23.11.17, 08:04

Dollar nach Fed-Protokoll unter Druck

Der deutsche Aktienmarkt legte zur Wochenmitte nach Gewinnmitnahmen den Rückwärtsgang ein. Belastend wirkten ein fester Euro sowie zum Teil enttäuschende US-Konjunkturdaten. Der DAX schloss 1,15 Prozent schwächer bei 13.015 Punkten. MDAX und TecDAX verloren 0,77 und 0,73 Prozent. 80 der 110 größten Werte (74%) verzeichneten zum Xetra-Schluss rote Vorzeichen, während 28 Werte hinzugewannen. Das Abwärtsvolumen lag bei 82 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX betrug 82,8 Millionen Aktien (Vortag: 103,7) im Wert von 3,40 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 4,25). Alle Sektoren bis auf Rohstoffe (+0,58%) und Einzelhandel (+0,58%) notierten im Minus. Am deutlichsten verloren Technologiewerte (-2,21%), Konsumwerte (-1,51%) und Softwaretitel (-1,50%). Im DAX verbuchten nur RWE (+1,19%) und Linde (+0,05%) Aufschläge. Größte Verlierer im Leitindex waren Infineon (-2,78%), adidas (-2,42%) und Lufthansa (-2,33%).

An der Wall Street schloss der Dow vor dem heutigen Thanksgiving-Feiertag 0,27 Prozent schwächer bei 23.526 Punkten. Für den Nasdaq 100 ging es hingegen um 0,11 Prozent nach oben auf ein neues Rekordhoch bei 6.386 Zählern. 54 Prozent der Werte an der NYSE endeten im Plus. Das Aufwärtsvolumen lag bei 59 Prozent. 179 neuen 52-Wochen-Hochs standen 31 neue Tiefs gegenüber. Mit Blick auf die Sektoren waren Energiewerte, Consumer Discretionary und Industriewerte gesucht. Deutlich abwärts ging es mit Finanzwerten, Immobilienwerten und Rohstofftiteln.

Am Devisenmarkt stand der US-Dollar nach dem als taubenhaft wahrgenommenen Protokoll der letzten FOMC-Sitzung gegenüber allen anderen Hauptwährungen unter Druck. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des New Yorker Handels 0,73 Prozent schwächer auf einem Monatstief bei 93,28 Punkten. EUR/USD legte um 0,68 Prozent auf 1,1817 USD zu und überwand damit die gleitenden Durchschnittslinien der vergangenen 50 und 100 Tage. Wichtiger technischer Widerstand befindet sich bei 1,1860-1,1887 USD. Darüber würde die Region 1,2042/1,2092 EUR in den Blick rücken. Unterstützt ist das Währungspaar bei 1,1760 USD und 1,1691-1,1714 USD. Bei den anderen Hauptwährungen fielen die sicheren Häfen Yen und Franken durch Stärke auf, während der Austral-Dollar Schwäche zeigte.

Der S&P GSCI Rohstoffindex kletterte gestützt vom schwachen Greenback um 1,00 Prozent auf 428,90 Punkte. Brent-Öl verteuerte sich um 1,10 Prozent auf 63,26 USD. Der Pipeline-Betreiber TransCanada muss seine Lieferungen aufgrund eines Lecks bis Ende November um 85 Prozent reduzieren. Die EIA berichtete von einem Rückgang der US-Lagerbestände um 1,9 Millionen Barrel. Der Preis für US-Erdgas sackte nach den wöchentlichen Lagerbestandsdaten um 1,62 Prozent auf 2,97 USD ab. Comex-Kupfer notierte 0,26 Prozent fester bei 3,14 USD. Gold gewann 0,83 Prozent auf 1.292 USD (1.093 EUR) hinzu. Silber, Platin und Palladium stiegen zwischen 0,40 und 0,94 Prozent.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite um drei Basispunkte auf 0,20 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete einen Basispunkt höher bei 0,35 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,04 Prozent tiefer bei 163,12 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes notierte vier Basispunkte tiefer bei 2,32 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh uneinheitlich. Der MSCI Asia Pacific ex Japan Index stieg um 0,17 Prozent auf 569,46 Punkte und befindet sich damit rund 3 Prozent entfernt vom Allzeithoch aus dem Jahr 2007. Die Börsen in Japan blieben feiertagsbedingt geschlossen. Konjunkturseitig standen besser als erwartete Q3-BIP-Zahlen aus Singapur im Fokus. Gegenüber dem Vorquartal wuchs die Wirtschaft im Stadtstaat angetrieben vom verarbeitenden Gewerbe um satte 8,8 Prozent. Auf Jahressicht betrug es 5,2 Prozent.

Heute stehen von der Makroseite die deutschen BIP-Daten, die Einkaufsmanagerindizes für die Eurozone sowie das Protokoll der letzten geldpolitischen Sitzung der EZB im Fokus. Die Börsen in den USA bleiben feiertagsbedingt geschlossen und liefern damit keine Impulse. Von der Unternehmensseite steht ThyssenKrupp mit dem Jahresergebnis im Blick.

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