21.12.17, 09:24

ElringKlinger haussiert

Der deutsche Aktienmarkt stand zur Wochenmitte unter Druck. Ein festerer Euro sowie zuletzt kräftig gestiegene Anleiherenditen trübten die Kauflaune der Anleger. Der DAX schloss 1,10 Prozent schwächer bei 13.069 Punkten. MDAX und TecDAX verloren 0,76 und 1,17 Prozent. Unter den 110 größten Werten gab es 20 Gewinner (18%) und 89 Verlierer. Das Abwärtsvolumen betrug 97 Prozent. Im DAX wechselten 82,3 Millionen Aktien (Vortag: 76,2) im Wert von 3,44 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 4,13) den Besitzer. Mit Blick auf die Sektoren waren lediglich Rohstoffwerte (+0,78%) gesucht. Die größten Verlierer waren Konsumwerte (-1,99%), Softwaretitel (-1,76%) und Versicherungen (-1,64%). Einziger DAX-Wert im Plus war ProSiebenSat.1 Media mit 0,24 Prozent. Das Schlusslicht bildete SAP mit einem Abschlag von 2,08 Prozent. Henkel und Allianz verloren 1,91 und 1,80 Prozent. Im MDAX haussierte Stada mit der Offerte einer Ausgleichszahlung an die verbliebenen Aktionäre um 8,36 Prozent. Steinhoff brach um weitere 34,98 Prozent ein. Hier belastete die Sorge, dass die Gläubigerbanken ihre Kreditlinien kündigen könnten. Im TecDAX sackte Aixtron nachrichtenlos um 8,94 Prozent ab. Die Aktie des Automobilzulieferers ElringKlinger profitierte im SDAX von einer Kaufempfehlung und legte um 8,36 Prozent zu. Deutz und Hella stiegen im Kielwasser um 4,34 und 2,99 Prozent.

An der Wall Street lieferte die endgültige Verabschiedung der US-Steuerreform durch das Repräsentantenhaus keine weiteren Impulse. US-Präsident Donald Trump wird das Gesetz voraussichtlich Anfang Januar mit seiner Unterschrift in Kraft setzen. Der Dow notierte zur Schlussglocke 0,11 Prozent schwächer bei 24.727 Punkten. Der Nasdaq 100 schloss 0,12 Prozent tiefer bei 6.472 Punkten. Gewinner und Verlierer hielten sich an der NYSE die Waage. Das Aufwärtsvolumen überwog mit 55 Prozent. Es gab 158 neue 52-Wochen-Hochs und 38 neue Tiefs. Stark gesucht waren Energiewerte. Deutliche Abschläge sahen die als zinssensibel geltenden Immobilientitel und Versorger.

Am Devisenmarkt notierte der Dollar-Index trotz überraschend positiver US-Immobiliendaten und der parlamentarischen Verabschiedung der US-Steuerreform gegen Ende des New Yorker Handels 0,16 Prozent schwächer bei 93,30 Punkten. Der Euro wertete gegenüber allen anderen Hauptwährungen mit Ausnahme des Kanada-Dollars deutlich auf. EUR/USD kletterte um 0,35 Prozent auf 1,1879 USD. Auffällige Schwäche zeigte der Yen.

Der S&P GSCI Rohstoffindex verbesserte sich um 0,75 Prozent auf 425,98 Punkte. Brent-Öl stieg um 1,18 Prozent auf 64,55 USD. Stützend wirkten ein stärker als erwarteter Rückgang der Rohölbestände in den USA sowie der anhaltende Ausfall der größten Nordsee-Pipeline. Der Preis für US-Erdgas sackte um 1,71 Prozent auf 2,65 USD ab. Comex-Kupfer verteuerte sich um 1,49 Prozent auf ein 2-Monatshoch bei 3,20 USD. Gold handelte 0,36 Prozent fester bei 1.269 USD (1.066 EUR). Silber, Platin und Palladium legten zwischen 0,22 und 0,62 Prozent zu.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite um fünf Basispunkte auf 0,22 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen kletterte um zwei Basispunkte auf ein 5-Wochen-Hoch bei 0,41 Prozent. Der Euro-Bund-Future fiel um 0,40 Prozent auf 161,84 Punkte. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes stieg um drei Basispunkte auf ein 9-Monats-Hoch bei 2,49 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh überwiegend von der schwachen Seite. Der MSCI Asia Pacific Index notierte 0,09 Prozent tiefer bei 171,45 Punkten. Besonders deutliche Abgaben waren beim koreanischen Kospi (-1,54%) zu beobachten. Hier belasteten schwache Technologiewerte und vor allem das Schwergewicht Samsung, das unter Analysten-Abstufungen litt. Gegen den regionalen Trend tendierten der Shanghai Composite (+0,64%) und der Hang Seng Index (+0,50%) freundlich. Die Bank of Japan beließ wie erwartet die Geldpolitik auf ihrer Sitzung unverändert.

Heute richtet sich der Blick von der Makroseite vor allem auf das US-BIP und den Philadelphia-Fed-Index. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen von Hornbach Holding sowie von Nike (nach US-Börsenschluss).

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CV5VGG Call ElringKlinger AG Hebel: 6,2

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