04.12.17, 10:05

Besinnlicher Jahresausklang?

USD: Auch nach Verabschiedung des Steuergesetzentwurfs im Senat wird es für den Dollar an der politischen Front kaum ruhiger. Ein inzwischen korrigierter Medienbericht, der eine direkte Verbindung von US Präsident Donald Trump zu den Russland-Kontakten seiner Wahlkampagne unterstellte, hatten am Freitag deutliche Reaktionen an den Finanzmärkten ausgelöst und auch den US Dollar auf Talfahrt geschickt (Abb. 1). Nach der Korrektur durch das verantwortliche Medienhaus gewann der Dollar seine Balance zwar schnell wieder zurück. Doch die heftige Marktbewegung ist eine deutliche Warnung, dass die laufenden Ermittlungen auch für den US Dollar durchaus Folgen haben können. Die Politik bleibt ein wichtiger Einflussfaktor auf die USD-Wechselkurse.

Zum Wochenauftakt überwiegt die Erleichterung darüber, dass der US-Senat mit dem Steuergesetzentwurf endlich eine größere Maßnahme auf den Weg gebracht hat. Doch vor Weihnachten müssen noch zahlreiche Stolpersteine aus dem Weg geräumt werden, bevor es für den US Dollar besinnlich wird. Vor allem müssen natürlich der Gesetzentwurf des Senats und des Repräsentantenhauses zusammengebracht werden, damit umfangreiche Steuersenkungen tatsächlich Realität werden und die US-Wirtschaft befeuern können. Aber auch bezüglich der am Freitag auslaufenden Ausgabenermächtigung für die Regierung müssen sich die Abgeordneten auseinandersetzen, sonst droht ein „Government Shutdown“, der am Devisenmarkt sicherlich erneute Sorgen über die Funktionsfähigkeit der Regierung auslösen könnte und den US Dollar zumindest vorübergehend belasten dürfte.

Vorerst dürfte sich EUR-USD jedoch erst einmal nahe der aktuellen Niveaus ganz wohl fühlen. Heute stehen nur die Auftragseingänge in der Industrie auf der Agenda, und die dürften vor dem Ende der Woche anstehenden Arbeitsmarktbericht verblassen.

Produktidee: BEST Turbo-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CV33R5 Bull EUR/USD Hebel: 10,6
CV33RG Bear EUR/USD Hebel: 10,4

AUD: Die Zinsentscheidung der australischen Notenbank (Reserve Bank of Australia, RBA) bildet in der kommenden Nacht den Auftakt zur letzten Runde der G10-Zentralbanksitzungen in diesem Jahr. Für die RBA ist es gleichzeitig die letzte Entscheidung vor der Sommerpause – im Januar setzen die australischen Währungshüter ihre monatlich stattfindende Sitzung einmal aus. Sie werden der Pause entspannt entgegensehen. Denn obwohl die OECD in der vergangenen Woche angesichts einer steigenden Verschuldung der Haushalte für höhere Zinsen in Australien plädiert hat, sehen sich die australischen Währungshüter gegenwärtig nicht unter Zugzwang. Ihre Hauptsorge gilt der Inflation und die ist weiterhin niedrig, was in den Augen der RBA für ein Festhalten am Status Quo spricht. Seit der letzten Sitzung sind nur neue Arbeitsmarktdaten veröffentlicht worden (die BIP-Daten für das dritte Quartal werden erst in der Nacht auf Mittwoch veröffentlicht). Diese waren zwar ordentlich, aber auch nicht so überragend, dass sie eine Neueinschätzung der Lage rechtgefertigt hätten. Die RBA sieht im schwachen Lohnwachstum weiterhin einen der Hauptgründe für die niedrige Inflation. Sie will sich mit einer Normalisierung ihrer Geldpolitik deshalb Zeit lassen, weshalb die morgige Sitzung wohl ohne eine größere Änderung in der Kommunikation über die Bühne gehen dürfte. Denn auch der AUD, auf dem in den vergangenen Sitzungen das Hauptaugenmerk zu liegen schien, bereitet der RBA derzeit keine Sorgen mehr: AUD-USD ist von der kritischen 0,80er-Marke wieder gefallen und handelt mit 0,76 aktuell genau in der Mitte der diesjährigen Handelsspanne von 0,72-0,80. Für weitere deutliche Rückgänge sehen wir angesichts des ordentlichen Konjunkturumfeldes, das mittelfristig auch für eine Rückkehr der Inflation in den Zielbereich der RBA spricht, nicht.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CV1YLZ Long AUD/USD Faktor: 5
CV1YM1 Short AUD/USD Faktor: -5

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