07.11.17, 09:01

Neue Impulsgeber?

EUR-USD: Seit 1 ½ Wochen bewegt sich der EUR-USD-Kurs in einer recht engen Spanne bei etwa 1,1600/1,1650. Mit der EZB-Sitzung und der Nominierung von Jerome Powell zum Nachfolger von Fed-Chair Janet Yellen scheinen die vorerst wichtigen Ereignisse für den Devisenmarkt aus dem Weg zu sein. Auch eine Zinserhöhung der Fed im Dezember ist mittlerweile zum Großteil eingepreist. Mögliche neue Impulse dürften dennoch in nächster Zeit wohl eher von der Dollar-Seite kommen. So ist beispielsweise die Führungs-Frage bei der Fed noch nicht final geklärt. Schließlich kann der US-Präsident aktuell noch drei Posten im Board of Governors der US-Notenbank besetzen, und nach Yellens Rücktritt im Februar sogar noch einen vierten. Und da Powell keine starke Meinung bei der Geldpolitik zu vertreten scheint, könnte insbesondere dem Vize-Chair eine wichtige Rolle zukommen. Wirtschaftsberater Gary Cohn zeigte sich jüngst zuversichtlich, dass Trump noch in diesem Jahr einen Kandidaten für diesen Posten nominieren werde. Positiv für den US-Dollar wäre natürlich, wenn Trump einen ausgemachten Falken wählen würde. So wäre vorstellbar, dass es der US-Ökonom John Taylor, den Trump bereits für das Amt des Vorsitzenden erwägt hatte, erneut in die engere Auswahl schafft. Denn damit würde der Präsident insbesondere den Republikanern im US-Kongress entgegenkommen, für die Taylor ein Wunschkandidat wäre, da er, wie viele von ihnen, eine regelgebundenere Geldpolitik befürwortet. Und angesichts der Tatsache, dass Trump wohl jede Stimme seiner Parteikollegen im US-Senat benötigen wird, um eine Steuerreform verabschieden zu können, wäre aktuell ein guter Zeitpunkt für ein solches „Geschenk“. Für den US-Dollar wären das positive Nachrichten, da der Markt dann wieder vermehrt auf eine aktivistischere US-Geldpolitik spekulieren würde.

Produktidee: BEST Turbo-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CV33R5 Bull EUR/USD Hebel: 10,6
CV33RG Bear EUR/USD Hebel: 10,4

AUD: Die australische Notenbank (Reserve Bank of Australia, RBA) beließ wie erwartet ihren Leitzins heute Morgen unverändert. Auch an ihren Prognosen hat sich laut eigenen Aussagen wenig getan. Zwar sei sie nun etwas optimistischer mit Blick auf den Bergbausektor. Doch der Ausblick beim heimischen Konsum sei dafür noch überaus risikobehaftet. Darüber hinaus dürfte das Lohnwachstum noch schwach bleiben und somit auch die Inflation noch eine Weile auf niedrigen Niveaus verharren. Der AUD legte trotz der vorsichtigen Haltung der RBA etwas zu, was vor allem daran liegen dürfte, dass sie sich immerhin nicht deutlich taubenhafter äußerte, trotz der jüngst enttäuschenden Inflationszahlen. Diese hätte sie durchaus zum Anlass nehmen können, ihren Ton zur Währung zu verschärfen. Allerdings hat der AUD seit der letzten Sitzung sogar abgewertet, so dass sie mit dieser Entwicklung einigermaßen zufrieden sein kann. Dies lag jedoch vor allem an der jüngsten USD-Stärke und weniger an einer ausgeprägten AUD-Schwäche. Nichtsdestoweniger dürfte sich die RBA vorerst in ihrer Geldpolitik bestätigt fühlen und weiter in Wartestellung verharren. Der AUD-USD-Kurs dürfte daher weiterhin vor allem von der USD-Seite bestimmt werden.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CV1YLZ Long AUD/USD Faktor: 5
CV1YM1 Short AUD/USD Faktor: -5

JPY: Ähnlich wie der RBA ergeht es der Bank of Japan (BoJ), die in ihrer jüngsten Sitzung ebenfalls ihre expansive Geldpolitik bestätigt hatte. Weder die RBA noch die BoJ dürften darauf erpicht sein, ihre Geldpolitik weiter zu lockern, auch wenn die Inflationsentwicklung noch enttäuscht. So hat insbesondere die BoJ hierfür keinen wirklichen Spielraum mehr. Ähnlich wie die EZB ist auch sie dazu gezwungen, ihre Anleihekäufe langsam zurückzufahren, da ihr sonst die kauffähigen Anleihen ausgehen würden. Auch ihre Zinsen kann sie nicht weiter senken, da sie sonst das heimische Bankensystem zu stark belasten würde. Die Hoffnung der japanischen Notenbanker dürfte stattdessen darin liegen, dass die Fed ihren Zinserhöhungszyklus fortsetzt und sich der JPY durch die sich ausweitende Zinsdifferenz deutlich gegenüber dem USD abschwächt, was für sich einer Lockerung gleicht.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CV1X58 Long USD/JPY Faktor: 5
CV1X5G Short USD/JPY Faktor: -5

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