
EUR-USD: Der EUR-USD-Kurs befindet sich derzeit auf einem Höhenflug. Dabei erhält der Wechselkurs gleich von zwei Seiten Auftrieb. Ursprünglich ausgelöst wurde die Aufwärtsbewegung von starken Wirtschaftsdaten aus Deutschland, die den Euro beflügelten. Vergangene Woche war es dann aber vor allem ein schwacher US-Dollar, der den Kurs dann letztlich über die 1,19-Marke hob. Auslöser für die USD-Schwäche waren wiederum die FOMC-Minutes, die zunehmende Zweifel am Inflationsausblick unter den US-Notenbankern offenbarten. Und es sieht nicht danach aus, als würden diese so schnell zerstreut werden. Denn laut den diese Woche zur Veröffentlichung anstehenden Preisdaten dürfte das von der Fed bevorzugte Inflationsmaß auch im Oktober noch unter ihrem Ziel gelegen haben. Doch mit diesem Problem ist die Fed keinesfalls alleine. Schließlich verfehlt auch die EZB noch immer ihr Inflationsziel, was den Marktteilnehmern diese Woche ebenfalls erneut vor Augen geführt wird, wenn die Oktober-Zahlen für den Verbraucherpreisindex am Donnerstag veröffentlicht werden. Doch der Unterschied ist: Der Markt hat zuletzt Hoffnung geschöpft, dass sich der Preisauftrieb aufgrund der guten Wirtschaftslage im Euroraum auf längere Sicht verstärkt – so ziehen die langfristigen markbasierten Inflationserwartungen für den Euroraum seit einiger Zeit an, wenn auch nur sehr langsam. In den USA bewegt sich dasselbe Maß hingegen seit Mitte des Jahres seitwärts. Sofern die Preisdaten für den Euroraum diese Woche nicht deutlich gegenüber den US-Zahlen enttäuschen, dürfte der Euro zumindest an dieser Front die Oberhand behalten.
JPY: Bank of Japan Vorstandsmitglied Hitoshi Suzuki wies am Wochenende darauf hin, dass die Notenbank ihre aktuelle Strategie der Zinskurvenkontrolle anpassen würde, sobald sich die Inflation in Richtung ihres 2%-Ziel bewegen würde. Heute Morgen lese ich nun die Kommentare einiger Analysten, die dies tatsächlich als Zeichen deuten, dass die BoJ schon bald einen Ausstieg aus ihrer expansiven Geldpolitik ins Auge fassen könnte. Ernsthaft? Wer einen Blick auf die jüngste Inflationsentwicklung in Japan wirft, erkennt sofort, wie unsinnig diese Aussage ist. Denn der unterliegende Preistrend liegt bei gerade einmal knapp über Null. Selbst die BoJ musste aufgrund der enttäuschenden Preisentwicklung erst vor kurzem ihren Inflationsausblick erneut nach unten revidieren, womit sie sich von einer Normalisierung ihrer Geldpolitik eher wieder weiter entfernt hat. Nun argumentieren einige, dass die BoJ ihre Geldpolitik ja schon straffen könnte, bevor die Inflation ihr Ziel erreicht hat. Klar, möglich ist alles. Nur weist die BoJ in ihrer Forward Guidance klar darauf hin, dass sie so lange an ihrer expansiven Geldpolitik festhalten werde, bis die Inflation sogar über ihr 2%-Ziel gestiegen ist. Nur so sieht sie eine Chance, die lange Niedriginflationsphase in Japan endlich nachhaltig zu brechen. Von allen G10-Notenbanken ist die BoJ damit ohne Frage diejenige, die am weitesten entfernt ist von einer Normalisierung ihrer Geldpolitik ist. Sorry, liebe JPY-Bullen!
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