22.12.17, 10:16

All I want for Christmas

USD: Für mich besteht kein Zweifel daran, was in diesem Jahr auf der Wunschliste des zukünftigen Fed-Chairs Jerome Powell an den Weihnachtsmann an oberster Stelle steht. Genau das, was sich wohl leider seine Vorgängerin Janet Yellen schon im vergangenen Jahr vom Weihnachtsmann gewünscht hat: Inflation. Nun besteht ja durchaus die Möglich-keit, dass ihr Wunsch noch erfüllt wird. Immerhin stehen heute noch ein letztes Mal in diesem Jahr Inflationsdaten (die PCE-Kernrate) zur Veröffentlichung an. Da die Liquidität an den Märkten bereits deutlich ausgedünnt sein dürfte, könnten überraschend starke Zahlen dem USD noch einmal einen ordentlichen Schub zum Jahresende geben. Aber selbst wenn sich die Inflation heute dem 2%-Ziel der Fed deutlich annähert, ist es damit für Yellen und ihre Kollegen leider nicht getan. Denn ihr Problem ist nicht einfach damit gelöst, dass die Inflation ihr Ziel erreicht. Vielmehr stören sich die Notenbanker daran, dass die Inflation zu diesem Zeitpunkt nicht schon längst die 2%-Marke überschossen hat. Genau das wäre ja zu erwarten gewesen, nun da die Wirtschaft schon seit einer Weile über Potenzial wächst, der Arbeitsmarkt geräumt ist und die Zinsen nach wie vor auf niedrigen Niveaus verharren. Und ich werde nicht müde zu betonen, dass, solange dieses Puzzle für den Markt nicht gelöst ist, nicht mit einer stärkeren Aufwertung des USD zu rechnen ist. Aber was nicht ist, kann ja im nächsten Jahr noch werden.

EUR: Einen dünnen Markt bekam der EUR heute Nacht schon zu spüren. Nachdem die Ergebnisse der Wahlen in Katalonien bekannt wurden, machten die EUR-Wechselkurse zunächst einen Satz nach unten. Ich wage aber zu bezweifeln, dass sich diese Verluste als nachhaltig erweisen werden. Ja, die Separatisten haben ihre Mehrheit im Regionalparlament verteidigt, womit die Spannungen zwischen Barcelona und Madrid anhalten dürften. Doch da der Markt schon bei der jüngsten Eskalation des Konflikts die Ruhe bewahrt hat und der Euro relativ unberührt blieb, würde mich es sehr verwundern, wenn es nun anders kommen würde. Der Konflikt würde erst zur Belastung für den Euro werden, wenn er in irgendeiner Weise die Europapolitik nennenswert beeinflussen würde. Das erscheint aus heutiger Sicht sehr unwahrscheinlich, weswegen wir die politischen Risiken für die Gemeinschaftswährung als gering erachten. Euro-Investoren dürfen sich über eine ruhige Weihnachtszeit freuen!

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKN Typ Basiswert Merkmale
CV33R5 Call EUR/USD Hebel: 10,6
CV33RG Put EUR/USD Hebel: 10,4

CAD: Dank Inflationszahlen erfolgreich die Oberseite in USD-CAD verteidigt! Denn die kanadischen November-Inflationszahlen haben nach oben überrascht und dem CAD als Weihnachtsgeschenk noch eine Rally beschert. Die Gesamtrate stieg auf 2,1% gegenüber Vorjahr. Die verschiedenen Maße der Kerninflation zeigen fast das gleiche Bild. Es geht also anscheinend aufwärts mit den Preisen in Kanada, wo doch schon angesichts von Inflationsraten am unteren Ende des Zielbands der Bank of Canada (BoC) Sorgen aufkamen, ob die zweimalige Zinserhöhung im Sommer nicht ein Politikfehler gewesen sein könnte. Und meines Erachtens ist die BoC auch noch nicht aus dem Schneider. Denn sie sagt selbst, dass die Preise aufgrund temporärer Faktoren (u.a. Benzinpreise) steigen und die Kerninflationsraten nur sehr langsam anziehen. Positiv ist zwar das solide Wachstum, aber nach wie vor sieht die BoC erhebliche Risiken für das Wachstum, nicht zuletzt aufgrund der NAFTA-Verhandlungen. Zwar untermauern die November-Zahlen die vorsichtig falkenhafte Haltung der BoC. Aber wir würden uns noch nicht von zu viel CAD-Euphorie hinreißen lassen und die vorweihnachtliche Rally nur mit Vorsicht genießen, denn der Inflationsanstieg soll sich erst einmal als nachhaltig erweisen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9MCZ Long EUR/CAD Faktor: 5
CE9MD0 Short EUR/CAD Faktor: -5

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