08.01.18, 10:16

Zukunftsmusik

EUR, CHF: EUR-CHF ist es am Freitag wieder nicht gelungen, über die Marke von 1,1779 zu springen, die bereits im Dezember den Wechselkurs deckelte. Die mit 0,9% ggü. Vj. enttäuschend schwache Kerninflationsrate im Euroraum ließ den EUR-Aufwertungsdruck erst einmal verpuffen. Denn solange die Kerninflationsrate nicht nachhaltig ansteigt, bleiben Zinserhöhungen der EZB Zukunftsmusik. Und solange das der Fall ist, wird nach jetzigem Stand auch die Schweizerische Nationalbank (SNB) keine Reduzierung des Negativzinses von -0,75% in Erwägung ziehen. Denn wie die heutigen Schweizer Inflationsdaten für Dezember belegen werden, liegt die Inflationsrate mit voraussichtlich 0,8% ggü. Vj. zwar auf einem mehrjährigen Höchststand, jedoch keineswegs so stabil über Null, als dass die SNB eine weniger expansive Geldpolitik riskieren dürfte. Denn sobald sie Straffungsschritte andeutet, ohne dass die EZB vorgelegt hat, würde der Franken gegenüber dem Euro wohl deutlich aufwerten, was die Schweizer Inflationsrate spürbar belasten würde. Vorerst geben deshalb die EUR-Seite und die Risikostimmung den Ton im EUR-CHF-Wechselkurs an.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKN Typ Basiswert Merkmale
CV43JZ Call EUR/CHF Hebel: 11
CV6WZN Put EUR/CHF Hebel: 4,9

GBP: Nach der Entscheidung der EU im Dezember, die zweite Phase der Brexit-Verhandlungen freizugeben, ist es ruhig geworden im GBP. Und das dürfte auch so bleiben, wenn man der impliziten 3-Monatsvolatilität trauen darf. Diese notieren auf (GBP-USD) bzw. nahe (EUR-GBP) der tiefsten Stände seit dem Brexit-Referendum im vorletzten Jahr (Abb. 1). Und das könnte durchaus gerechtfertigt sein. Zwar kehrt das britische Parlament aus den Weihnachtsferien zurück, weshalb auch der Brexit in den nächsten Tagen wieder verstärkt ein Thema werden dürfte. Doch letztendlich hat das Gerangel um den Beginn der zweiten Phase der Brexit-Verhandlungen bestätigt, dass in den Gesprächen erst ein Durchbruch erzielt werden kann, wenn eine Frist unmittelbar bevorsteht und Ultimaten genannt werden. Die nächste Frist, die derzeit im Gespräch ist, ist erst im Oktober, wenn man sich auf ein Handelsabkommen geeinigt haben möchte. Da sich an der Brexit-Front wohl vorerst wenig bewegen und auch eine weitere Zinserhöhung der Bank of England angesichts des eher schwachen Konjunkturausblicks in den nächsten Monaten kein Thema sein wird, ist auch der GBP-Wechselkurs erst einmal überwiegend fremdgesteuert.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CV0V44 Long EUR/GBP Faktor: 5
CV0V49 Short EUR/GBP Faktor: -5

JPY: Premierminister Shinzo Abe hat Bank of Japan (BoJ) Gouverneur Haruhiko Kuroda in einem Interview dazu aufgerufen, sich weiterhin um eine nachhaltige Reflationierung der japanischen Wirtschaft zu bemühen. Abe zeigte sich zwar mit den bisherigen Erfolgen Kurodas mit Blick auf das Wachstum und den Arbeitsmarkt zufrieden. Dennoch betonte Abe, dass er sich noch nicht entschieden habe, ob er Kuroda, dessen Amtsperiode im April endet, für eine zweite Amtszeit vorschlagen wird. Spekulationen über einen Wechsel an der Spitze der BoJ könnten am Markt für Unsicherheit sorgen, auch wenn Abe betont, dass es das erklärte Ziel der gemeinsamen Bemühungen von Regierung und Zentralbank bleibe, schnellstmöglich ein offizielles Ende der Deflation ausrufen zu können. Sollte das irgendwann der Fall sein, könnte dies die BoJ unter Zugzwang bringen, die ultra-expansive Geldpolitik vorsichtig zurückzufahren, was wiederum eine deutliche JPY-Aufwertung auslösen würde. Dies würde es zumindest deutlich erschweren, die Inflation nachhaltig auf dem Inflationsziel von 2% zu verankern. Da dieses allen Bemühungen zum Trotz noch in weiter Ferne liegt (Abb. 2), gehen wir nicht davon aus, dass eine weniger expansive Geldpolitik auf absehbare Zeit eine Option ist, unabhängig von der Frage, wer ab Mai an der Spitze der japanischen Währungshüter sitzt.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CV1X5B Long USD/JPY Faktor: 5
CV1X5G Short USD/JPY Faktor: -5

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