
Energie: Die Ölpreise starten mit leichten Abschlägen in die neue Handelswoche. Brent fällt auf 63,5 USD je Barrel, WTI auf 58,5 USD je Barrel. In der letzten Woche legten die Ölpreise im Wochenvergleich deutlich zu. Brent verteuerte sich um knapp 2%, WTI sogar um mehr als 4%. Dies war jeweils der sechste Wochenzuwachs in den letzten sieben Wochen. Der Preisanstieg seit Anfang Oktober ist ganz klar auf die Erwartungshaltung zurückzuführen, dass die OPEC bei ihrer Sitzung an diesem Donnerstag ihre Förderkürzungen nochmals verlängert und der Ölmarkt sich daraufhin weiter einengt. Alles andere als eine Verlängerung des Kürzungsabkommens wäre eine große Überraschung und würde zu einem massiven Preisrückgang führen. Denn die spekulativen Finanzanleger sitzen inzwischen auf rekordhohen Netto-Long-Positionen, was das Risiko von Gewinnmitnahmen als beträchtlich erscheinen lässt. Neue Daten zur Marktpositionierung gibt die ICE heute Mittag bekannt. Die CFTC veröffentlicht ihre Positionierungsdaten wegen des US-Feiertags erst heute Abend. China hat im Oktober laut Daten der Zollbehörde auf Netto-Basis 970 Tsd. Tonnen Benzin und 1,09 Mio. Tonnen Diesel exportiert. Seit Jahresbeginn summieren sich die Netto-Exporte auf 8,29 Mio. Tonnen Benzin und 12,5 Mio. Tonnen Diesel. China verarbeitet also deutlich mehr Rohöl als es selbst verbraucht. Die auf ein Rekordniveau gestiegene Rohölverarbeitung ist somit nur ein bedingter Indikator für die zugrundeliegende Nachfrage.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CE9J1Y | Faktor Long | WTI Oil Future | Faktor: 8 |
| CE9J22 | Faktor Long | Brent Oil Future | Faktor: 8 |
| CE7XGS | Faktor Short | WTI Oil Future | Faktor: -8 |
| CE5YRG | Faktor Short | Brent Oil Future | Faktor: -8 |
Edelmetalle: Gold handelt zum Wochenauftakt nahezu unverändert bei rund 1.290 USD je Feinunze. In Abwesenheit der meisten Händler in den USA wegen dem langen Thanksgiving-Wochenende verzeichnete Gold schon letzten Freitag einen lethargischen Handel. Es reagierte nicht auf die starke Bewegung des EUR-USD-Wechselkurses. Der US-Dollar fiel sowohl gegenüber dem Euro als auch auf handelsgewichteter Basis auf ein 2-Monatstief. Zum einen gaben starke Konjunkturdaten aus Deutschland – der ifo-Index ist auf ein Allzeithoch gestiegen – dem Euro Auftrieb. Zum anderen belasteten zunehmende Zweifel am Inflationsausblick in den USA den US-Dollar. Auch die diese Woche zur Veröffentlichung anstehenden Preisdaten dürften zeigen, dass das von der US-Notenbank Fed bevorzugte Inflationsmaß im Oktober noch unter dem Fed-Ziel lag. Die Währungsbewegung führte dazu, dass Gold in Euro gerechnet am Freitag um knapp 1% auf 1.080 EUR je Feinunze gefallen war. Die Marktteilnehmer dürften diese Woche mit Interesse die erste Abstimmung im Senat über die US-Steuerreform verfolgen. Daneben werden sie sich wohl auf Reden einiger Fed-Mitglieder fokussieren. So muss sich der designierte Fed-Vorsitzende Jerome Powell morgen einer Anhörung vor dem Senatsausschuss stellen. Die scheidende Fed-Vorsitzende Janet Yellen spricht einen Tag später vor dem gemeinsamen Kongressausschuss über den Wirtschaftsausblick. Inwiefern sich hieraus allerdings neue Erkenntnisse über die Zinspolitik der US-Notenbank ableiten lassen, ist unklar. So wie Gold haben auch die anderen Edelmetalle nicht vom schwachen US-Dollar profitiert. Nach dem Rückgang am Freitag handeln sie heute Morgen fast unverändert.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CD5B2X | Faktor Long | Gold-Future | Faktor: 6 |
| CD5B34 | Faktor Short | Gold-Future | Faktor: -6 |
Industriemetalle: Fallende asiatische Aktienmärkte führen offenbar zu einer höheren Risikoaversion unter den Marktteilnehmern, was auf den Industriemetallen lastet. Diese geben zum Wochenauftakt merklicher nach. Größter Verlierer ist Nickel, das im frühen Handel um über 3% fällt. Mit Ausnahme von Zinn verzeichnen auch alle anderen Industriemetalle Verluste von bis zu 2%. Wie aus der am Freitag von der Zollbehörde veröffentlichten Handelsstatistik hervorging, hat China im Oktober trotz einer rekordhohen eigenen Produktion 61,4 Tsd. Tonnen Zinkraffinade importiert. Dies waren 145% mehr als im Vorjahr. Seit Juni hat China damit jeden Monat deutlich größere Mengen Zinkraffinade als im Vorjahr eingeführt. Nach zehn Monaten des Jahres liegen die Importe daher 20% über dem vergleichbaren Niveau des Vorjahres. Auch die Importe von Zinkkonzentrat lagen mit rund 147 Tsd. Tonnen gut 6% über Vorjahr, allerdings war dies die geringste Menge seit zwölf Monaten. Dennoch hat China in den ersten zehn Monaten des Jahres 31% mehr Zinkkonzentrat eingeführt als im Vorjahr. Im Durchschnitt hat China in diesem Jahr bislang monatlich gut 45 Tsd. Tonnen Zinkraffinade und über 200 Tsd. Tonnen Zinkkonzentrat importiert. Dies spricht für eine gute Verfügbarkeit am Weltmarkt und rechtfertigt unseres Erachtens nicht die Sorgen über ein knappes Angebot. Wir sehen kurzfristig Korrekturpotenzial für den Zinkpreis, zumal in den nächsten Monaten weitere vormals stillgelegte Minen wieder angefahren werden dürften.
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