10.11.17, 07:31

ProSiebenSat.1 Media bricht ein

Der deutsche Aktienmarkt stand am Donnerstag deutlich unter Druck. Die Anleger machten zum Höhepunkt der Berichtssaison Kasse. Alleine aus dem DAX legten neun Unternehmen ihre Quartalsbilanzen vor, die zum Teil enttäuschten. Der DAX schloss 1,49 Prozent tiefer bei 13.183 Punkten. MDAX und TecDAX verloren 1,27 und 2,48 Prozent. Unter den 110 größten Werten gab es lediglich 13 Gewinner (12%) und 97 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 65 Prozent. Im DAX wechselten 145,3 Millionen Aktien (Vortag: 106,4) im Wert von 5,66 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 4,06) den Besitzer. Einzige Sektoren im Plus waren Banken (+1,58%) und Telekommunikation (+0,06%). Am deutlichsten verloren Medienwerte (-4,40%) nach enttäuschenden Zahlen von ProSiebenSat.1 Media. Technologietitel (-3,63%) und Industriewerte (-2,66%) verzeichneten ebenfalls überdurchschnittliche Einbußen. Die Commerzbank-Aktie belegte nach Vorlage der Quartalszahlen die DAX-Spitze mit plus 2,34 Prozent. Deutsche Bank und Munich Re verbesserten sich um 1,69 und 0,50 Prozent. ProSiebenSat.1 Media brach mit der Bilanzvorlage und der erneuten Senkung des Ausblicks um 9,20 Prozent ein und markierte damit ein 4-Jahres-Tief. Adidas (-4,67%) und Siemens (-3,73%) standen nach Zahlen ebenfalls unter Druck.

An der Wall Street konnten sich die Indizes deutlich von den Tagestiefs absetzen. Zwischenzeitlich hatte die Meldung, dass der Entwurf des Senats zur Steuerreform eine Verschiebung der Senkung der Unternehmenssteuer auf 2019 vorsehe, für deutlichere Abgaben gesorgt. Der Dow schloss 0,43 Prozent schwächer bei 23.462 Punkten. Für den von Technologiewerten geprägten Nasdaq 100 ging es um 0,52 Prozent abwärts auf 6.312 Zähler. 60 Prozent der Werte an der NYSE endeten im Minus. Das Abwärtsvolumen lag bei 53 Prozent. 73 neuen 52-Wochen-Hochs standen 70 neue Tiefs gegenüber. An der Technologiebörse Nasdaq gab es 69 neue Hochs und 92 neue Tiefs. Bei den Sektoren lagen Energiewerte und Hersteller zyklischer Konsumgüter (Consumer Discretionary) vorne. Die größten Verluste sahen Industriewerte und Rohstoffwerte.

Am Devisenmarkt geriet der US-Dollar gegenüber allen anderen Hauptwährungen mit der wachsenden Skepsis über eine zeitnahe Umsetzung der Steuerreform unter Druck. Der Dollar-Index verlor bis zum Ende des New Yorker Handels 0,46 Prozent auf 94,44 Punkte. EUR/USD legte um 0,46 Prozent auf 1,1648 USD zu. Stark gesucht waren Franken und Yen als sichere Häfen.

Der S&P GSCI Rohstoffindex rückte um 0,41 Prozent vor auf 429,15 Punkte. Brent-Öl stieg gestützt von den politischen Spannungen in Saudi-Arabien sowie zwischen Saudi-Arabien und dem Iran um 0,65 Prozent auf 63,90 USD. Der Preis für US-Erdgas kletterte nach Lagerbestandsdaten um 1,17 Prozent auf ein 2-Monats-Hoch bei 3,21 USD. Comex-Kupfer notierte 0,35 Prozent tiefer bei 3,09 USD. Gold handelte 0,33 Prozent fester bei 1.288 USD (1.104 EUR). Platin legte um 0,27 Prozent auf 940,4 USD zu. Silber und Palladium notierten 0,66 beziehungsweise 0,56 Prozent tiefer.

Am Rentenmarkt stieg die am späten Vormittag festgestellte Umlaufrendite um einen Basispunkt auf 0,16 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete drei Basispunkte höher bei 0,37 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,28 Prozent tiefer bei 162,78 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes kletterte um einen Basispunkt auf 2,33 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh ganz überwiegend schwächer. Der MSCI Asia Pacific Index gab um 0,27 Prozent auf 171,36 Punkte nach. Besonders deutlich abwärts ging es für den Nikkei 225 (-0,82%). Gegen den Trend fest präsentierte sich der Shanghai Composite (+0,23%).

Von der Makroseite richtet sich der Blick heute auf die Daten zur Industrieproduktion in Frankreich und Großbritannien sowie auf den US-Verbraucherstimmungsindex der Uni Michigan. Unternehmensseitig gibt es Quartalszahlen unter anderem von Allianz, Cewe Stiftung, Rhön-Klinikum, Arcelormittal, Ströer, LEG Immobilien, Bechtle, S&T, Jenoptik, Senvion und Telecom Italia. Fraport veröffentlicht die Verkehrszahlen für den Oktober.

Produktidee: BEST Turbo-Zertifikste
WKN Typ Basiswert Merkmale
CV351W Bull ProSiebenSat.1 Media SE Hebel: 2,3
CV3521 Bear ProSiebenSat.1 Media SE Hebel: 5,0

Holen Sie sich das Marktgeschehen in die Hosentasche!

Sie sind immer auf der Suche nach spannenden Kapitalmarktthemen und aussichtsreichen Marktentwicklungen? Aber Sie haben keine Zeit um stets den gesamten Markt zu überblicken und nach den neusten Anlagelösungen zu suchen? Unser innovativer Service ist die Lösung!

Mit unserem neuen WhatsApp-Newsletter informieren wir Sie direkt aus dem Handelssaal der Commerzbank immer über die aktuellsten Marktentwicklungen. Wir machen Sie auf alle wichtigen Börsenereignisse aufmerksam udn senden Ihnen passende Analysen.

Melden Sie sich jetzt kostenlos an und holen Sie das Marktgeschehen auf Ihr Smartphone!

Hier geht`s zur Anmeldung!

Bitte beachten Sie den Disclaimer und die Risikohinweise
Bitte beachten Sie zusätzlich den wichtigen Hinweis zu allen abgebildeten Charts und Kursverläufen:
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Aktuelle Ausgabe

Bei den hier dargestellten Inhalten handelt es sich um fremde Inhalte. Für diese fremden Inhalte ist ausschließlich der jeweilige Eingeber verantwortlich. Eine inhaltliche, redaktionelle Überprüfung durch die DZB Media GmbH erfolgt ausdrücklich nicht. Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang ergänzend den Haftungsausschluss unter https://www.zertifikateberater.de/impressum.

Sollte ein hier durch einen Eingeber distribuierter Inhalt aus Ihrer Sicht gegen geltendes Recht verstoßen, schicken Sie bitte eine Email an nc. Der gemeldete Inhalt wird umgehend überprüft und ggf. gesperrt.