMH. Nach US-Börsenschluss öffnen Starbucks und Intel ihre Bücher.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CV3R5G Long EUR/USD Faktor: 10
CD910E Short EUR/USD Faktor: 10

Holen Sie sich das Marktgeschehen in die Hosentasche!

Sie sind immer auf der Suche nach spannenden Kapitalmarktthemen und aussichtsreichen Marktentwicklungen? Aber Sie haben keine Zeit um stets den gesamten Markt zu überblicken und nach den neusten Anlagelösungen zu suchen? Unser innovativer Service ist die Lösung!

Mit unserem neuen WhatsApp-Newsletter informieren wir Sie direkt aus dem Handelssaal der Commerzbank immer über die aktuellsten Marktentwicklungen. Wir machen Sie auf alle wichtigen Börsenereignisse aufmerksam udn senden Ihnen passende Analysen.

Melden Sie sich jetzt kostenlos an und holen Sie das Marktgeschehen auf Ihr Smartphone!

Hier geht`s zur Anmeldung!

Bitte beachten Sie den Disclaimer und die Risikohinweise
Bitte beachten Sie zusätzlich den wichtigen Hinweis zu allen abgebildeten Charts und Kursverläufen:
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Bei den hier dargestellten Inhalten handelt es sich um fremde Inhalte. Für diese fremden Inhalte ist ausschließlich der jeweilige Eingeber verantwortlich. Eine inhaltliche, redaktionelle Überprüfung durch die DZB Media GmbH erfolgt ausdrücklich nicht. Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang ergänzend den Haftungsausschluss unter https://www.zertifikateberater.de/impressum.

Sollte ein hier durch einen Eingeber distribuierter Inhalt aus Ihrer Sicht gegen geltendes Recht verstoßen, schicken Sie bitte eine Email an nc. Der gemeldete Inhalt wird umgehend überprüft und ggf. gesperrt.