
Energie: Die Ölpreise stiegen gestern um 2% und setzen ihren Höhenflug heute fort. Brent erreicht mit 68,3 USD je Barrel das höchste Niveau seit Mai 2015, ebenso WTI mit 62,2 USD je Barrel. Bei WTI fehlen bis zum 2015-er Hoch noch 40 US-Cents, bei Brent gut 1 USD. Für den Preisanstieg lassen sich eine Reihe von Argumenten anführen. Zu nennen sind positive Konjunkturdaten aus Deutschland und den USA und das extrem kalte Wetter an der US-Ostküste. Dies führt zu einer steigenden Nachfrage nach Mitteldestillaten. Dadurch haben sich die Transportwege auf dem Atlantik zuletzt umgekehrt. Anstatt von den USA nach Europa wird Diesel und Heizöl derzeit von Europa in die USA geliefert. Das API berichtete zudem einen Abbau der US-Rohölbestände in der letzten Woche um 5 Mio. Barrel. Dazu dürfte allerdings auch ein Steuereffekt beigetragen haben. Der gleichzeitige Anstieg der Lagerbestände von Ölprodukten spielte dagegen keine Rolle. Diese selektive Wahrnehmung lässt sich auch bei der Interpretation der Nachrichten aus dem Iran beobachten. Meldungen, wonach die Unruhen keinen Einfluss auf die Ölproduktion hätten, wurden ignoriert. Meldungen über die Stationierung von Truppen der Revolutionsgarden in Unruhegebieten führten dagegen später zu einem Preisanstieg. Auch die weiterhin hohe Disziplin der OPEC dürfte den Preisanstieg begünstigt haben. Laut Bloomberg blieb die OPEC-Rohölproduktion im Dezember konstant bei 32,47 Mio. Barrel pro Tag. Die 12 an dem Kürzungsabkommen beteiligten Länder setzten die Kürzungen im Dezember unverändert zu 121% um.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CE9J1Y | Faktor Long | WTI Oil Future | Faktor: 8 |
| CE9J22 | Faktor Long | Brent Oil Future | Faktor: 8 |
| CE7XGS | Faktor Short | WTI Oil Future | Faktor: -8 |
| CE5YRG | Faktor Short | Brent Oil Future | Faktor: -8 |
Edelmetalle: Gold ist gestern Abend nach Veröffentlichung des Protokolls der letzten Sitzung der US-Notenbank Fed unter Druck gekommen und hat etwa 10 USD nachgegeben. Heute Morgen handelt es bei 1.310 USD je Feinunze. Die Mitglieder im Offenmarktausschuss der Fed sprachen sich im Dezember mehrheitlich für eine Fortsetzung der graduellen Zinserhöhungen in den USA aus. Sie glauben weiterhin daran, dass sich der zunehmend einengende Arbeitsmarkt in einem steigenden Lohndruck und damit auf mittlere Sicht in einer höheren Inflation niederschlagen wird. Wie die Vergangenheit gezeigt hat, müssen Zinserhöhungen nicht negativ für den Goldpreis sein. Insbesondere die niedrigen Realzinsen sprechen unseres Erachtens für höhere Goldpreise. Unterdessen hat die Deutsche Börse gestern mitgeteilt, dass die Deutschen im letzten Jahr viel Gold gekauft haben. Die Goldbestände der Deutschen Börse sind innerhalb eines Jahres um fast 50% auf 175 Tonnen gestiegen. Die Deutsche Börse hinterlegt die Anteile des Xetra-Gold-ETCs mit physischem Gold (für jeden Anteilsschein 1 Gramm). Vor allem institutionelle Investoren haben laut Aussagen der Deutschen Börse viele Anteile gekauft. Daneben steigt demnach aber auch das Interesse seitens Privatanleger und Vermögensverwalter. Stark erholt hat sich die Goldnachfrage im letzten Jahr in Indien. Die Goldimporte sind gemäß Daten von Thomson Reuters GFMS 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 67% auf 855 Tonnen gestiegen. Die Schmuckhändler hatten vor allem in der ersten Jahreshälfte ihre Lagerbestände wieder aufgefüllt und eine gute Monsunsaison trug zu einer hohen Goldnachfrage der ländlichen Bevölkerung bei.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CD5B2X | Faktor Long | Gold-Future | Faktor: 6 |
| CD5B34 | Faktor Short | Gold-Future | Faktor: -6 |
Industriemetalle: Die Metallpreise profitierten gestern zunächst nicht vom anhaltend hohen Risikoappetit der Marktteilnehmer, der sich einmal mehr in steigenden Aktienmärkten widerspiegelte. Auch der starke ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe gab erstmal keinen Auftrieb, da damit einhergehend der US-Dollar aufwertete. Der ISM-Index hat sich im Dezember vom Rückgang zuvor deutlich erholt und ist auf 59,7 gestiegen. Die Stärke der US-Industrie wird unseres Erachtens aber überzeichnet, da in den guten Dezember-Wert die Erwartungen der Steuersenkungen eingeflossen sein dürften. Heute Morgen legen die Metallpreise mehrheitlich moderat zu. Kupfer steigt um 1% auf über 7.200 USD je Tonne. Es wird unterstützt durch einen Bericht, wonach China aus Umweltschutzgründen angeblich die Importquoten für Kupferschrott für 2018 drastisch gesenkt hat. In den ersten elf Monaten 2017 hatte China Daten der Zollbehörde zufolge 3,29 Mio. Tonnen Kupferschrott importiert, 9,3% mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Zuvor waren die Einfuhren allerdings vier Jahre in Folge gefallen. Wie schon die CFTC-Statistik gezeigt hat (siehe TagesInfo Rohstoffe vom 2. Januar), war der Anstieg der Metallpreise in der zweiten Dezemberhälfte stark spekulativ getrieben. Die LME meldete für die Woche zum 29. Dezember bei fast allen Metallen starke Anstiege der Netto-Long-Positionen der spekulativen Finanzinvestoren. Im Falle von Kupfer liegen sie nun wieder auf dem höchsten Stand seit fast vier Monaten, im Falle von Aluminium auf dem höchsten Wert seit knapp drei Monaten.
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