04.01.18, 10:05

Ungleichgewichte im FOMC

USD: Der US-Dollar konnte in den letzten Tagen wieder etwas Fuß fassen. Gestern kamen vor allem gute US-Daten sowie die falkenhaft angehauchten FOMC-Minutes der angeschlagenen Währung zur Hilfe. Zwar ist der schwache Preisauftrieb nach wie vor ein wunder Punkt bei den US-Notenbankern. Doch die Mehrheit im FOMC glaubt weiterhin daran, dass sich der zunehmend einengende Arbeitsmarkt in einem steigenden Lohndruck und damit auf mittlere Sicht in einer höheren Inflation niederschlagen wird. So fiel dann auch die Entscheidung zugunsten einer weiteren Zinserhöhung aus. USD-positiv aus Sicht des Marktes dürfte darüber hinaus sein, dass die zwei kritischsten Stimmen im wichtigsten Entscheidungsgremium der Fed demnächst ohnehin wegfallen werden. Sowohl Chicago Fed Präsident Charles Evans als auch sein Kollege bei der Fed von Minneapolis, Neel Kashkari, hatten vergangenen Monat gegen eine Zinserhöhung gestimmt. Doch durch das Rotationsverfahren unter den regionalen Fed-Präsidenten verlieren sie in diesem Jahr ihre Stimmberechtigung. Raphael Bostic (Atlanta Fed), Loretta Mester (Cleveland Fed) sowie John Williams (San Francisco Fed), die u.a. für sie nun in das FOMC rücken, klangen zuletzt allesamt deutlich optimistischer in Bezug auf den Inflationsausblick und sprachen sich daher für eine Fortsetzung der graduellen Zinserhöhungen aus. Damit erscheint das FOMC auf den ersten Blick falkenhafter zu werden. Zumal den regionalen Fed-Präsidenten aufgrund der vielen Vakanzen im Board of Governors zuletzt eine wichtigere Rolle zugekommen ist. So stehen aktuell vier Governors fünf regionalen Fed-Präsidenten im FOMC entgegen. Durch das Ausscheiden von Fed-Chair Janet Yellen Anfang Februar wird das Board sogar zunächst noch weiter schrumpfen. Dies ist eine eher ungewöhnliche Situation, da das Board of Governors mit insgesamt sieben Positionen und seiner in der Regel geschlossenen Haltung normalerweise die Oberhand bei den geldpolitischen Entscheidungen hat. Bis die Positionen im Board gefüllt sind, was aber wohl noch einige Zeit dauern dürfte, lohnt es sich also, mehr auf die Äußerungen der regionalen Fed-Präsidenten zu achten.

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WKN Typ Basiswert Merkmale
CV33R5 Call EUR/USD Hebel: 10,6
CV33RG Put EUR/USD Hebel: 10,4

AUD: Ob sich die australische Notenbank (RBA) das so vorgestellt hat? Nach ihrer letzten Sitzung im Dezember hatte ich noch gewarnt, dass sie voreilig von ihren verbalen Interventionen gegen einen starken AUD abgerückt ist. Nun hat die australische Währung tatsächlich seit der Sitzung fast 4% gegenüber dem USD zugelegt. Viel Luft nach oben in AUD-USD sehe ich auf mittlere Sicht nun aber nicht mehr. Nicht nur, weil sich der USD wieder etwas erholen dürfte, sondern auch, weil ich nicht ausschließen würde, dass die RBA in ihrer nächsten Sitzung ihre Rhetorik zum Wechselkurs vielleicht doch wieder verschärft – sofern denn die Inflation demnächst nicht deutlich anzieht und die Notenbank sich dann entspannter gegenüber einer aufwertenden Währung zeigen kann, wovon ich aber nicht ausgehen würde.

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WKN Typ Basiswert Merkmale
CV1YLZ Long AUD/USD Faktor: 5
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