Am deutschen Aktienmarkt bot sich zur Wochenmitte ein uneinheitliches Bild. Der DAX schloss vor der mit Spannung erwarteten US-Notenbankentscheidung 0,43 Prozent schwächer bei 13.126 Punkten. Der MDAX büßte 0,38 Prozent auf 26.183 Punkte ein. Für den TecDAX ging es hingegen um 0,74 Prozent nach oben auf 2.536 Zähler. Unter den 110 größten Werten gab es 52 Gewinner (48%) und 56 Verlierer. Das Abwärtsvolumen betrug – verzerrt durch die rege gehandelte Steinhoff-Aktie – 82 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX lag bei 122,8 Millionen Aktien (Vortag: 78,9) im Wert von 3,86 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,98). Stärkste Sektoren waren Transport (+0,84%), Technologie (+0,62%) und Medien (+0,41%). Sehr stark unter Druck standen Versorger (-7,18%) aufgrund einer Gewinnwarnung der RWE-Tochter Innogy. Konsumwerte (-1,81%) und Rohstoffwerte (-1,15%) gehörten ebenfalls zu den größeren Verlierern. An der DAX-Spitze gewann ThyssenKrupp 1,92 Prozent hinzu. ProSiebenSat.1 Media und Deutsche Post verbesserten sich um 1,29 und 1,04 Prozent. RWE brach trotz der Bekräftigung der Prognose um 13,06 Prozent ein. E.ON verlor im Kielwasser 4,91 Prozent. Die Aktie von adidas gab um 2,97 Prozent nach. Im MDAX haussierte Kion nach einer Kaufempfehlung um 6,07 Prozent. Innogy sackte um 13,22 Prozent ab. Steinhoff verlor 11,73 Prozent. Metro notierte nach den Jahreszahlen 3,74 Prozent schwächer.
An der Wall Street überwogen nach der Fed-Entscheidung die positiven Vorzeichen. Die Notenbank hatte wie erwartet den Leitzins um 25 Basispunkte angehoben. Den Zinspfad für die kommenden beiden Jahre ließ sie unverändert. Der Dow schloss 0,23 Prozent fester auf einem Rekordhoch bei 24.585 Punkten. Der Nasdaq 100 gewann 0,17 Prozent auf 6.395 Zähler hinzu. 54 Prozent der Werte an der NYSE endeten im Plus. Aufwärtsvolumen und Abwärtsvolumen hielten sich in etwa die Waage. 141 neuen 52-Wochen-Hochs standen 31 neue Tiefs gegenüber. Stärkste Sektoren waren Consumer Staples und Healthcare. Am deutlichsten verloren Finanzwerte.
Am Devisenmarkt geriet der US-Dollar mit der Leitzinsentscheidung der Fed gegenüber allen anderen Hauptwährungen unter Druck. Der Dollar-Index beendete eine sieben Tage andauernde Gewinnserie und notierte gegen Ende des New Yorker Handels 0,65 Prozent tiefer bei 93,48 Punkten. EUR/USD stieg um 0,65 Prozent auf 1,1817 USD. Stark gesucht waren der Austral-Dollar sowie der Yen, während sich der Kanada-Dollar schwach präsentierte.
Der S&P GSCI Rohstoffindex fiel um 0,63 Prozent auf 415,83 Punkte. Brent-Öl verbilligte sich um 1,33 Prozent auf 62,50 USD. Zwar hatte die US-Energiebehörde einen stärker als erwarteten Rückgang der US-Rohölbestände gemeldet, doch kamen dafür die Benzinbestände deutlich höher als erwartet herein. Zudem kletterte die US-Produktion auf 9,78 Millionen Barrel pro Tag und erreichte damit auf Wochenbasis ein Rekordhoch. Der Preis für US-Erdgas legte um 0,82 Prozent auf 2,70 USD zu. Comex-Kupfer stieg um 1,12 Prozent auf 3,06 USD. Die Edelmetalle konnten sich auf breiter Front erholen. Gold verteuerte sich um 1,24 Prozent auf 1.257 USD (1.062 EUR). Silber, Platin und Palladium rückten zwischen 0,46 und 2,60 Prozent vor.
Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite um zwei Basispunkte auf 0,17 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen verharrte bei 0,32 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss nach zwischenzeitlicher Schwäche 0,06 Prozent höher bei 163,44 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes gab belastet von der Aussicht auf weiter nur langsam steigende Leitzinsen um vier Basispunkte auf 2,36 Prozent nach.
Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh uneinheitlich. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 0,23 Prozent auf 171,17 Punkte. Stärke zeigte der koreanische Kospi, während der Shanghai Composite, der Hang Seng Index und der Nikkei 225 Verluste verbuchten. Die Zentralbank in China hob überraschend die kurz- und mittelfristigen Zinsen um jeweils fünf Basispunkte an. Die Märkte reagierten jedoch kaum auf die recht geringfügige Straffung.
Heute ist der Tag der Notenbanken. Im Fokus steht die EZB-Sitzung. Daneben geben auch die Schweizerische Nationalbank, die Norges Bank, die Bank of England sowie die Türkische Zentralbank ihre geldpolitischen Entscheidungen bekannt. Von der Makroseite richtet sich der Fokus auf die Einkaufsmanagerindizes in der Eurozone sowie den Einzelhandelsumsatz in den USA.
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