Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich am Donnerstag von seiner freundlichen Seite. Der DAX konnte um 0,73 Prozent auf 13.281 Punkte zulegen. MDAX und TecDAX verbesserten sich um 0,59 und 1,41 Prozent, wobei Ersterer (ebenso wie der SDAX) ein neues Rekordhoch erzielen konnte. Unter den 110 größten Werten gab es 73 Gewinner (68%) und 34 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen lag bei 75 Prozent (62% ohne Berücksichtigung der Steinhoff-Aktie). Das Gesamtvolumen im DAX betrug 92,4 Millionen Aktien (Vortag: 90,9) im Wert von 3,89 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 4,05). Stärkste Sektoren waren Technologie (+4,55%), Chemie (+2,03%) und Einzelhandel (+1,27%). Die einzigen Verlierer aus Sektorensicht waren Immobilienwerte (-0,34%), Versorger (-0,31%) und Pharma & Healthcare (-0,13%). Als bester Wert im DAX haussierte Infineon um 5,55 Prozent. Der Titel profitierte von mehreren positiven Analystenkommentaren. BASF sprang nach positiv aufgenommenen vorläufigen Geschäftszahlen für 2017 um 2,74 Prozent. Adidas notierte nachrichtenlos 2,30 Prozent höher. Größter Verlierer im Leitindex war Merck mit einem Abschlag von 1,42 Prozent. Fresenius SE und E.ON gaben um 0,58 respektive 0,49 Prozent nach. Steinhoff belegte die MDAX-Spitze mit plus 5,05 Prozent. Der ins nach einem Bilanzskandal ins Straucheln geratene Möbelhändler zeigte sich zuversichtlich, fällige Zinsen auf seine Schulden bezahlen zu können. Im TecDAX legte S&T nach einer positiven Analysteneinschätzung um 10,33 Prozent zu.
An der Wall Street belastete der drohende “Government-Shutdown” die Anlegerstimmung. Wenn der US-Senat bis heute gegen Mitternacht nicht dem Haushalt zustimmt, kommt es zu einer Haushaltssperre und damit der Einstellung der Arbeit seitens der Bundesbehörden. Der Dow schloss nach zwischenzeitlicher Markierung eines neuen Allzeithochs 0,37 Prozent tiefer bei 26.018 Punkten. Der Nasdaq 100 endete nahezu unverändert bei 6.811 Zählern. An der NYSE verzeichneten 70 Prozent der Werte Kursabschläge. Das Abwärtsvolumen lag bei 66 Prozent. 180 neuen 52-Wochen-Hochs standen 93 neue Tiefs gegenüber. Bis auf Technologie und Healthcare notierten alle Sektorindizes im Minus. Am deutlichsten verloren Immobilientitel und Energiewerte. An der Dow-Spitze legte Unitedhealth um 1,98 Prozent zu. General Electric verlor als Schlusslicht 3,34 Prozent. Nachbörslich berichteten American Express und IBM über ihre Geschäftsentwicklung. Die Aktien verloren im nachbörslichen Handel rund 2,7 und 3,4 Prozent.
Am Devisenmarkt gab der US-Dollar angesichts des drohenden “Government-Shutdown” gegenüber allen anderen Hauptwährungen nach. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des US-Handels 0,48 Prozent tiefer bei 90,53 Punkten. Zwischenzeitlich markierte er ein neues 4-Jahres-Tief bei 90,11 Punkten. EUR/USD stieg um 0,38 Prozent auf 1,2231 USD. Bei den anderen Hauptwährungen fielen der Franken sowie das Pfund Sterling durch Stärke auf.
Der S&P GSCI Rohstoffindex notierte 0,09 Prozent fester bei 453,12 Punkten. Brent-Öl fiel um 0,32 Prozent auf 69,16 USD. Dabei hatte die EIA einen Rückgang der US-Rohölbestände um 6,9 Millionen Barrel gemeldet (Konsensschätzung: -3,5 Millionen). Der Preis für US-Erdgas gab um 0,74 Prozent auf 3,21 USD nach. Comex-Kupfer konnte um 0,28 Prozent auf 3,20 USD zulegen. Die Edelmetalle orientierten sich angesichts der steigenden Zinsen südwärts. Gold handelte mit einem Abschlag von 0,95 Prozent bei 1.327 USD (1.084 EUR). Silber, Platin und Palladium gaben zwischen 0,44 und 1,32 Prozent nach.
Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite um drei Basispunkte auf ein 2-Jahres-Hoch bei 0,39 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete einen Basispunkt höher bei 0,58 Prozent. Zwischenzeitlich hatte sie bei 0,60 Prozent ein 5-Monats-Hoch erreicht. Der Euro-Bund-Future gab um 0,12 Prozent auf 160,49 Punkte nach. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes sprang trotz gemischt ausgefallener US-Konjunkturdaten um fünf Basispunkte nach oben auf ein 10-Monats-Hoch bei 2,62 Prozent und testet nun den wichtigen Widerstand des im Dezember 2016 markierten Mehrjahreshochs bei 2,64 Prozent. Der T-Note-Future rutschte knapp unter das 2014 verzeichnete Tief bei 122,23 Punkten auf ein 7-Jahres-Tief.
Die asiatischen Aktienmärkte orientierten sich heute früh trotz der steigenden Zinsen überwiegend moderat nordwärts. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 0,38 Prozent auf ein Rekordhoch bei 183,03 Punkten. Gegen den Trend notierte der australische ASX 200 im Minus (-0,15%).
Heute richtet sich der Blick von der Makroseite auf den Verbraucherstimmungsindex der Universität Michigan. Von der Unternehmensseite findet bei ThyssenKrupp die Hauptversammlung statt.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CE8SGB | Long | 10-Year U.S. Treasury Note Futures | Faktor: 15 |
| CE8SGM | Short | 10-Year U.S. Treasury Note Futures | Faktor: -15 |
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