Der deutsche Aktienmarkt verabschiedete sich nach einem schwankungsreichen Handel mit deutlichen Abschlägen ins Wochenende. Als Belastungsfaktoren wirkten ein zwischenzeitlich gestiegener Euro, Skepsis über Fortschritte in der US-Steuerreform sowie kurz vor Handelsschluss die Meldung, der frühere Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump Michael Flynn habe sich schuldig bekannt, Falschaussagen zu seinen Russland-Kontakten gemacht zu haben. Zudem sei Flynn bereit auszusagen, Trump habe ihn angewiesen, mit Russland in Kontakt zu treten. Der DAX schloss 1,24 Prozent tiefer bei 12.861 Punkten. Auf Wochensicht büßte das Aktienbarometer damit 1,52 Prozent an Wert ein. MDAX und TecDAX verloren am Berichtstag 1,19 und 0,72 Prozent. Unter den in den drei Indizes versammelten 110 Werten gab es 19 Gewinner (17%) und 91 Verlierer (83%). Das Abwärtsvolumen dominierte mit 91 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX lag bei 117,9 Millionen Aktien (Vortag: 129,9) im Wert von 5,23 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,69). Aus Sektorensicht stemmten sich lediglich Medienwerte (+0,11%) gegen den Negativtrend. Die deutlichsten Abgaben verzeichneten Technologiewerte (-2,67%) und Automobiltitel (-1,93%). Die Lufthansa-Aktie setzte sich mit einem Plus von 1,35 Prozent an die DAX-Spitze. Das Papier der Kranich-Airline profitierte von einer Analysten-Hochstufung auf “Kaufen”. ProSiebenSat.1 Media notierte 0,11 Prozent fester und war damit nachrichtenlos der einzige weitere Indexwert mit positivem Vorzeichen. Größte Verlierer waren ThyssenKrupp (-2,93%), Infineon (-2,90%) und Volkswagen (-2,66%).
An der Wall Street schloss der Dow Jones Index 0,16 Prozent tiefer bei 24.232 Punkten. Für den Nasdaq 100 ging es um 0,43 Prozent abwärts auf 6.338 Zähler. 50 Prozent der Werte an der NYSE verbuchten Zugewinne und 47 Prozent Verluste. Das Aufwärtsvolumen betrug 55 Prozent. Es gab 151 neue 52-Wochen-Hochs und 31 neue Tiefs. Gesucht waren vor allem Energiewerte dank gestiegener Ölpreise. Am deutlichsten verloren Industrietitel und Rohstoffwerte.
Am Devisenmarkt notierte der Dollar-Index zum Ende des US-Handels 0,18 Prozent tiefer bei 92,89 Punkten. Der Euro verzeichnete Abgaben gegenüber fast allen anderen Hauptwährungen. EUR/USD fiel um 0,12 Prozent auf 1,1888 USD. Am schwächsten präsentierte sich das Pfund Sterling. Die deutlichsten Zugewinne unter den Majors zeigte der Kanada-Dollar. Auslöser waren besser als erwartete Daten vom kanadischen Arbeitsmarkt.
Der S&P GSCI Rohstoffindex verabschiedete sich 1,23 Prozent fester bei 429,48 Punkten aus dem Handel. Brent-Öl verteuerte sich um 1,76 Prozent auf 63,73 USD. Laut Baker Hughes stieg die Zahl aktiver US-Ölbohrungen auf Wochensicht um zwei auf 749. Dies war der zweite Wochenanstieg in Folge. Der Preis für US-Erdgas stieg um 1,19 Prozent auf 3,06 USD. Comex-Kupfer notierte 0,93 Prozent höher bei 3,09 USD. Gold legte um 0,44 Prozent auf 1.282 USD (1.077 EUR) zu. Palladium endete 1,27 Prozent fester bei 1.016 USD. Silber und Platin gaben gegen den Trend um 0,52 beziehungsweise 0,20 Prozent nach.
Am Rentenmarkt erhielten die Staatsanleihenotierungen kräftigen Auftrieb, was die Renditen entsprechend unter Druck brachte. Anlass hier bot die am späten Nachmittag wieder hochkochende Russland-Affäre. Die am Vormittag festgestellte Umlaufrendite notierte drei Basispunkte tiefer bei 0,18 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen verlor sechs Basispunkte auf ein 3-Monats-Tief bei 0,31 Prozent. Der Euro-Bund-Future stieg um 0,52 Prozent auf 163,54 Punkte. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes fiel um fünf Basispunkte auf 2,37 Prozent.
Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh uneinheitlich. Der MSCI Asia Pacific Index notierte 0,14 Prozent höher bei 170,16 Punkten. Der Dow Jones Industrial Future konnte um rund 200 Punkte zulegen. Hier beflügelte, dass der US-Senat den Entwurf zur Steuerreform am Samstagmorgen abgesegnet hat.
Heute stehen der sentix-Konjunkturindex sowie der Auftragseingang in der US-Industrie im Fokus.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CE8T8Q | Bull | Euro Bund Future | Faktor: 10 |
| CE8T90 | Bear | Euro Bund Future | Faktor: -10 |
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