Die Deutsche Telekom hatte lange Zeit auf eine Fusion von T-Mobile US und Sprint gesetzt. Jetzt muss die US-Mobilfunktochter der Bonner weiter auf eigene Faust gegen die Konkurrenz kämpfen. Zuletzt gelang ihr dies sehr gut. Allerdings ist es alles andere als sicher, dass man die finanzkräftigere Konkurrenz auch auf Dauer mithilfe von Innovationen bei den Mobilfunkverträgen und einem charismatischen Chef, John Legere, ausstechen kann.
Offenbar wollte man sich bei SoftBank nicht mit einer Minderheitsbeteiligung am neuen Unternehmen zufriedengeben. Als Sprint und T-Mobile US vor einigen Jahren fusionieren sollten, hätte den Japanern die Mehrheit zugestanden. Jetzt wären sie lediglich Juniorpartner gewesen. In der Zwischenzeit hatte T-Mobile US nämlich einen beeindruckenden Aufstieg hingelegt und Sprint dank eines starken Kundenzustroms sowohl in Sachen Marktkapitalisierung als auch bei der Gesamtkundenzahl überflügelt. Jetzt muss man sich in Bonn überlegen, wie die zukünftige Strategie in den USA aussehen soll. Nur gut, dass die Deutsche Telekom in den vergangenen Jahren viel Freude an ihrer Mehrheitsbeteiligung von 64 Prozent an T-Mobile US hatte. Zunächst hieß es lediglich, dass die über die vergangenen Jahre erfolgreich umgesetzte Wachstumsstrategie fortgesetzt werden soll. Das heißt aber auch, dass weiter kräftig investiert werden muss.
Wie wichtig das US-Geschäft für die Deutsche Telekom ist, zeigte sich erneut im dritten Quartal 2017. Laut Unternehmensangaben vom 9. November steigerte der Bonner DAX-Konzern seine Umsätze um 0,8 Prozent auf 18,3 Mrd. Euro. T-Mobile US hatte seine Erlöse zwischen Juli und September um 7,7 Prozent auf 10,0 Mrd. US-Dollar gesteigert. Dabei machen sich die starken Kundenzahlen in immer besseren Finanzkennzahlen bemerkbar. Das bereinigte EBITDA stieg um 11,4 Prozent auf 2,7 Mrd. US-Dollar, so dass die Prognose für das Gesamtjahr abermals angehoben wurde. T-Mobile US hat nun schon 18 Quartale in Folge mehr als eine Million neue Kunden netto hinzugewonnen. Im dritten Quartal waren es 1,3 Millionen Neukunden. Die Kundenbasis beläuft sich nun auf 70,7 Millionen Kunden. Auch der Gesamtkonzern hob seine Prognose an. Das Management erwartet nun für das Gesamtjahr ein bereinigtes EBITDA von rund 22,4 bis 22,5 Mrd. Euro. Zuletzt lag die Prognose bei 22,3 Mrd. Euro. Trotzdem dürfte sich weiterhin vieles um T-Mobile US drehen. Zwar sprach die Telekom im jüngsten Quartalsbericht von einem Breitbandboom in Deutschland und Kundengewinnen auf breiter Front in Europa. Sollte das Wachstum in den USA jedoch ins Stocken geraten, wäre dies kein gutes Zeichen. Schließlich zeigte sich die Aktie der Deutschen Telekom in den vergangenen Jahren sehr behäbig. Lediglich T-Mobile US konnte zwischenzeitlich für Ausbrüche nach oben sorgen. Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Deutsche-Telekom-Aktie erwarten, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DM8A4Y) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,84, die Knock-Out-Schwelle bei 11,80 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DM6QCL, aktueller Hebel 4,89; Knock-Out-Schwelle bei 17,15 Euro) auf fallende Kurse der Telekom-Aktie setzen.
Stand: 09.11.2017
Bei den hier dargestellten Inhalten handelt es sich um fremde Inhalte. Für diese fremden Inhalte ist ausschließlich der jeweilige Eingeber verantwortlich. Eine inhaltliche, redaktionelle Überprüfung durch die DZB Media GmbH erfolgt ausdrücklich nicht. Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang ergänzend den Haftungsausschluss unter https://www.zertifikateberater.de/impressum.
Sollte ein hier durch einen Eingeber distribuierter Inhalt aus Ihrer Sicht gegen geltendes Recht verstoßen, schicken Sie bitte eine Email an nc. Der gemeldete Inhalt wird umgehend überprüft und ggf. gesperrt.
Die unverzichtbare Übersicht für Anlageberater und Vermögensverwalter zu Kredit-Ratings und Credit Default Swaps in Deutschland aktiver Emittenten von Zertifikaten und strukturierten Produkten.