15.01.18, 13:31

Schwacher US-Dollar sorgt für Auftrieb

Energie: Die Ölpreise stiegen am Freitagabend deutlich. Brent erreichte am Morgen fast wieder das 3-Jahreshoch bei gut 70 USD je Barrel. Gleiches gilt für WTI mit 64,5 USD je Barrel. Auftrieb gab ein schwächerer US-Dollar, der auf handelsgewichteter Basis auf ein 3-Jahrestief fiel. Die Spekulanten verstärken mit ihren Käufen den Preisanstieg. Die Netto-Long-Positionen bei Brent und WTI stiegen in der Woche zum 9. Januar jeweils auf Rekordniveaus. Zusammengenommen liegen sie inzwischen bei 1 Mio. Kontrakten. Zwar setzte US-Präsident Trump die Iran-Sanktionen am Freitag für weitere 120 Tage aus. Trump fordert aber Nachbesserungen im Atomabkommen. Ansonsten droht er damit, die Sanktionen in vier Monaten wieder in Kraft zu setzen. Zwischen der OPEC und Russland ist eine Debatte über einen vorzeitigen Ausstieg aus dem Kürzungsabkommen entbrannt. Die Ölminister der Vereinigten Arabischen Emirate und des Irak sehen trotz des Preisanstiegs dafür keine Notwendigkeit. Der Chef des russischen Ölkonzerns Lukoil brachte dagegen einen graduellen Ausstieg ins Spiel, sollten die Ölpreise länger als ein halbes Jahr bei 70 USD je Barrel verharren. Er könnte sich durch IEA-Chef Birol bestätigt fühlen. Dieser sagte, bei einem Ölpreis von 65-70 USD je Barrel würde mehr (Über-)Angebot durch Schieferöl an den Markt kommen. Das zeigen auch aktuelle Daten von Baker Hughes zur Bohraktivität in den USA. Demnach stieg die Zahl der aktiven Ölbohrungen in der letzten Woche um 10. Das war der stärkste Wochenanstieg seit Juni. Morgen Abend veröffentlicht die US-Energiebehörde neue Schätzungen zur Schieferölproduktion.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9J1Y Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8
CE9J22 Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8
CE7XGS Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8
CE5YRG Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: Der deutlich schwächere US-Dollar lässt die Preise der Edelmetalle seit Freitagabend deutlich steigen. Gold erreicht am Morgen mit 1.345 USD je Feinunze ein neues 4-Monatshoch. Platin kostet erstmals seit September wieder 1.000 USD je Feinunze. Silber notiert mit gut 17,4 USD je Feinunze auf einem 3-Monatshoch. Heraus sticht erneut Palladium, das sich seit Freitag um 50 USD verteuerte und am Morgen auf ein neues Rekordniveau von 1.140 USD je Feinunze klettert. Der vorherige Preisanstieg bei Gold, Silber und Platin ging mit einem deutlichen Anstieg der spekulativen Netto-Long-Positionen einher. Bei Gold kam es in der Woche zum 9. Januar zu einem Aufbau von 47.876 Kontrakten. Das war der vierte Anstieg in Folge. Während dieser Zeit kam es zu einem Aufbau der Netto-Long-Positionen um das 2,5-fache auf das höchste Niveau seit Ende November. Mit knapp 200 Tsd. Kontrakten ist das Niveau inzwischen bereits relativ hoch, was das Risiko einer Korrektur erhöht. Bestanden bei Silber vor vier Wochen noch Netto-Short-Positionen von 14.308 Kontrakten, so sind es inzwischen Netto-Long-Positionen von 38.102 Kontrakten. Der Swing von gut 52 Tsd. Kontrakten entspricht Käufen von umgerechnet 8.150 Tonnen Silber über den Terminmarkt. Allerdings ist hier das Niveau noch nicht außerordentlich hoch. Bei Platin bestehen erstmals seit fünf Wochen wieder spekulative Netto-Long-Positionen von 9.438 Kontrakten. Die bereits rekordhohen Netto-Long-Positionen bei Palladium wurden nochmals leicht auf 27.531 Kontrakte ausgeweitet.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2X Faktor Long Gold-Future Faktor: 6
CD5B34 Faktor Short Gold-Future Faktor: -6

Industriemetalle: Die Metallpreise legen zum Wochenauftakt in der Breite um bis zu 2% zu. Der schwache US-Dollar ist dabei eine Triebfeder. Auftrieb erhalten die Preise daneben wohl von der Erwartung guter chinesischer Konjunkturdaten. Das Nationale Statistikbüro wird am Donnerstag unter anderem die BIP-Zahlen für das vierte Quartal veröffentlichen. Premierminister Li Keqiang hatte bereits letzte Woche angedeutet, dass die chinesische Wirtschaft im Schlussquartal stark gewachsen sei.
Wie die letzten Freitag veröffentlichten Handelsdaten zeigten, hat China im Dezember wieder mehr Aluminium und Aluminiumprodukte exportiert. Die Ausfuhren beliefen sich Daten der Zollbehörde zufolge auf 440 Tsd. Tonnen, 16% mehr als im Vormonat und 13% mehr als im Vorjahr. Dies war zugleich der höchste Wert seit fünf Monaten. Gemeinsam mit den nach wie vor steigenden Lagerbeständen – die SHFE-Vorräte liegen mit 774 Tsd. Tonnen auf einem Rekordhoch – deutet dies auf eine schwache Nachfrage in China selbst und auch auf eine möglicherweise wieder höhere Produktion hin. Wir hatten bereits in den letzten beiden Monaten mehrfach berichtet, dass die behördlich angeordneten Produktionskürzungen während der Wintermonate offenbar nicht vollständig umgesetzt werden. Trotz der zwischenzeitlich deutlich geringeren Ausfuhren hat China 2017 mit 4,8 Mio. Tonnen dennoch eine rekordhohe Menge Aluminium und Aluminiumprodukte exportiert.

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