Der deutsche Aktienmarkt reagierte zum Wochenauftakt lediglich zur Eröffnung negativ auf die Nachricht, dass die Sondierungsgespräche zur Jamaika-Koalition gescheitert sind. Am Ende überwogen klar die positiven Vorzeichen. Beobachter verwiesen auf die solide Konjunktur und die weiterhin lockere Notenbankpolitik der EZB, so dass sich der Börsenspruch “politische Börsen haben kurze Beine” einmal mehr bewahrheitete. Der DAX schloss 0,49 Prozent fester bei 13.059 Punkten. MDAX und TecDAX verbesserten sich um 0,47 und 1,24 Prozent. Unter den 110 in den drei Indizes versammelten Aktien gab es 79 Gewinner (72%) und 31 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen lag bei 81 Prozent. Das Gesamtvolumen betrug 93,2 Millionen Aktien (Vortag: 104,0) im Wert von 3,75 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 4,14). Stärkste Sektoren waren Medien (+1,47%), Automobile (+1,36%) und Banken (+1,05%). Am deutlichsten verloren Versicherungen (-0,29%), Immobilienwerte (-0,29%) und Konsumwerte (-0,09%). An der DAX-Spitze haussierte die Volkswagen-Aktie um 4,18 Prozent. Sie profitierte von der Anhebung der Umsatzprognose bis 2010. Die Aktie von ProSiebenSat.1 Media verbesserte sich um 3,22 Prozent, nachdem der CEO Thomas Ebeling seinen vorzeitigen Rückzug ankündigte. RWE endete 2,75 Prozent höher. Das Papier war ein Gewinner des Jamaika-Aus, da die Grünen den Ausstieg aus der Kohleverstromung gefordert hatten. Ferner stützte ein Kaufempfehlung von Goldman Sachs. Fresenius SE, adidas und Munich Re verloren nachrichtenlos zwischen 0,36 und 0,82 Prozent.
An der Wall Street ging der Dow 0,30 Prozent fester bei 23.430 Punkten aus dem Handel. Der Nasdaq 100 schloss hingegen 0,09 Prozent tiefer bei 6.309 Zählern. 57 Prozent der Werte an der NYSE endeten im Plus. Auch das Aufwärtsvolumen lag bei 57 Prozent. 162 neuen 52-Wochen-Hochs standen 38 neue Tiefs gegenüber. Stärkste Sektoren waren Industrie und Finanzen. Am deutlichsten verloren Healthcare und Versorger.
Am Devisenmarkt wertete der US-Dollar gegenüber allen anderen Hauptwährungen mit Ausnahme des Pfund Sterling auf. Stützend wirkte ein stärker als erwarteter Anstieg des Index der Frühindikatoren des Conference Boards. Der Dollar-Index stieg bis zum Ende des New Yorker Handels um 0,45 Prozent auf 94,08 Punkte. EUR/USD fiel nach einer Berg- und Talfahrt in Reaktion auf den Abbruch der Sondierungsgespräche zur Jamaika-Koalition um 0,46 Prozent auf 1,1733 USD. Stark gesucht war das Pfund Sterling, während die sicheren Häfen Yen und Franken zur Schwäche neigten.
Der S&P GSCI Rohstoffindex schloss 0,59 Prozent tiefer bei 422,82 Punkten. Brent-Öl verbilligte sich um 0,88 Prozent auf 62,17 USD. US-Erdgas fiel um 1,94 Prozent auf 3,04 USD. Comex-Kupfer stieg um 0,72 Prozent 3,09 USD. Die Edelmetallpreise standen nach der Rally vom Freitag mit dem festen US-Dollar und gestiegenen Zinserhöhungserwartungen unter deutlichem Druck. Gold gab um 1,54 Prozent auf 1.277 USD (1.088 EUR) nach. Silber, Platin und Palladium verloren zwischen 0,58 und 3,14 Prozent.
Am Rentenmarkt gab die Umlaufrendite um zwei Basispunkte auf 0,18 Prozent nach. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fiel um einen Basispunkt auf 0,36 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss nach zwischenzeitlich deutlicheren Zugewinnen kaum verändert bei 162,87 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes legte um zwei Basispunkte auf 2,37 Prozent zu.
Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh auf breiter Front freundlich. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 0,79 Prozent auf 171,36 Punkte. Vor allem Tech-Werte waren gesucht. Besonders deutlich ging es mit dem Hang Seng Index nach oben. Hier stützte die Aktie von Tencent. Das Unternehmen stieg in die Riege der Konzerne mit einer Marktkapitalisierung von über 500 Milliarden USD auf und überholte dabei Facebook.
Heute steht von der Makroseite der Verkauf bestehender Häuser in den USA im Fokus. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von Vapiano, Easyjet und Hellofresh. Nach US-Börsenschluss berichten HP und Hewlett Packard Enterprise über den Geschäftsverlauf. Daneben wird Uniper eine Pressekonferenz zum Ergebnis der Prüfung des Übernahmeangebots von Fortum abhalten. Bei Linde endet die Nachfrist für den Umtausch in Anteile der neuen Holding Linde plc.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CV3P7S | Bull | Volkswagen AG Preferred Stock | Hebel: 4,2 |
| CV4XF4 | Bear | Volkswagen AG Preferred Stock | Hebel: 4,3 |
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