24.01.18, 14:33

CO2-Preis knackt 9 Euro-Marke

Energie: Der Brentölpreis stieg gestern Abend auf 70,24 USD je Barrel und näherte sich damit bis auf wenige US-Cents dem letzte Woche verzeichneten 3-Jahreshoch. WTI verfehlte dieses mit 64,88 USD je Barrel sogar nur um einen US-Cent. Der nach Handelsschluss vom API berichtete unerwartete Anstieg der US-Rohöllagerbestände in der letzten Woche um 4,8 Mio. Barrel bremste den Preisanstieg allerdings aus und sorgte über Nacht für nachgebende Notierungen. Der Lageraufbau war auf deutlich gestiegene Importe und eine gesunkene Rohölverarbeitung zurückzuführen. Damit endete beim API eine Serie von sieben Wochen Lagerabbau in Folge. Sollten die offiziellen Lagerdaten des US-Energieministeriums heute Nachmittag ebenfalls einen Lageraufbau zeigen, wäre dies sogar der erste seit 10 Wochen. Die Rohölverarbeitung der US-Raffinerien dürfte in den kommenden Wochen weiter zurückgehen. Dies spricht für steigende US-Rohölvorräte und dürfte bei den spekulativen Finanzanlegern einen Abbau der rekordhohen Netto-Long-Positionen auslösen. Die Ölpreise sollten dann unter Druck geraten.
Der CO2-Preis im EU-Emissionshandel kletterte gestern erstmals seit Herbst 2012 über 9 EUR je Tonne. Anstoß gab das sich abzeichnende offizielle Eingeständnis Deutschlands, das Klimaziel 2020 zu verfehlen. Das ist eigentlich nichts Neues. Die starke Preisreaktion bei gleichzeitig rekordhohem Optionshandel zeigt einmal mehr die hohe Eigendynamik. Das macht kurzfristig skeptisch, langfristig sind aber auch wir von höheren Preisen überzeugt.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9J1Y Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8
CE9J22 Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8
CE7XGS Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8
CE5YRG Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: Gold steigt im Zuge des schwachen US-Dollar – der handelsgewichtete Dollar-Index fällt heute Morgen auf den tiefsten Stand seit über drei Jahren – auf ein 4½-Monatshoch von fast 1.350 USD je Feinunze. US-Präsident Donald Trump sorgte mit der Einführung von Zöllen auf Solarmodule und Waschmaschinen dafür, dass der US-Dollar weiter abwertet, da die politischen Risiken dieser Entscheidung offenbar größer eingeschätzt werden als die wirtschaftlichen. Gold profitiert derzeit auch von anhaltenden ETF-Zuflüssen. Gestern wurde der sechste Tageszufluss in Folge verzeichnet, seit Jahresbeginn wurden die Bestände mittlerweile um 30 Tonnen aufgestockt.
Silber ist gestern mit Eröffnung des US-Börsenhandels zeitweise auf ein 4-Wochentief von 16,75 USD je Feinunze gefallen, hat bis zum Handelsende aber wieder die Marke von 17 USD zurückerobert. Die Preisschwäche sehen wir als verspätete Reaktion auf die o.a. Einführung der Importzölle in Höhe von 30% auf Solarmodule in den USA. Die Photovoltaikindustrie (PV) ist eine wichtige Nachfragekomponente für Silber. Die Nachfrage aus diesem Bereich stieg laut Einschätzung des Silver Institute im letzten Jahr um 20% auf rund 92 Mio. Unzen und stand damit für etwa 16% der industriellen Silbernachfrage und für knapp 10% der gesamten Silbernachfrage. In diesem Jahr soll die PV-Nachfrage auf ein neues Rekordhoch steigen. Größter Produzent von Solarmodulen ist mit Abstand China.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2X Faktor Long Gold-Future Faktor: 6
CD5B34 Faktor Short Gold-Future Faktor: -6

Industriemetalle: Kupfer verlor gestern mehr als 2% und fiel bis auf gut 6.900 USD je Tonne, ein 5-Wochentief. Die Londoner Metallbörse berichtete gestern Morgen von einem starken Aufbau der Kupfervorräte um gut 17% bzw. 36,3 Tsd. Tonnen. Gleichzeitig ist die Zahl der sog. gekündigten Lagerscheine deutlich auf 43,8 Tsd. Tonnen zurückgegangen. Damit sind nur noch 18% der LME-Kupfervorräte zur Auslieferung aus den Lagerhäusern angefordert. Der Anstieg der Lagerbestände deutet auf eine derzeit verhaltene Kupfernachfrage hin. Gleichzeitig könnten auch Finanztransaktionen aufgelöst worden sein. Die International Copper Study Group (ICSG) hatte am Tag zuvor für Oktober noch ein moderates Angebotsdefizit am globalen Kupfermarkt gemeldet. Nach zehn Monaten lag die Angebotslücke auf saisonbereinigter Basis demnach bei 157 Tsd. Tonnen. Sollte die ICSG mit ihrer 2017er-Schätzung vom Oktober Recht behalten, müsste der Kupfermarkt im November und Dezember ausgeglichen bzw. leicht im Überschuss gewesen sein. Kupfer hat offenbar zuletzt auch an Anziehungskraft verloren. An der LME stagnierten die spekulativen Netto-Long-Positionen in der letzten Woche, während sie bei allen anderen Industriemetallen teilweise deutlich ausgeweitet wurden. Im Falle von Blei haben sie sich sogar ihrem bisherigen Rekordwert vom Mai 2015 genähert. Damit war der Preisanstieg von Blei auf ein 6½-Jahreshoch von 2.630 USD je Tonne in der letzten Woche stark spekulativ getrieben und es hat sich unseres Erachtens beträchtliches Korrekturpotenzial aufgebaut.

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