Der deutsche Aktienmarkt bot am Dienstag ein uneinheitliches Bild. Der DAX verlor 0,31 Prozent auf 13.033 Punkte. MDAX und TecDAX verbesserten sich hingegen um 0,29 beziehungsweise 0,86 Prozent. Unter den 110 größten Werten gab es 58 Gewinner (53%) und 52 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 60 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX betrug 94,2 Millionen Aktien (Vortag: 105,1) im Wert von 3,65 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 4,18). Stärkste Sektoren waren Technologie (+2,32%), Medien (+0,63%) und Einzelhandel (+0,55%). Größte Verlierer waren Versorger (-2,11%), Konsum (-1,18%) und Rohstoffe (-1,01%). Die Infineon-Aktie belegte nach der Präsentation der Quartalsbilanz mit einem Plus von 2,65 Prozent die DAX-Spitze. Lufthansa und adidas stiegen um 1,96 und 1,93 Prozent. RWE sackte am Indexende um 5,56 Prozent ab. Henkel verlor nach mit Enttäuschung aufgenommenen Quartalszahlen 4,25 Prozent. ThyssenKrupp büßte 1,18 Prozent ein. Jungheinrich sprang im MDAX nach einer Kaufempfehlung um 5,23 Prozent. Im TecDAX haussierte Compugroup Medical nach den positiven Nachrichten vom Vortag um weitere 6,05 Prozent. Drägerwerk schloss belastet von negativen Analystenkommentaren mit einem Abschlag von 5,36 Prozent.
An der Wall Street überwogen zum Handelsschluss die negativen Vorzeichen. Der Dow endete 0,12 Prozent schwächer bei 23.409 Punkten. Der von Technologiewerten geprägte Nasdaq 100 verlor 0,35 Prozent auf 6.294 Zähler. 57 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im Minus. Das Abwärtsvolumen lag bei 68 Prozent. 113 neuen 52-Wochen-Hochs standen 129 neuen Tiefs gegenüber. Bei der Sektorenperformance hatten die Versorger klar die Nase vorne vor den Herstellern nicht-zyklischer Konsumgüter (Consumer Staples). Die größten Abgaben verzeichneten Energiewerte aufgrund schwacher Ölpreise. Auch der Rohstoffsektor stand unter Druck. Home Depot setzte sich nach erfreulichen Quartalszahlen und einem positiven Ausblick mit plus 1,63 Prozent an die Dow-Spitze. General Electric blieb in Reaktion auf die am Vortag bekannt gegebenen Umbaupläne im Ausverkaufsmodus und büßte als Schlusslicht weitere 5,88 Prozent ein.
Am Devisenmarkt wertete der US-Dollar gegenüber allen anderen Hauptwährungen mit Ausnahme des Kanada-Dollars ab. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des US-Handels 0,71 Prozent tiefer bei 93,84 Punkten. Der Euro wurde von deutlich besser als erwarteten deutschen BIP-Daten beflügelt und legte gegenüber allen anderen Majors zu. Im dritten Quartal wuchs die deutsche Wirtschaft laut der ersten Meldung des Statistischen Bundesamtes um 0,8 Prozent (Konsensschätzung: 0,6). EUR/USD haussierte um 1,10 Prozent auf ein Monatshoch bei 1,1795 USD und überwand damit die korrektive Abwärtstrendlinie vom September-Hoch.
Der S&P GSCI Rohstoffindex schloss 1,56 Prozent tiefer bei 421,83 Punkten. Brent-Öl verbilligte sich um 2,74 Prozent auf 61,43 USD. Belastet wurde das schwarze Gold von einem Bericht der Internationalen Energie Agentur (IEA), der im Hinblick auf das prognostizierte Nachfragewachstum pessimistisch ausfiel. Zudem berichtete das American Petroleum Institute (API) von einem überraschenden Anstieg der US-Lagerbestände. Der Preis für US-Erdgas fiel um 2,75 Prozent auf 3,08 USD. Comex-Kupfer notierte 2,04 Prozent schwächer bei 3,05 USD. Gold handelte gegen den Trend 0,15 Prozent fester bei 1.281 USD. In Euro fiel der Kurs auf 1.086 EUR. Silber, Platin und Palladium verloren zwischen 0,13 und 0,80 Prozent.
Am Rentenmarkt legten die Kurse der Staatsanleihen ungeachtet der positiven deutschen BIP-Daten zu und die Renditen fielen entsprechend. Die am Vormittag festgestellte Umlaufrendite kletterte um drei Basispunkte auf 0,23 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete drei Basispunkte tiefer bei 0,39 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,23 Prozent höher bei 162,42 Punkten und formte nach drei Minustagen in Folge eine Bullish-Engulfing-Tageskerze auf der stützenden 50-Tage-Linie. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes gab um zwei Basispunkte auf 2,38 Prozent nach.
Die asiatischen Aktienmärkte orientierten sich heute früh ganz überwiegend südwärts. Der MSCI Asia Pacific Index verlor 0,96 Prozent auf 167,95 Punkte. Besonders kräftige Abgaben verbuchte der Nikkei 225 (-1,57%).
Heute werden die Marktakteure den US-Verbraucherpreisen sowie dem US-Einzelhandelsumsatz für den Oktober besondere Beachtung schenken. Mit Blick auf die Unternehmensseite veröffentlichen unter anderem K+S, Lanxess, Ado Properties, Zooplus, Sixt SE, Wirecard, Leoni und Deutsche Euroshop ihre Quartalsberichte. Nach US-Börsenschluss präsentiert der Netzwerk-Riese Cisco Systems seine Bilanz.
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