20.11.17, 08:00

Gold überwindet Widerstand

Am deutschen Aktienmarkt überwogen zum Wochenausklang nach einem recht lustlosen und nachrichtenarmen Handel die negativen Vorzeichen. Etwas auf der Stimmung lasteten ein fester Euro und eine schwache Wall Street. Der DAX schloss 0,41 Prozent tiefer bei 12.994 Punkten. Auf Wochensicht gab das Aktienbarometer um 1,02 Prozent nach. Der MDAX verlor am Berichtstag 0,08 Prozent auf 26.441 Punkte. Für den TecDAX ging es hingegen um 0,24 Prozent nach oben auf 2.512 Zähler. Unter den 110 Werten der drei genannten Indizes gab es 44 Gewinner (40%) und 65 Verlierer. Das Abwärtsvolumen überwog mit 60 Prozent. Das Volumen im DAX lag bei 104,0 Millionen Aktien (Vortag: 103,0) im Wert von 4,21 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 4,09). Bei der Sektorenbetrachtung lagen Rohstoffwerte (+1,20%) vorne vor Medienwerten (+0,81%) und Softwaretiteln (+0,35%). Die größten Abschläge waren bei Versorgern (-2,33%), Pharma & Healthcare (-2,16%) und Telekommunikation (-0,74%) zu beobachten. Die Linde-Aktie belegte mit plus 1,89 Prozent nachrichtenlos die DAX-Spitze. Deutsche Börse verbesserte sich um 1,28 Prozent. Hier dürfte die Ernennung von Theodor Weimer zum neuen CEO weiter gestützt haben. ProSiebenSat.1 Media verteuerte sich um 0,87 Prozent. Die rote DAX-Laterne hielt die Aktie von Fresenius SE mit einem Minus von 5,43 Prozent. Sie reagierte damit auf einen negativen Analystenkommentar. RWE und E.ON verloren 3,92 beziehungsweise 2,41 Prozent.

An der Wall Street verabschiedete sich der Dow Jones Industrial mit einem Abschlag von 0,42 Prozent bei 23.358 Punkten ins Wochenende. Der technologielastige Nasdaq 100 gab um 0,38 Prozent auf 6.315 Zähler nach. Besser als erwartete Immobiliendaten lieferten keinen Rückenwind. Die Marktbreite gestaltete sich jedoch positiv. 62 Prozent der Aktien an der NYSE schlossen im grünen Bereich. Das Aufwärtsvolumen lag bei 65 Prozent. 113 neuen 52-Wochen-Hochs standen 28 neue Tiefs gegenüber. Stärkste Sektoren waren Energie und Consumer Discretionary. Die deutlichsten Verluste sahen Versorger und Technologiewerte.

Am Devisenmarkt gab der US-Dollar gegenüber den meisten anderen Hauptwährungen nach. Der Dollar-Index verlor 0,27 Prozent auf 93,66 Punkte. EUR/USD gewann 0,15 Prozent hinzu auf 1,1787 USD. Auffällige Stärke zeigten die als sichere Häfen fungierenden Devisen Yen und Franken. Deutliche Schwäche war auf der anderen Seite bei den Rohstoffwährungen Austral-Dollar und Kanada-Dollar zu beobachten.

Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise sprang um 1,58 Prozent auf 425,35 Punkte. Brent-Öl verteuerte sich um 2,22 Prozent auf 62,72 USD. Stützend wirkte die Spekulation auf eine zeitliche Ausdehnung der Produktionskürzungen auf dem Ende des Monats stattfindenden OPEC-Treffen in Wien. Der Preis für US-Erdgas legte um 1,44 Prozent auf 3,10 USD zu. Comex-Kupfer stieg um 0,62 Prozent auf 3,07 USD. Gold gewann 1,43 Prozent auf ein 4-Wochen-Hoch bei 1.297 USD (1.097 EUR) hinzu. Das Edelmetall überwand damit die obere Begrenzung der mehrwöchigen Trading-Range sowie die 50-Tage-Linie. Silber, Platin und Palladium verteuerten sich zwischen 0,87 und 1,97 Prozent.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf 0,20 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen gab um ebenfalls einen Basispunkt auf 0,37 Prozent nach. Der Euro-Bund-Future schloss 0,15 Prozent fester bei 162,84 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes fiel um zwei Basispunkte auf 2,35 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte orientierten sich heute früh überwiegend südwärts. Der MSCI Asia Pacific Index notierte zuletzt 0,23 Prozent tiefer bei 170,01 Punkten. Der japanische Außenhandel konnte im Oktober nicht so deutlich zulegen wie von Experten im Schnitt erwartet. Die Exporte aus der drittgrößten Volkswirtschaft stiegen gegenüber dem Vorjahr um 14,0 Prozent, die Importe verbesserten sich um 18,9 Prozent. Der Nikkei 225 gab um rund 0,7 Prozent nach und zählte damit zu den schwächsten Indizes der Region.

Heute dürfte der Abbruch der Sondierungsgespräche für die Jamaika-Koalition das beherrschende Thema am deutschen Aktienmarkt darstellen und die Notierungen belasten. Im asiatischen Handel reagierte der Euro bereits mit deutlichen Abschlägen. Von der Makroseite stehen lediglich die deutschen Erzeugerpreise, der Monatsbericht der Bundesbank sowie der Index der Frühindikatoren in den USA auf der Agenda, die allesamt keine potenziellen Market-Mover darstellen.

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