07.11.17, 07:49

Rohölpreise von Geopolitik getrieben

Der deutsche Aktienmarkt gönnte sich zum Wochenauftakt eine Verschnaufpause. Der DAX schloss nach einem lustlosen Geschäft 0,07 Prozent tiefer bei 13.469 Punkten. Der MDAX der mittelgroßen Werte gab um 0,11 Prozent auf 26.931 Punkte nach. Für den TecDAX ging es hingegen um 0,56 Prozent nach oben auf 2.592 Punkte, den höchsten Stand seit 2001. Unter den 110 größten Werten gab es 65 Gewinner (60%) und 44 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen lag bei 51 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX betrug 92,4 Millionen Aktien (Vortag: 90,0) im Wert von 3,31 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,99). Stärkste Sektoren waren Rohstoffe (+1,60%), Versorger (+0,91%) und Software (+0,69%). Am deutlichsten verloren Telekomwerte (-2,21%), Medienwerte (-0,99%) und Konsumwerte (-0,94%). RWE verbesserte sich an der DAX-Spitze nachrichtenlos um 1,55 Prozent. FMC und Merck kletterten dahinter um 1,43 und 1,18 Prozent. ProSiebenSat.1 belegte mit einem Abschlag von 2,85 Prozent den hintersten Rang im Indextableau. Das Unternehmen wird am Donnerstag die Quartalszahlen vorlegen. Deutsche Telekom büßte 2,62 Prozent ein. Hier belastete die am Wochenende gemeldete Beendigung der Fusionsgespräche zwischen T-Mobile US und Sprint.

An der Wall Street ging es mit den Indizes bei geringem Schwung weiter nach oben. Der Dow endete 0,03 Prozent fester bei 23.548 Punkten. Der Nasdaq 100 verbesserte sich um 0,28 Prozent auf 6.314 Zähler. Beide Indizes verzeichnete damit neue Rekordstände. 56 Prozent der Werte an der NYSE konnten zulegen. Das Aufwärtsvolumen lag bei 62 Prozent. 168 neuen 52-Wochen-Hochs standen 51 neue Tiefs gegenüber. Stärkste Sektoren waren Energie und Immobilien. Deutlich abwärts ging es mit Herstellern nicht-zyklischer Konsumgüter (Consumer Staples).

Am Devisenmarkt verzeichnete der US-Dollar Kursverluste gegenüber allen anderen Hauptwährungen. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des New Yorker Handels 0,21 Prozent tiefer bei 94,71 Punkten. EUR/USD handelte nach einem richtungslosen Geschäft gut behauptet bei 1,1611 USD. Mit Blick auf die anderen Hauptwährungen präsentierte sich die Gemeinschaftswährung jedoch von der schwachen Seite. Stark gesucht waren das Pfund Sterling sowie der Austral-Dollar. Bei den Nebenwährungen fielen der Real und die türkische Lira mit deutlichen Kursgewinnen auf.

Der S&P GSCI Rohstoffindex haussierte um 2,10 Prozent auf 429,44 Punkte. Der Preis für Brent-Öl sprang um 3,35 Prozent nach oben auf ein 2-Jahres-Hoch bei 64,15 USD. Auf Monatssicht hat sich der Rohstoff damit bereits um knapp 16 Prozent verteuert. Kurstreibend wirkten am Wochenende deutlich angestiegene geopolitische Risiken, nachdem in Saudi-Arabien unter anderem eine ganze Reihe von Kronprinzen aufgrund angeblichen Korruptionsverdachts verhaftet wurden. Beobachter sehen in dem Coup den Versuch des neuen saudischen Kronprinzen Mohammad Bin Salman, seine Macht im Land zu festigen und zugleich Zugriff auf die Milliarden der Festgenommenen zu erhalten. Unter den Verhafteten ist auch Prinz Alwaleed Bin Talal, der reichste Mann der arabischen Welt und größte Einzelinvestor bei Apple und Citigroup. Der Preis für US-Erdgas sprang um 4,46 Prozent auf 3,12 USD. Comex-Kupfer stieg um 1,33 Prozent auf 3,16 USD. Gold legte um 1,03 Prozent auf 1.282 USD (1.104 EUR) zu. Silber, Platin und Palladium stiegen zwischen 0,70 und 2,38 Prozent.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite um zwei Basispunkte auf 0,16 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen gab um zwei Basispunkte auf ein 2-Monats-Tief bei 0,34 Prozent nach. Der Euro-Bund-Future stieg um 0,20 Prozent auf 163,14 Punkte. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes sank um zwei Basispunkte auf ein 3-Wochen-Tief bei 2,32 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute ganz überwiegend nordwärts. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 0,93 Prozent auf 171,56 Punkte und näherte sich damit bis auf ein halbes Prozent an das aus dem Jahr 2007 stammende Allzeithoch an. Besonders kräftige Zugewinne zeigten der Nikkei 225 mit einem Plus von rund 1,7 Prozent auf ein 26-Jahres-Hoch sowie der Hang Seng Index mit einem Aufschlag von rund 1,3 Prozent. Gegen den Trend notierte der koreanische Kospi moderat schwächer.

Heute stehen die Daten zur deutschen Industrieproduktion im September im makroökonomischen Fokus. Unternehmensseitig gibt es Quartalszahlen unter anderem von BMW, TAG Immobilien, Osram Licht, MorphoSys, Toyota Motors, Uniper, Jungheinrich, Rheinmetall, Dialog Semiconductor, Deutz, Elringklinger, Zalando, Imperial Brands, Iberdrola, Porsche Automobil Holding, Intesa Sanpaolo und Hochtief. Daneben steht Linde mit dem Ende der verlängerten Umtauschfrist in Anteile der neuen Holding Linde plc im Blick.

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