Der deutsche Aktienmarkt weitete seine Abwärtskorrektur zur Wochenmitte aus, konnte sich jedoch deutlich von den Tagestiefs absetzen. Belastend wirkte der zunächst weiter steigende Euro, bevor eine Trendwende in der Gemeinschaftswährung eine Erholung bei den Dividendenpapieren stützte. Am Ende gab der DAX noch um 0,43 Prozent auf 12.976 Punkte nach. Im Tief hatte der Leitindex bei 12.848 Zählern notiert. MDAX und TecDAX schlossen mit Abschlägen von 0,74 und 1,34 Prozent. Unter den 110 größten Werten gab es 20 Gewinner (18%) und 89 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 56 Prozent. Das Handelsvolumen im DAX betrug 136,2 Millionen Aktien (Vortag: 94,2) im Wert von 4,43 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 4,22). Die einzigen beiden Sektoren mit Zugewinnen waren Banken (+1,72%) und Telekommunikation (+0,23%). Die deutlichsten Sektorenverlierer waren Rohstoffe (-2,00%), Technologie (-1,37%) und Pharma & Healthcare (-1,36%). Die Aktie der Deutschen Bank konnte an der DAX-Spitze um 1,90 Prozent zulegen. Kurstreiber war die Meldung, dass der Finanzinvestor Cerberus einen Anteil von 3 Prozent erworben hat. Commerzbank verbesserte sich als zweitstärkster Wert um 1,84 Prozent. Für die Aktie der Deutschen Börse ging es um 1,80 Prozent nach oben. Händler verwiesen hier auf Spekulationen, dass der derzeitige Vorstandssprecher der Hypovereinsbank Theodor Weimer Nachfolger des zum Jahresende ausscheidenden CEO Carsten Kengeter werden könnte. Schwächste DAX-Werte waren RWE, Henkel und Fresenius SE mit Abgaben zwischen 1,48 und 1,89 Prozent. Im MDAX stellte die Airbus-Aktie den Gewinner mit einem Plus von 2,57 Prozent. Das Unternehmen hatte den größten Auftrag der Unternehmensgeschichte an Land ziehen können. Der Finanzinvestor Indigo Partners orderte 430 Flugzeuge, was bezogen auf den Listenpreis ein Volumen von beinahe 50 Milliarden EUR entspräche. Am anderen Ende des MDAX verlor K+S nach schwachen Quartalszahlen 5,13 Prozent. Im TecDAX haussierte S&T trotz einer Kapitalerhöhung um 5,30 Prozent. Im SDAX sprang Hapag-Lloyd nach erfreulichen Quartalszahlen um 13,33 Prozent.
An der Wall Street schloss der Dow 0,59 Prozent schwächer bei 23.271 Punkten. Der Nasdaq 100 büßte 0,56 Prozent auf 6.258 Zähler ein. 62 Prozent der Werte an der NYSE verzeichneten Kursverluste. Das Abwärtsvolumen lag dabei bei 59 Prozent. 84 neuen 52-Wochen-Hochs standen 150 neuen Tiefs gegenüber. Alle Sektoren bis auf Finanzwerte verbuchten deutliche Abgaben. Am kräftigsten verloren Energiewerte und Hersteller nicht-zyklischer Konsumgüter (Consumer Staples).
Am Devisenmarkt notierte der Dollar-Index gegen Ende des New Yorker Handels 0,06 Prozent tiefer bei 93,77 Punkten. Im Tagesverlauf war er zwischenzeitlich bis auf ein Monatstief bei 93,40 Punkten gefallen, bevor an der dort befindlichen 50-Tage-Linie eine kräftige Erholung einsetzte. EUR/USD haussierte in der Spitze bis auf ein Monatshoch bei 1,1860 USD, bevor das Währungspaar wieder knapp unter die Marke von 1,18 USD rutschte. Am Ende blieb ein leichtes Minus von 0,03 Prozent. Stark gesucht waren die klassischen sicheren Häfen Yen und Franken, während die Rohstoffwährungen Austral-Dollar und Kanada-Dollar mit Schwäche auffielen.
Der S&P GSCI Rohstoffindex notierte 0,29 Prozent tiefer bei 420,62 Punkten. Brent-Öl verbilligte sich um 0,58 Prozent auf 61,85 USD. Die EIA hatte einen überraschenden Anstieg der Rohöllagerbestände um 1,9 Millionen Barrel in den USA gemeldet. US-Erdgas fiel um 0,68 Prozent auf 3,08 USD. Comex-Kupfer verlor 0,47 Prozent auf 3,05 USD. Gold handelte 0,38 Prozent schwächer bei 1.278 USD (1.085 EUR). Silber und Palladium gaben um 0,57 und 0,16 Prozent nach. Platin erholte sich gegen den Trend um 0,64 Prozent.
Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite um vier Basispunkte auf 0,19 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen gab um zwei Basispunkte auf 0,37 Prozent nach. Der Euro-Bund-Future schloss mit einem Aufschlag von 0,23 Prozent bei 162,80 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes sackte um fünf Basispunkte auf 2,33 Prozent ab.
Die asiatischen Aktienmärkte bewegten sich heute ganz überwiegend nach oben und widersetzten sich damit den negativen Vorgaben der Wall Street. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 0,70 Prozent auf 168,97 Punkte.
Heute sind von der Makroseite die Verbraucherpreisdaten für die Eurozone, der Philadelphia-Fed-Index sowie die US-Industrieproduktion relevant. Unternehmensseitig stehen Quartalszahlen von VTG, Wal-Mart Stores und Vivendi im Fokus.
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