10.11.17, 08:54

Es bewegt sich nichts

EUR-USD: Sie haben das Gefühl, in EUR-USD bewegt sich kaum noch etwas? Ihr Gefühl täuscht sie derzeit nicht. Die durchschnittliche wöchentliche Schwankung war mit nicht einmal 100 Pips in den letzten zwei Wochen so niedrig wie zuletzt im August 2014 (siehe Abb. 1). Eine zögerliche EZB und eine US-Politik, die kaum noch Erwartungen we-cken kann. Die heutige Umfrage der Universität Michigan wird der Woche keine rasanten Ausklang bescheren. Das Verbrauchervertrauen wird schon länger vom Markt kaum noch beachtet und die Inflationserwartungen müssten wohl schon kräftig einbrechen, um die dieswöchige latente USD-Schwäche zu verstärken. Gern wird in solchen Phasen über Wohlfühlniveaus am Markt fabuliert. Das ersparen wir Ihnen hier. Denn Eines zeigt die Grafik 1 ebenfalls: die Ruhephase wird nicht von Dauer sein. Wer niedrige Vola (und damit günstige Hedgegelegenheiten) sucht, sollte also nicht zulange warten.

Produktidee: BEST Turbo-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CV33R5 Bull EUR/USD Hebel: 10,6
CV33RG Bear EUR/USD Hebel: 10,4

GBP: Nach dem Oktober-Gipfel hatte ich den Eindruck, die Feststellung eines „aus-reichenden Fortschrittes“ (notwendig, um in Phase 2 der Brexit-Verhandlungen einzutreten) auf dem nächsten Gipfel im Dezember sei (politisch) ausgemachte Sache. Das war falsch. Immer offener wird in Brüssel von Realitätsverlust auf britischer Seite gesprochen. Noch fokussiert sich der Devisenmarkt nicht auf den Gipfel im nächsten Monat. Aber das wird sicher noch kommen. Was also ist los mit den Briten? Lebt London wirklich in einer Traumwelt? Eine solche Erklärung greift viel zu kurz. Man sollte die britische Position besser als Strategie auffassen. Kernpunkt dieser ist die Erwartung, dass Brüssel am Ende einknicken wird. Zum einen, weil ein Land allein eben viel eher hart bleiben kann, als eine ganze Gruppe von Ländern. Zum anderen, weil der wirtschaftliche Schaden Europäer wie Briten ereilen wird. Unter dieser Strategie entfalten dann auch alle Drohungen aus Brüssel natürlich keine Wirkung und es bewegt sich nichts. London erwartet ja ein Einlenken in letzter Minute und keine Brüsseler Kapitulation. Verfolgen die Briten diese Strategie konsequent, ist mit einer weiteren Zuspitzung zu rechnen. Eine solche würde quasi zum britischen Plan gehören. Der große Nachteil dieser Strategie ist, dass sie unflexibel ist. Sie schließt eine Reaktion auf Signale der Gegenseite aus. Im Pokern würde man von „All In“ sprechen. Was aber, wenn die Europäer am Ende „sehen“ wollen? Nun wollen wir hier noch nicht das Schlimmste an die Wand malen. Dennoch sollten sich alle mit GBP-Longpositionen gut überlegen, ob die Lage mit dem Näherrücken des Gipfels im Dezember nicht schon zu heiß wird.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CV1X51 Long GBP/USD Faktor: 5
CV1X56 Short GBP/USD Faktor: -5

NOK: Zwar hat die Norges Bank im September ihren Zinspfad leicht angehoben und signalisiert nun, dass Ende 2018 bereits eine erste Zinserhöhung möglich ist. Allerdings blieb sie – ähnlich wie viele andere Zentralbanken – vorsichtig in ihrem Ausblick. Die Inflationszahlen für Oktober, die heute veröffentlicht werden, dürften ihre vorsichtige Haltung rechtfertigen. Denn nach einem Hoch im Sommer 2016 sind sowohl die Kern- als auch die Gesamtinflation sehr schnell gefallen und liegen beide signifikant unter dem Inflationsziel der Norges Bank von 2,5%. Zwar ist die Norges Bank unseres Erachtens immer noch etwas zu pessimistisch, was das Wachstum anbelangt – hier werden wir nächste Woche mehr wissen, wenn die BIP-Daten für das dritte Quartal veröffentlicht werden. Aber für die Norges Bank ist wichtig, dass die langfristigen Inflationserwartungen verankert bleiben und nicht fallen. Daher hat sie allen Grund, weiterhin eine vorsichtige Haltung einzunehmen. Enttäuschen die Inflationszahlen nach unten, wird die NOK entsprechend unter Druck kommen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9MCR Long EUR/NOK Faktor: 5
CE9MCS Short EUR/NOK Faktor: -5

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