08.11.17, 07:38

Versorger gesucht

Der deutsche Aktienmarkt legte am Dienstag nach zwischenzeitlichen Zugewinnen den Rückwärtsgang ein. Der DAX ging 0,66 Prozent schwächer bei 13.379 Punkten aus dem Handel. Im frühen Geschäft hatte er noch ein neues Allzeithoch bei 13.526 Punkten markieren können. Der TecDAX verlor 1,32 Prozent auf 2.558 Punkte. Der MDAX der mittelgroßen Werte endete knapp behauptet bei 26.929 Zählern. Unter den 110 größten Werten (HDAX) gab es 36 Gewinner (34%) und 71 Verlierer. Das Abwärtsvolumen dominierte mit 62 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX lag bei 89,0 Millionen Aktien (Vortag: 92,4) im Wert von 3,76 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,92). Gegen den Trend stark gesucht waren die als defensiv geltenden Versorger. Der entsprechende Sektorenindex kletterte um 0,91 Prozent. Ebenfalls freundlich präsentierten sich Rohstoffwerte (+0,33%) und Immobilienwerte (+0,22%). Die größten Verluste sahen Konsumwerte (-2,90%), Technologietitel (-1,33%) und Chemiewerte (-1,19%). Die RWE-Aktie verbesserte sich an der DAX-Spitze um 1,32 Prozent. Das Papier profitierte von Plänen der Tochter Innogy, wonach das britische Innogy-Geschäft mit Teilen des Wettbewerbers SSE verschmolzen werden soll. E.ON und Munich Re legten jeweils um 0,66 Prozent zu. BMW verlor am Indexende nach negativ aufgenommenen Quartalszahlen 2,83 Prozent. Bayer und Lufthansa gaben um 2,35 und 1,10 Prozent nach. Osram sprang im MDAX nach erfreulichen Geschäftszahlen und der Bekanntgabe der Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens mit Continental um 5,72 Prozent. Zalando sackte nach Zahlen um 5,66 Prozent ab. Im TecDAX verlor Dialog Semiconductor – ebenfalls nach der Präsentation der Quartalsbilanz – 5,74 Prozent.

An der Wall Street endete der Dow nach zwischenzeitlichen Abgaben 0,03 Prozent höher bei 23.557 Punkten. Der Nasdaq 100 notierte 0,11 Prozent fester bei 6.321 Zählern. Die Marktbreite war einmal mehr auffällig schlecht. 55 Prozent der Werte an der NYSE verzeichneten Kursverluste. Das Abwärtsvolumen lag bei 59 Prozent. 167 neuen 52-Wochen-Hochs standen 63 neue Tiefs gegenüber. Bei der Sektoren-Performance hatten Versorger und Hersteller nicht-zyklischer Konsumgüter (Consumer Staples) die Nase vorne. Die deutlichsten Abgaben sahen Finanzwerte sowie Hersteller zyklischer Konsumgüter (Consumer Discretionary).

Am Devisenmarkt konnte der US-Dollar gegenüber allen anderen Hauptwährungen aufwerten. Der Dollar-Index kletterte bis zum Ende des New Yorker Handels um 0,17 Prozent auf 94,90 Punkte. EUR/USD gab um 0,15 Prozent auf ein 4-Monats-Tief bei 1,5090 USD nach. Bei den anderen Majors fiel das Pfund Sterling durch Stärke auf. Deutlich abwärts tendierten hingegen die beiden Rohstoffwährungen Austral-Dollar und Kanada-Dollar.

Der S&P GSCI Rohstoffindex fiel um 0,43 Prozent auf 427,58 Punkte. Brent-Öl verbilligte sich nach dem zwischenzeitlichen Erreichen eines neuen 2-Jahres-Hochs um 0,79 Prozent auf 63,76 USD. Der Preis für US-Erdgas kletterte um 0,70 Prozent auf 3,16 USD. Comex-Kupfer büßte 2,11 Prozent auf 3,09 USD ein. Gold verlor 0,39 Prozent auf 1.277 USD (1.101 EUR). Silber, Platin und Palladium notierten zwischen 0,21 und 1,57 Prozent schwächer.

Am Rentenmarkt legte die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf 0,17 Prozent zu. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fiel um einen Basispunkt auf ein 8-Wochen-Tief bei 0,33 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,10 Prozent fester bei 163,30 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes verharrte bei 2,32 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh uneinheitlich bei nur geringen Ausschlägen. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 0,18 Prozent auf 171,81 Punkte. Die Exporte aus China stiegen im Oktober gegenüber dem Vorjahr um 6,9 Prozent. Die Konsensschätzung hatte bei 7,2 Prozent gelegen. Die Importe legten um 17,2 Prozent zu und übertrafen damit die Erwartungen (16,0).

Heute stehen von der Makroseite keine relevanten Daten zur Veröffentlichung an. Unternehmensseitig gibt es Quartalszahlen unter anderem von Vonovia, HeidelbergCement, E.ON, Brenntag, Norma Group, ABN Amro, Hannover Rück, Axel Springer, Dürr, Scout24, Koenig & Bauer, Evotec, Schaeffler und Enel.

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