30.11.17, 09:30

Abverkauf bei US-Techaktien

Am deutschen Aktienmarkt boten die Indizes zur Wochenmitte ein uneinheitliches Bild. Im späten Handel trübte ein Kursrutsch bei den US-Technologiewerten die Anlegerstimmung. Der DAX endete nach zwischenzeitlich deutlicheren Kursgewinnen 0,01 Prozent fester bei 13.062 Punkten. Der MDAX der mittelgroßen Werte stieg um 0,47 Prozent auf 26.917 Punkte. Für den TecDAX ging es hingegen um 1,71 Prozent abwärts auf 2.518 Zähler. Unter den 110 größten Werten gab es 53 Gewinner (48%) und 57 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen lag bei 56 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX lag bei 96,2 Millionen Aktien (Vortag: 68,2) im Wert von 4,14 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,53). Bei der Sektorenperformance lagen Banken (+1,80%) vor Rohstoffwerten (+1,64%) und Versicherungen (+1,40%). Der Technologiesektor (-4,41%) stand mit großem Abstand am stärksten unter Druck. Softwaretitel (-1,88%) und Bauwerte (-0,38%) präsentierten sich ebenfalls schwächer. Die Volkswagen-Aktie belegte mit einem kräftigen Plus von 3,39 Prozent die DAX-Spitze. Sie profitierte von einer positiven Analystenstudie. Deutsche Bank und Merck rückten um 2,35 und 1,75 Prozent vor. Als Schlusslicht verlor Infineon 4,54 Prozent. SAP und Vonovia gaben um 1,84 respektive 1,70 Prozent nach. Im TecDAX sprang die Nordex-Aktie nach der Meldung eines Großauftrags um 6,07 Prozent. Kräftige Verluste sahen vor allem Aixtron (-8,91%) und Siltronic (-7,60%).

An der Wall Street gelang es dem Dow Jones Index um 0,43 Prozent zuzulegen und damit ein neues Rekordhoch zu erzielen. Der technologielastige Nasdaq 100 sackte hingegen um 1,73 Prozent auf 6.311 Zähler ab. Einen konkreten Anlass für die Schwäche gab es nicht. Einige Beobachter machten Umschichtungen aus Techwerten in Finanzwerte und Value-Aktien aus. Andere verwiesen auf die Sorge vor einer spekulativen Übertreibung im Bitcoin-Bereich. Die Kryptowährung hatte am Berichtstag eine rasante Berg- und Talfahrt vollzogen. 49 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im Plus und 48 Prozent im Minus. Das Aufwärtsvolumen betrug 63 Prozent. 304 neuen 52-Wochen-Hochs standen 66 neue Tiefs gegenüber. Mit Blick auf die Sektorenperformance lagen Finanzwerte und Industrietitel vorne, während Technologiewerte mit großem Abstand hinten lagen.

Am Devisenmarkt hielten sich die Ausschläge ganz überwiegend in engen Grenzen. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des New Yorker Handels 0,08 Prozent höher bei 93,28 Punkten und verzeichnete damit den dritten Tagesanstieg in Folge. Im Tageshoch (93,43) war er an der fallenden 100-Tage-Linie abgeprallt. Der Euro konnte gegenüber allen anderen Hauptwährungen mit Ausnahme des Pfund Sterling aufwerten. EUR/USD rückte nach zwei Minustagen in Folge um 0,09 Prozent auf 1,1848 USD vor. Das Pfund Sterling profitierte von Medienberichten, wonach sich Großbritannien und die EU mit Blick auf die Austrittsrechnung für den Brexit grundsätzlich geeinigt hätten.

Der S&P GSCI Rohstoffindex verlor 0,62 Prozent auf 426,11 Punkte. Brent-Öl verbilligte sich nach den US-Lagerbestandsdaten um 0,84 Prozent auf 62,71 USD. Dabei berichtete die EIA von einem Rückgang der Rohölbestände um 3,43 Millionen Barrel (Konsensschätzung: Rückgang um 1,9 Millionen). Der Preis für US-Erdgas stieg um 1,60 Prozent auf 3,18 USD. Comex-Kupfer fiel um 1,19 Prozent auf 3,04 USD. Gold handelte 0,88 Prozent tiefer bei 1.284 USD (1.083 EUR). Silber, Platin und Palladium verloren zwischen 0,94 und 2,03 Prozent.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite um drei Basispunkte auf 0,20 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen zog ebenfalls um drei Basispunkte auf ein 2-Wochen-Hoch bei 0,38 Prozent an. Der Euro-Bund-Future schloss 0,25 Prozent schwächer auf einem 2-Wochen-Tief bei 162,61 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes legte um drei Basispunkte auf ein 3-Wochen-Hoch bei 2,37 Prozent zu.

Die asiatischen Aktienmärkte bewegten sich heute früh überwiegend südwärts. Besser als erwartete Einkaufsmanagerindizes aus China konnten die Stimmung nicht heben. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 0,79 Prozent auf 170,50 Punkte. Vor allem Technologiewerte präsentierten sich schwach. Die Bank of Korea hob erstmals seit 2011 ihren Leitzins an. Der Kospi verlor 1,31 Prozent und gehörte damit zu den schwächsten Indizes der Region. Gegen den Trend konnte der Nikkei 225 um 0,57 Prozent zulegen und damit anfängliche Schwäche abschütteln.

Heute stehen von der Makroseite die Verbraucherpreise in der Eurozone, die persönlichen Ausgaben und Einkommen in den USA sowie der Chicagoer Einkaufsmanagerindex im Fokus. Impulse für den Ölmarkt und Ölaktien könnten vom OPEC-Treffen in Wien ausgehen. Erwartet wird eine Verlängerung der Produktionskürzungen um neun Monate bis Ende 2018. Unternehmensseitig richtet sich der Blick auf Quartalszahlen von Rocket Internet.

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